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Salzburg kulinarisch entdecken

Mehl mahlen wie zu Großvaters Zeiten in der Fuchsmühle in Anthering bei Salzburg
Mehl mahlen wie zu Großvaters Zeiten in der Fuchsmühle in Anthering – Salzburg kulinarisch entdecken

Salzburg kulinarisch entdecken beim eat & meet Festival

Wie die treuen Leser unter Euch wissen, waren wir in letzter Zeit des öfteren in Salzburg auf Erkundungstour unterwegs. Die Stadt ist nicht nur wegen ihrer schönen Lage einen Besuch wert. Es lohnt sich, ein wenig genauer hinter die Kulissen der Mozartstadt zu blicken. Und deshalb waren wir diesmal aus Anlass des eat and meet Festivals in Salzburg zu Gast, das im April stattfindet. In diesen Wochen bieten die Gastronomen und Restaurants in der Altstadt von Salzburg einen bunten Reigen an kulinarischen Erlebnissen in den Restaurants, Cafés und Bistros, auf denen man nicht nur wundervoll essen kann, sondern auch viel Interessantes und Spannendes über das Essen, Trinken und den Genuss im Allgemeinen erfahren kann. Bei diesem kulinarischen Festival geht es nicht allein ums Essen, sondern vor allem um Begegnungen mit Gleichgesinnten, eine wundervolle Gelegenheit, die Salzburger und ihre Stadt – und natürlich ihre Küche – noch besser kennen zu lernen, wie wir finden. Genau das Richtige für Genießer wie uns. Lasst uns Salzburg kulinarisch entdecken.

 

Österreichische Essigsorten
Österreichische Essigsorten

Salzburg kulinarisch entdecken auf dieser Tour

Zwei Tage nehmen wir uns Zeit, für unsere Erkundung der kulinarischen Geheimtipps von Salzburg, wobei wir uns nicht nur auf die Veranstaltungen des Festivals beschränken. Mit unseren Tipps könnt Ihr Salzburg und seine kulinarischen Highlights das ganze Jahr über erleben. Als Erstes begeben wir uns auf eine lockere Entdeckungstour durch die Geschäfte, Cafés und Märkte der Altstadt und beginnen in der Linzerstraße, wo wir im Café Habakuk den Mozartkugeln – wieder einmal – nicht widerstehen können. Im Café Classic in Mozarts Geburtshaus am Makartplatz 8 genießen wir die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne bei einer Tasse Kaffee und einer Kardinalsschnitte, bevor wir die Venusbrüstchen bei Kölbl in der Theatergasse oder die wunderbaren Würzmischungen, Essigsorten und Öle aus Österreichs Genussregionen in der Getreidegasse kosten. Nach einem kurzen Bummel über den Lebensmittelmarkt, auf den schon Nannerl Mozart von ihrem Zimmer herunter blicken konnte, probieren wir “Bosna”, eine scharf gewürzte Bratwurst mit frischen Zwiebeln mit oder ohne Senf, die ein findiger Einwanderer aus Bosnien seinen Kunden in einer kleinen Seitengasse anbietet, und nach der die Salzburger Mittags Schlange stehen. Mir ist sie etwas zu scharf, und ein großer Freund von Zwiebeln bin ich auch nicht, aber essen sollte man sie einmal, um mitreden zu können.

 

Zwei-Haubenkoch Richard Brunnauer bei der Arbeit
Zwei-Haubenkoch Richard Brunnauer bei der Arbeit – Salzburg kulinarisch entdecken

Kochen wie ein Haubenkoch bei Brunnauer’s im Magazin

Eines der Highlights unseres Aufenthalts in Salzburg ist diesmal ein Kochkurs bei Richard Brunnauer, dem Haubenkoch bei Brunnauer’s, der diese Kurse das ganze Jahr über anbietet. Die Themen seiner Kochkurse variieren von saisonalen Themen über einen Männerkochkurs, der die Teilnehmer vom Desperate Houseman zum Küchengott führen soll, bis hin zu Erotic Food. Wir widmen uns der österreichischen Hausmannskost und lernen, wie ein Zwei-Haubenkoch Fleischkrapfen mit Häuptelsalat, Rindsroulade mit Kräuternockerl und Kaiserschmarrn mit Apfelkompott zubereitet. Richard Brunnauer führt uns dabei in seine Küchengeheimnisse ein, und als wir ihn fragen, was wir davon preisgeben dürfen, meint er: “Alles. Kochen ist kein Geheimnis, sondern es sollte jeder können.” Und Recht hat er! Denn das, was wir unter seiner Anleitung zaubern, ist zugleich einfach zum Nachkochen und schmeckt wunderbar.

Brunnauer’s
Fürstenallee 5
5020 Salzburg

Tel. +43 662 251010

 

Kaviar aus Österreich vom Fischhandel Grüll in Grödig bei Salzburg
Kaviar aus Österreich vom Fischhandel Grüll in Grödig – Salzburg kulinarisch entdecken

Räucherfisch, frische Austern und der teuerste Kaviar der Welt

Unser zweiter Tag in Salzburg beginnt mit einem Besuch bei Fischzüchter Walter Grüll, einem sympathischen und umtriebigen Fischhändler, der seine Passion für Störe zur Lebensaufgabe gemacht hat. Als Österreichs einziger Kaviar-Produzent züchtet er seit 1993 in Grödig bei Salzburg Störe und betreibt zusammen mit seinem Sohn und seiner Tochter einen Fischhandel, dessen zugehöriges Fischlokal sich schon am Vormittag mit Kunden füllt, die seine Produkte ganz offensichtlich genießen. Wir erfahren sehr schnell, warum, denn Walter Grüll lässt uns seine selbst geräucherten Thunfische, Butterfische, Lachse, Aale, die frisch geöffneten Austern und vor allem den frischen Kaviar kosten. Obwohl ich sonst gerne Fleisch esse, die Fische, Austern und der Kaviar aus der Fischhandlung Grüll beweisen mir, dass Meerestiere sehr abwechslungsreich schmecken. Walter Grüll lädt uns sogar dazu ein, eines der teuersten Lebensmittel der Welt zu probieren: weißen Kaviar. Dabei handelt es sich um Kaviar von Albinostören, von dem weltweit nur etwa 12 kg pro Jahr hergestellt werden. Walter Grüll ist einer der wenigen Züchter, die diese Kaviarsorte produzieren. Ein Gramm davon kostet je nach Qualität zwischen 25 und 30 Euro. Und wir können bestätigen: er schmeckt einfach köstlich, vor allem mit einem Glas Champagner. Das war das wohl exquisiteste Frühstück meines bisherigen Lebens.

Fischhandel Grüll
Neue Heimat Str. 13
5082 Grödig
Tel. +43 6246 75492

 

In der Fuchsmühle wird Mehl gemahlen wie zu Großvaters Zeiten
In der Fuchsmühle wird Mehl gemahlen wie zu Großvaters Zeiten

Mehl mahlen wie anno dazumal in der Fuchsmühle in Anthering bei Salzburg

Erstmals erwähnt wurde die Fuchsmühle in Anthering bei Salzburg bereits im Jahr 1638. Das heutige Mühlengebäude am Ufer des Achartinger Wildbachs stammt aus dem Jahr 1948. Mit Ausnahme des Daches, das ein Sturm vor einigen Jahren zerstört hatte, ist die Mühle noch in ihrem Originalzustand. Manfred und Katharina Luginger mahlen das Getreide, das ausschließlich aus Nieder- und Oberösterreich angeliefert wird, bis heute wie zu Zeiten ihrer Großeltern. Allein mit Luft und Sieben wird zunächst die Spreu vom Weizen getrennt und schließlich in 12 Mahl-Gängen zu den unterschiedlichen Mehlsorten, Grieß und Kleien verarbeitet. Wer den genauen Produktionsvorgang sehen will, kann sich die verschiedenen Arbeitsgänge vom Getreide zum Mehl in der Fuchsmühle in Anthering ansehen. Im dazugehörigen Laden, der mit den liebevoll handgemalten Bildern von Katharina Luginger dekoriert ist, stehen die verschiedenen Weizenmehle, Weizengrieß, Roggenmehl, Dinkel aus biologischem Anbau, Dinkelvollkornmehl, Dinkelmehl ausgemahlen sowie Dinkel- und Weizenkleie zum Verkauf.

Fuchsmühle Anthering
Manfred und Katharina Luginger
Schönberg 8
5102 Anthering
Tel. +43 6223 2424 oder 2422

 

Frisch gerösteter Kaffee bei 220Grad Röstkaffee in Salzburg
Frisch gerösteter Kaffee bei 220Grad Röstkaffee – Salzburg kulinarisch entdecken

“Die Reise zum Kaffee” (eat & meet Veranstaltung) im 220Grad Röstkaffee

Die einzige eat & meet Veranstaltung, die wir besuchen, ist die “Reise zum Kaffee”, die Ihr aber auch außerhalb des eat & meet Festivals auf eigene Faust unternehmen könnt: wir treffen uns mit den übrigen Teilnehmern im 220Grad Röstkaffee in der Chiemseegasse 5 in Salzburg, wo wir mit einer wundervoll duftenden Tasse äthiopischen Arabica Espressos empfangen werden, die uns gleich einstimmt auf ein genussvolles Erlebnis rund um den Kaffee. Familie Macheiner bringt uns per Taxi in ihre eigene Rösterei in Maxglan, wo sie uns einführt in den komplexen Weg, den die Kaffeebohne vom Strauch in die Tasse zurück legt. Wir lernen Arabica von Robusta Bohnen unterscheiden, erfahren, dass Kaffee ursprünglich aus dem Hochland von Äthiopien stammt und von dort ihren Siegeszug durch die Tropen angetreten hat. Wir erfahren, worauf man beim Anbau von Kaffee zu achten hat und dürfen selbst unseren Kaffee rösten, ein Prozess, bei dem es auf die Temperatur und die Dauer des Röstvorgangs zu achten gilt. Und nur, wenn alles perfekt gelingt, bekommt man einen Spitzenkaffee, wie er uns im 220Grad Röstkaffee serviert wurde. Auf eines werde ich beim Kaffeekauf in Zukunft auf jeden Fall achten: woher meine Kaffeebohnen kommen und dass es sich dabei um die Arabica Fully Washed handelt, die mir bei der Kaffee-Verkostung am besten geschmeckt hat.

220Grad Röstkaffee
Chiemseegasse 5
5020 Salzburg
Tel. +43 662 827881

 

Übernachten in den historischen Räumen des Boutiquehotels Hotel am Mirabellplatz
Übernachten in den historischen Räumen des Boutiquehotels Hotel am Mirabellplatz

Übernachten im Hotel am Mirabellplatz

Übernachtet haben wir bei diesem Aufenthalt im Hotel am Mirabellplatz, einem Hotel, das zu den Schlosshotels und Herrenhäusern Europas gehört. Von dort kann man die beschriebenen kulinarischen Ziele in der Altstadt gut zu Fuß erreichen. Für die Anfahrt nach Grödig und nach Anthering benötigt man jedoch ein Auto. Das Hotel befindet sich im ehemaligen Palais des Erzbischofs Paris Lodron, der aus dem Jahr 1653 stammt. Wir sind untergebracht in der ehemaligen Hauskapelle des Erzbischofs, deren Kreuzgewölbe sich über unserem bequemen Bett erhebt. Wir fühlen uns sehr wohl in diesem charmanten Boutiquehotel, dem es perfekt gelingt, Historie mit moderner Bequemlichkeit zu verbinden. Von hier aus lässt sich Salzburg kulinarisch entdecken.

Hotel am Mirabellplatz
Paris-Lodron-Straße 1
5020 Salzburg
Tel. +43 662 881688
Weitere Informationen, Verfügbarkeitsabfrage und bequeme Online-Buchung*
Hier findet Ihr weitere Hotels in Salzburg

 

 

So hat Elena Paschinger von Creativelena beschrieben, wie man Salzburg kulinarisch entdecken kann:

(M)Eine Gourmetreise nach Salzburg: Kulinarischer Stadtspaziergang als Amuse Gueule


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Reiseorganisation:

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Kulinarik und Nachtleben*
Ihr wollt die kulinarischen Geheimtipps oder das Nachtleben von Salzburg kennenlernen? Hier gibt’s die passenden Touren dazu.

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Transfers in und nach Salzburg*
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Unsere Reisetipps für Salzburg
Diese Reisetipps haben wir selbst getestet. Vielleicht ist etwas für Euch dabei?


Weitere Genuss Reise Tipps gibt’s hier.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos:  © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video:  © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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