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Mehl aus der Mühle am rauschenden Bach gibt’s in Anthering bei Salzburg

In der Fuchsmühle in Anthering bei Salzburg
In der Fuchsmühle in Anthering bei Salzburg © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Was im Titel etwas schwülstig klingt, stimmt bei der Getreidemühle in Anthering bei Salzburg tatsächlich: bis heute wird das Mahlwerk der Fuchsmühle – zumindest teilweise – vom Wasser des Wildbaches vor dem Haus angetrieben. Der Achartinger Bach liefert das Hintergrundgeräusch zu unserer Begrüßung durch Manfred Luginger, der die Mühle am Fuße des Haunsbergs in der Tradition seiner Großeltern weiter betreibt. Die zusätzlich benötigte Restenergie liefert das öffentliche Stromnetz. Damit gehört sie zu den ältesten Getreidemühlen ihrer Art in Europa.

 

So verschönert Katharina Luginger ihre Getreidemühle - hübsch, nicht wahr?
So verschönert Katharina Luginger ihre Getreidemühle – hübsch, nicht wahr? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Irgendwie sieht man ihr die lange Tradition an. Schon auf der Anfahrt versetzt uns der Weg durch lichte Laubwälder, deren Boden dicht mit Bärlauch bewachsen ist, zurück in einer andere Zeit. Als wir schließlich über den Wildbach fahren, steht die Mühle als trutziges Gebäude vor uns, das zu sagen scheint: “Hier steh’ ich, und hier bleib’ ich!” Fast ein wenig abweisend erhebt sie sich am Hang des Berges, wenn da nicht das hübsche handgemalte Bild von Manfred Lugingers Ehefrau Katharina wäre, das die graue Hauswand belebt und dem Ganzen ein freundliches Gesicht verleiht. Sie hat darauf mit einfachen Pinselstrichen die Getreideernte dargestellt und zeigt, wie das Korn gebündelt und mit dem Leiterwagen eingebracht wurde.

 

Die Fuchsmühle in Anthering
Die Fuchsmühle in Anthering © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Über dem Eingang prangt stolz der Name der “Fuchsmühle”, die bereits in alten Aufzeichnungen aus dem Jahr 1638 erwähnt wird. So, wie wir sie heute sehen, steht sie hier seit 1948, als ihr Mahlwerk erneuert wurde, und sie die kleinste und modernste Mühle im Land Salzburg mit Pneumatik war. Seit damals hat sich daran nichts mehr geändert: “Wenn wir Reparaturen benötigen, holen wir unseren Mechaniker, der das alles in Handarbeit erledigt,” erzählt uns Manfred Luginger. “Ersatzteile gibt’s dafür schon lange nicht mehr.”

 

Hier wird noch heute Mehl gemahlen
Hier wird noch heute Mehl gemahlen © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Dafür ist sie perfekt in Schuss. Das beweist uns Manfred Luginger, als er das Mahlwerk mit einem einzigen Knopfdruck in Gang setzt, und die Mühle auf allen Stockwerken zu arbeiten beginnt. Das Korn wird in einem komplexen System aus Luft und Schwerkraft 12 mal gemahlen und in Mehl, Grieß und Kleie getrennt. Vermahlen wird das Korn mit Walzenstühlen und schließlich in einem Sichter mit 24 Sieben in unterschiedlich feine Mehlsorten, Grieß und Kleie sortiert. “In modernen Mühlen ist das nicht anders”, meint Manfred Luginger. “Nur wird dort wesentlich mehr Getreide verarbeitet. Und das Ganze wird von Computern gesteuert, während wir hier noch selbst Hand anlegen.” Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Sieb verstopft ist, und er das gesamte Mahlwerk abschalten muss, um den Fehler zu finden. “Allein lassen kann ich die Mühle nicht, wenn wir Getreide mahlen”, meint er lapidar.

 

Liebevoll in Säcke verpackt wird das Mehl verkauft
Liebevoll in Säcke verpackt wird das Mehl verkauft © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Heute betreiben die Lugingers ihre Mühle mehr aus Liebhaberei, denn als Nebenbetrieb. Denn viel wirft sie nicht mehr ab. “Früher haben wir noch für Bäckereien in der Umgebung gemahlen, aber das ist schon lange vorbei.” Heute verkaufen sie ihr liebevoll verpacktes Mehl an private Abnehmer im hübsch eingerichteten Laden, in dem man auch gleich Marmeladen, Backbücher und andere Zutaten fürs Brotbacken dazu kaufen kann. Auch hier zeigt sich das künstlerische Geschick der Frau des Hauses, hat sie doch den Laden und die Mühle liebevoll mit selbst gemalten Bildern dekoriert. Ein Geschäft, in dem man sich gern aufhält!

 

"Ich bin gern für Euch da", meint Manfred Luginger
“Ich bin gern für Euch da”, meint Manfred Luginger © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Wenn Ihr einmal Lust habt, selbst zu sehen, wie früher Mehl gemahlen wurde, dann empfehlen wir Euch einen Besuch in der

Fuchsmühle Anthering
Manfred und Katharina Luginger
Schönberg 8
5102 Anthering
Tel. +43 (0) 6223 / 2424 oder 2422

Öffnungszeiten Verkaufsraum: Montag bis Freitag 9.00 bis 13.00 Uhr

 

 

Quelle: eigene Recherchen vor  Ort auf Einladung von Tourismus Salzburg

Wie Elena Paschinger von Creativelena unseren Besuch in der Fuchsmühle erlebt hat, findet Ihr hier:
(M)Eine Gourmetreise nach Salzburg: Beim letzten Ma(h)l ist Mahlen angesagt
Gudrun Krinzinger geht in ihrem Bericht auf die Abläufe beim Mehl Mahlen ein:
Die Fuchsmühle in Anthering


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Zuletzt aktualisiert am 24. August 2019 um 18:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos:  © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video:  © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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