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Luxushotel und Golf Resort am Cabot Trail

Ausblick am Cabot Trail in Nova Scotia © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Ausblick am Cabot Trail in Nova Scotia © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Diesmal möchte ich Euch von unseren Erfahrungen in der Keltic Lodge, einem Luxushotel und Golf Resort am Beginn des Cabot Trail in Cape Breton in Nova Scotia berichten. Das renommierte amerikanische Reisemagazin Travel & Leisure zählt die Keltic Lodge zu den 15 besten Hotels in Kanada und sogar zu den 500 besten Hotels der Welt – ein gewaltiger Anspruch für ein Hotel, der uns neugierig gemacht hat. Ich kannte die Keltic Lodge schon aus früheren Besuchen am Cabot Trail, allerdings hatte ich damals nicht dort übernachtet, sondern nur einfach die wunderschöne Aussicht genossen, denn das Luxushotel liegt auf einer schmalen Landzunge, die sich bei Ingonish Beach am Beginn des Cabot Trails in die Bucht erstreckt.

Luxushotel und Golf Resort in traumhaft schöner Lage am Beginn des Cabot Trails auf Cape Breton Island

Nur wenige Meter hinter der Zahlstation des Cape Breton Highlands National Park zweigt die Straße ab zum Luxushotel Keltic Lodge. Wer dort also mehrere Nächte verbringen möchte, kommt ohne die Entrichtung der Nationalparkgebühr für mehrere Tage nicht in sein Hotel. Da wir sowieso vorhatten, mehrere Tage die herrliche Natur Cape Bretons kennen zu lernen, waren diese Gebühren Teil unserer Reiseplanung. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass das nicht alle Hotelgäste so planen.

Die Zufahrt zum Hotel führt zunächst durch Wald, durch den eine Nebenstraße zum Strand von Ingonish Beach abzweigt. Hierher lohnt sich ein Abstecher für alle, die nur durch den Nationalpark fahren wollen, denn der Blick auf die Halbinsel und das imposante Hotel ist atemberaubend.

Unser Zimmer – alle Annehmlichkeiten eines Luxushotels. Allein, wo bleibt der Charme einer Lodge?

Die Straße wird schnell zur Einbahnstraße, die zunächst an mehreren größeren Gebäuden vorbeiführt, bevor man zum Haupthaus des Luxushotels gelangt. Dort checken wir ein, werden aber wieder zurück geschickt zu den Häusern, die wir auf der Einfahrt passiert hatten. Nicht alle Gästezimmer befinden sich im eleganten Haupthaus. Wir sind in der Dependance untergebracht, in einem riesigen Zimmer, in dem leicht mehrere Familien Platz hätten. Allerdings hat es eher den “Charme” eines Motelzimmers als den einer traditionsreichen Lodge. Dies hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Zugegeben: es fehlte an nichts – die Betten waren groß und gut, das Zimmer war extrem groß mit einer Sitzecke, einem Schreibtisch, einer Garderobe und einem Schrank für Kleider und Koffer. Und auch das Bad war gepflegt, sauber und besaß alle Einrichtungen, die man von einem Hotel dieser Preisklasse erwartet. Nur an Geschmack und dem richtigen Ambiente fehlte es mir – und das hatte ich mir eigentlich gewünscht.

Möglicherweise sind die Zimmer im Haupthaus anders – die sahen wir nicht. Das Restaurant im Haupthaus, die Lobby und die große Bar sind gemütlich eingerichtet, passen zu dem, was ich mir auch für mein Zimmer gewünscht hätte, und bieten wundervolle Ausblicke auf die Bucht. Hier lassen sich herrliche Sonnenuntergänge und morgendliche Sonnenaufgänge erleben.

Die Restaurants der Keltic Lodge

Frühstück wird in der Keltic Lodge nur im Haupthaus serviert. Und da ich morgens erst meine Tasse Kaffee brauche, bevor ich zu größeren sportlichen Tätigkeiten fähig bin – und dazu gehört für mich der Marsch von unserer Unterkunft zum Restaurant – fuhren wir morgens mit dem Auto zum Hauptgebäude. Das Frühstück wird als beeindruckendes Buffet serviert. Die Auswahl der Speisen war enorm und gut. Und auch der Service entsprach dem, was ich in einem Hotel dieser Preisklasse erwarte. Das Einzige, das mir fehlte, war, dass man auch Frühstück von der Speisekarte bestellen konnte. Wie gesagt, größere körperliche Tätigkeit ist mir frühmorgens unangenehm – und das schließt den Gang zum Buffet mit ein.

Zum Abendessen hatten wir die Wahl: entweder mit Krawattenzwang im Purple Thistle Breakfast Room, dem Hauptrestaurant der Lodge, zu essen – die Speisekarte sah sehr einladend aus, allerdings auch mit entsprechend hohen Preisen – oder leger im Àrdan Rùm Restaurant nahe der Dependance zu essen, das nur einige Schritte von unserem Zimmer entfernt war und normale Preise für große Portionen verlangte. Müde von unseren Tagesausflügen zogen wir das zweite Restaurant vor. Die lockere Atmosphäre passte gut zu den tollen Erlebnissen im Nationalpark und entlang des Cabot Trails, und das Essen entsprach unseren Erwartungen. Sehr schön war auch hier wieder die Aussicht auf die Bucht und die Nordküste von Cape Breton Island.

Fazit: Ein Luxus Resort mit allem, was dazugehört – aber einer Prise an Enttäuschung

Vielleicht hatte ich mir zu viel erwartet, aber bei mir verursachte der Aufenthalt in der Keltic Lodge gemischte Gefühle: einerseits die wundervolle Lage des Hotels auf der Halbinsel, die gemütlichen Restaurants und Bars im Haupthaus und das legere Restaurant, in dem wir unsere Abendessen eingenommen hatten, auf der anderen Seite aber die eher lieblose Einrichtung unseres Zimmers, die aufwändige Anfahrt zum morgendlichen Frühstück und die Tatsache, dass man das Hotel erst nach der Einfahrt in den Nationalpark erreichen kann. Vielleicht wäre unser Eindruck anders gewesen, hätten wir ein Zimmer im Haupthaus bekommen? Ich weiß es nicht. Ich denke, es gibt andere Hotels in der Region, die nicht dieses zwiespältige Gefühl hinterlassen. Einen Abstecher ist die Halbinsel der Keltic Lodge auf alle Fälle wert, aber das nächste Mal suche ich mir für die Übernachtung eher ein gemütliches B&B oder ein hübsches Inn. Luxus ist eben nicht alles!


Reiseorganisation:

Anreise:

Air Canada, Condor und Icelandair fliegen von Deutschland aus verschiedene Flughäfen im Osten Kanadas an.

Keltic Lodge
313 Keltic Inn Road
Ingonish Beach
B0C 1L0
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Quelle: eigene Recherchen vor Ort (den Aufenthalt in diesem Hotel haben wir selbst bezahlt)

Text: © Copyright Monika Fuchs
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

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