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Lake Louise, Alberta, Kanada
Facts
Lage
Der Ort Lake Louise besteht aus einer Straßenkreuzung auf dem Weg zum See, der etwa 4 km
von der Abzweigung vom Transcanada Highway entfernt liegt. Einige Hotels bieten hier den
Reisenden Unterkunft, die nicht im Trubel von Banff übernachten wollen, sondern die Ruhe der
Natur suchen. Im kleinen Einkaufszentrum an der großen Straßenkreuzung im Ort befinden sich
mehrere einfache Restaurants, ein kleiner Supermarkt, ein Alkoholladen, eine Post und das
Besucherzentrum Lake Louise, dessen Besuch sich unbedingt lohnt. KlimaDas Klima der Rockies ist kontinental. Daher gibt es große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Niederschlagsmengen sind vergleichsweise niedrig, aber ganzjährig. Die Rockies haben ein kaltes, schneereiches Klima (manchmal auch im Sommer) mit keiner auffallenden Trockenperiode und kurzen, kühlen Sommern. Von Jahr zu Jahr können die Unterschiede erheblich sein. Erlebt man in einem Jahr einen warmen und trockenen Sommer, kann der nächste kühl und nass sein. Eine große Rolle spielt die rauhe Topographie der Rockies. Das tägliche Wetter variiert von Tal zu Tal und ändert sich schnell. Auch die Tageslänge variiert stark im Lauf der Jahreszeiten. Am Lake Louise scheint im Dezember und Januar die Sonne durchschnittlich nur acht Stunden am Tag. Dann ist der Sonnenstand der niedrigste des Jahres, und die Sonne erwärmt die Region kaum. Im Juni und Juli ist es genau anders herum: dann scheint die Sonne fast 16,5 Stunden und die Tage können recht warm werden. Trotzdem kann es auch im Sommer frostige oder zumindest sehr kühle Morgen geben. Wer in diesen Gebieten längere Wanderungen plant, sollte sich auf die extreme Wechselhaftigkeit
des Wetters vorbereiten und immer warme Kleidung und Regenschutz im Rucksack haben. SkigebieteWeltklasseskigebiete erwarten Sie in der Umgebung von Lake Louise. In direkter Umgebung finden
Sie die Abfahrten von Lake Louise, das Skigebiet im Sunshine Valley und die Skiregion von Banff. Geschichte1882 begann die Erschließung des Lake Louise. Damals schlugen Mitarbeiter des Vermessertrupps der Canadian Pacific Railway ihr Lager am Pipestone River auf. Tom Wilson und seine Begleiter vom Stamm der Stoney Indianer hörten in einer kalten regnerischen Nacht in diesem Sommer den Lärm niedergehender Lawinen in der Ferne. Einer der indianischen Begleiter der Gruppe, Edwin Hunter, erzählte Wilson, dass dies wahrscheinlich am "See der kleinen Fische" geschehen sei. Wilson beschloss daraufhin, am nächsten Morgen diesen See zu suchen. Er stieß auf ein hängendes Tal, dessen Schönheit ihn überwältigte. Den See taufte er "Emerald Lake" (Smaragdsee). Bald jedoch erhielt dieser einen neuen Namen zu Ehren der Frau des damaligen Generalgouverneurs von Kanada, Prinzessin Louise Caroline Alberta: "Lake Louise". Nach der Fertigstellung der Bahnlinie von Ostkanada nach Vancouver kamen die ersten Touristen. Die Gäste wurden anfangs mit Pferdetrecks in die abgelegeneren Täler der Rocky Mountains gebracht. Schweizer Bergführer wurden angeheuert, um den immer größeren Touristenmengen auch die unzugänglicheren Schönheiten der Berge zu zeigen. Noch heute gibt es viele Familien, die in dieser Zeit nach Kanada kamen und in den Rockies eine neue Heimat fanden. Inzwischen ist dieser Ort zu einer der berühmtesten und spektakulärsten Stellen der kanadischen
Rockies geworden, der jährlich Tausende von Touristen anlockt. Auch heute noch leuchtet der See in
dunklem Grün, und die Gletscherlawinen donnern noch immer vom Mt. Victoria ins Tal herunter.
An der Stelle, wo Wilson den See zum ersten Mal erblickte, steht jetzt das Chateau
Lake Louise, eines der Luxushotels der Canadian Pacific Railway, in dem Touristen das ganze
Jahr über absteigen können. AttraktionenDas Besucherzentrum liegt am Parkplatz vor dem Einkaufszentrum des Ortes Lake Lousie. Die ausgezeichnete Ausstellung erklärt die geologische Entstehung der Rocky Mountains. Sehr anschaulich wird gezeigt, wie sich die verschiedenen Sedimentschichten der Rocky Mountains im Laufe der Erdgeschichte aufgehäuft haben, wie im Westen der Rocky Mountains Vulkaninseln entstanden und sich durch die Plattenverschiebung schließlich die Rocky Mountains auffalteten. Hier erhalten Sie auch Informationen über den Zustand von Wanderwegen und Klettersteigen, darüber,
welche Wege gerade wegen Bärengefahr gesperrt sind und gutes Kartenmaterial über den Nationalpark. Vom Parkplatz im Ort folgt man der Straße über den Pipestone River und dann den Berg hinauf zum Lake Louise. Schon in den 1890er Jahren entwickelte sich Lake Louise zum Ausgangspunkt der Erforschung der Rocky Mountains. Abenteurer aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien kamen hierher, um die noch nicht bezwungenen Berge der Umgebung zu besteigen. Packpferdtrecks zogen unter der Leitung oft recht seltsamer Zeitgenossen in die kaum bekannten Täler bis zum Columbia Eisfeld. Erst 1920 wurde die Straße von Banff nach Lake Louise fertig gestellt. Bis dahin kamen die Touristen mit dem Zug. Sie mußten im Tal des Pipestone River an der Bahnstation Laggan aussteigen und wurden mit Pferdekutschen die vier Meilen bis zum Chateau Lake Louise transportiert. Von 1912 bis 1930 gab es eine eigens dafür gebaute Straßenbahn. Der Skibetrieb am Lake Louise begann in den 30er Jahren. Die erste Übernachtungsmöglichkeit am Lake Louise war eine einfache Blockhütte am Ufer des Sees, die 1890 dort aufgestellt wurde. Dort stiegen berühmte Reisende wie Mary Schaeffer und die Familie Vaux ab, die in der Entdeckungsgeschichte der Rocky Mountains eine große Rolle spielen sollten. Diese Blockhütte stand nur bis 1893, als sie abbrannte. Ein Jahr später wurde ein größeres zweistöckiges Chalet gebaut, in dem etwa 12 Gäste untergebracht werden konnten. Das Personal mußte in Hütten und Zelten in der Nähe schlafen. 1899 holte man den damals wohl berühmtesten kanadischen Architekten im Westen in die Region, Francis M. Rattenbury. Ihm erteilte man den Auftrag ein größeres Gebäude zu errichten. 1899 war das Hotel im Tudorstil fertig. 1912 wurde dieses erneut erweitert um einen Anbau, der 350 neue Zimmer bot. Schon 1916 konnten die fast tausend Hotelgäste, für die inzwischen Platz war, mit Strom versorgt werden, der aus einem Wasserkraftwerk stammte, das etwas unterhalb des Sees stand. 1924 brannte der von Rattenbury gebaute Teil des Hotels ab. Der neuere Betonanbau konnte gerettet werden.
1925 war der zerstörte Teil des Gebäudes fertiggestellt und blieb bis zu den jüngsten Renovierungsarbeiten
im Jahr 1986 unverändert. Vom Chateau Lake Louise aus blickt man direkt auf den See, an dessen gegenüberliegendem Ufer sich der Mt. Victoria mit 3464 m erhebt. Der Victoria Gletscher dominiert die Szenerie. Links des Sees liegt der Fairview Mountain, der eine Höhe von 2744 m hat, während ihn der Beehive, der Bienenstock, auf seiner linken Seite begrenzt. Das Hotel liegt auf einem natürlichen Damm, der den See anstaut. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen Fels- und Geröllberg, der am Ende des Victoria Gletschers angelagert wurde, nachdem dieser in einer früheren Eiszeit über längere Zeit bis zu dieser Stelle reichte. Gletschereis fließt beständig den Berg hinunter und transportiert unter sich Felsbrocken, Kies und Geröll mit. Dieses Material verteilt das Eis über die Landschaft. Endet der Gletscher über einen längeren Zeitraum an derselben Stelle, dann wächst dort dieses Material zu einem Geröllhaufen an, den man als Endmoräne bezeichnet. Zieht sich der Gletscher dann von dieser Stelle aus zurück, bleibt eine Fels- und Kieshalde zurück. Oft füllt sich das dahinter entstehende, vom Gletscher ausgeschabte Becken mit Schmelzwasser und bildet einen See. Dies passierte beim Lake Louise wahrscheinlich vor 8000 bis 10000 Jahren, als sich der Victoria Gletscher zum letzten Mal soweit vorschob. Auffallend ist die dunkle grünblaue Farbe des Sees. Auch diese hängt mit dem Gletscher zusammen.
Eismassen schürfen den Gesteinsuntergrund zu teils sehr feinem Mehl ab. Dieses Material verteilt sich
im See, wo es die grünen Farben des Farbspektrums reflektiert. Interessieren Sie folgende Ausflugsmöglichkeiten?
City Guide Banff Oder suchen Sie bei den folgenden Webseiten nach mehr Information: http://www.travelworldonline.de/guidelakelouise.html
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