Sankt Lorenz Strom und seine Unterwasserwelt im Exploramer

Exploramer in Sainte-Anne-des-Monts: Unterwasserwelt im Bas-Saint-Laurent

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Exploramer

Unterwasserwelt des Sankt-Lorenz-Stroms: Exploramer im Bas-Saint-Laurent

Wenn du dem Sankt-Lorenz-Strom am Südufer weiter nach Osten folgst, erreichst du eine Region, in der der Fluss breiter und ruhiger wirkt. Das Bas-Saint-Laurent steht weniger für große Städte als für Küstenorte, weite Horizonte und einen engen Bezug zum Wasser.

In dieser Landschaft liegt das Exploramer. Es ist kein klassisches Museum, sondern ein Ort, an dem sich die Verbindung zwischen Küste und Unterwasserwelt erschließt. Wer Québec nicht nur oberflächlich erleben möchte, sondern verstehen will, was den Fluss prägt, findet hier eine andere Perspektive.

Einen Überblick über mögliche Routen entlang des Stroms findest du in unserem Guide zu Québec in Kanada. Das Exploramer eignet sich besonders als Abstecher, wenn du Richtung Gaspésie oder entlang des Südufers unterwegs bist.

Geht es Euch auch so: wenn ich auf Reisen bin, will ich immer viel mehr über die Region erfahren, als in den Reiseführern beschrieben ist? Und dabei komme ich auf Themen, an die ich sonst eher selten denke. Das ist mir bei unserer letzten Quebec Reise so ergangen. Diese führte uns am Sankt Lorenz Strom entlang, der den Ostteil der Provinz dominiert. Fährt man von Quebec City aus nach Osten, wird der Strom immer breiter, bis er bei Baie Comeau an seinem Nordufer und Matane an seiner Südseite so breit ist, dass man das gegenüber liegende Ufer am Horizont kaum noch erkennen kann. Mit der Fähre waren wir gut zwei Stunden unterwegs, um von einem Ufer ans andere zu gelangen. Bei stürmischem Seegang setzten wir mit der Abendfähre ans Südufer des Stroms über. Während ich in meinem bequemen Sessel vom rauen Wellengang fast in den Schlaf gewiegt wurde, stellte ich mir die Frage, was wohl in den Gewässern unter uns alles lebt? Sicher verschiedene Fischarten. Aber was noch?

 

Sankt Lorenz Strom

 

Die Unterwasserwelt im St. Lorenz Strom

Die Frage ließ mich nicht mehr los. Daher brachen wir am nächsten Morgen auf nach Ste. Anne-des-Monts, einem kleinen Ort an der Südküste des Sankt-Lorenz-Stroms im Bas-Saint-Laurent, der auch jetzt noch von windgepeitschten Wellen aufgewühlt wurde. Weiße Schaumkronen auf den Wellenkämmen zeugten von der Stärke des Sturms. Darüber strahlte die Sonne intensiv von einem tiefblauen Himmel. Von Regenwolken keine Spur! Das bisschen Wind sollte uns also nicht stören. An der Rue du Quai, dort, wo die Route du Parc aus dem Parc de la Gaspésie das Flussufer erreicht, befindet sich das Aquarium Exploramer, in dem Besucher sich über die Flora und Fauna des großen Stroms informieren können. Eigentlich hatten wir vor, mit dem Boot auf den Fluss hinauszufahren. Bei dieser Tour zeigen die Experten an Bord die Tierwelt in ihrem natürlichen Lebensraum. Allerdings war der Seegang an diesem Tag so stürmisch, dass die Bootsfahrt abgesagt werden musste. Die Auswirkungen des Sturms machten sich bemerkbar. Daher mussten wir uns mit den Tanks im Aquarium begnügen.

 

Meerestiere im Sankt Lorenz Strom

 

Eine Führung durchs Aquarium

Kein schlechter Tausch, wie sich herausstellen sollte – entging ich doch damit auch meiner sonst zu erwartenden Seekrankheit. Der Naturkundler, der uns ursprünglich an Bord des Schiffes begleiten sollte, stellte uns die Unterwasserwelt des Sankt Lorenz Stroms sehr anschaulich im Aquarium vor: Wolfsbarsche, Hechte, Muscheln, Seesterne, Krabben, Hummer, Shrimps und Krill bevölkern unter anderem die Tiefen des St. Lorenz Stroms. Wir erfuhren, wie diese fressen, wie sie sich gegen Angreifer schützen, wie sie selbst auf Jagd gehen, und wie sie sich vermehren. Dabei gibt es faszinierende Anpassungsformen an die Tiefen des Stroms. Was mir besonders auffiel, ist, dass die Unterwasserwelt des St. Lorenz weniger farbig ist als jene an der Westküste Kanadas. Während dort ein wahres Farbspektakel an bunten Fischen, knallig leuchtenden Pflanzen und farbigen Seesternen den Lebensraum bevölkert, sind die Farben in den Gewässern des St. Lorenz eher gedämpft.

 

Fische im Sankt Lorenz Strom

 

Exploramer befindet sich an 1 Rue du Quai in Ste. Anne-des-Monts in Quebec, Tel. (418) 763-2500.

Wenn du deinen Aufenthalt am Südufer verlängern möchtest, lohnt sich ein Abstecher nach Kamouraska. Dort findest du kleine Läden, regionale Produzenten und Orte, die das Tempo weiter reduzieren. Unsere Eindrücke dazu liest du in unserem Beitrag über Quebec Souvenirs in Kamouraska sowie in der Geschichte über die Bäckerei am Sankt-Lorenz.

Für wen lohnt sich ein Besuch im Exploramer?

Das Exploramer passt besonders dann in deine Route, wenn du mehrere Tage entlang des Sankt-Lorenz unterwegs bist. Als kurzer Zwischenstopp auf einer reinen Städtereise zwischen Montréal und Québec City ist es weniger geeignet.

Wer sich für Natur, Meeresbiologie oder die ökologische Bedeutung des Flusses interessiert, gewinnt hier Einblicke, die man von der Straße aus nicht erhält. Für Reisende mit Zeit und Interesse an der Küstenlandschaft ergänzt es die Fahrt entlang des Südufers sinnvoll.

Übernachten im Bas-Saint-Laurent

Wenn du mehrere Tage entlang des Südufers des Sankt-Lorenz-Stroms unterwegs bist, lohnt es sich, eine Übernachtung in Kamouraska oder einem der umliegenden Küstenorte einzuplanen. Die Region eignet sich besonders für Reisende, die nicht nur Strecke machen, sondern das Tempo bewusst reduzieren möchten.

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Quelle Unterwasserwelt im Sankt Lorenz Strom: Recherchen vor Ort mit Unterstützung von Tourisme Quebec.

Text Sankt Lorenz Strom: Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Fotos: Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Video: Copyright Petar Fuchs sowie TravelWorldOnline

Exploramer in Sainte-Anne-des-Monts: Unterwasserwelt im Bas-Saint-Laurent

Monika Fuchs

Monika Fuchs und Petar Fuchs sind die Verfasser und Herausgeber des Slow Travel und Genuss Reiseblogs TravelWorldOnline Traveller. Sie veröffentlichen dieses Blog seit 2005. TravelWorldOnline ist online seit 2001. Ihre Themen sind Genuss Reisen und Weintourismus in aller Welt und Slow Travel. Monika Fuchs verbrachte während ihres Studiums einige Zeit in Nordamerika, wo sie – zum Teil gemeinsam mit Petar Fuchs – die USA und Kanada bereiste und ein Forschungsjahr in British Columbia verbrachte. Das verstärkte ihren Wissensdurst, den sie 6 Jahre lang als Abenteuer-Guide für Rotel Tours und danach 11 Jahre lang als Studienreiseleiterin für Studiosus Reisen in aller Welt zu stillen versuchte. Sie erweiterte ständig ihre Reiseregionen, aber trotzdem nagte die Neugier an ihr: „Was befindet sich hinter dem Horizont? Was gibt's in dieser Stadt noch zu entdecken? Welche Menschen sind hier interessant? Was isst man in dieser Region?“ Auf diese Fragen sucht sie nun als freie Reisejournalistin (ihre Artikel erschienen u. a. in DIE ZEIT, 360° Kanada, 360° USA, etc.), Reiseautorin und Reisebloggerin Antworten in vielen Ländern der Welt. Petar Fuchs produziert die Videos auf diesem Blog sowie auf YouTube. Monika Fuchs von TravelWorldOnline ist unter Deutschlands Top 50 Bloggerinnen 2021 Weitere Informationen über Monika und Petar Fuchs. Empfehlungen auf LinkedIn von Touristikern Weitere Empfehlungen von Kooperationspartnern und Touristikern Berufserfahrung Monika auf LinkedIn