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Provenzalische Küche genießen

Lavendel - Provenzalische Küche
In eine provenzalische Küche gehört Lavendel, eine Zutat zu provenzalischen Rezepten

Genieße provenzalische Küche und Lifestyle

Die provenzalische Küche bietet viele Gerichte, die wir auch zu Hause kochen. Provenzalische Rezepte dafür sammeln wir. Die Zutaten aus der Provence sind gesund, frisch und sehr schmackhaft. Tomaten, Paprika, Zucchini, Auberginen und viel Knoblauch und Olivenöl gehören dazu. Ebenso wie Lamm, Rindfleisch oder Fisch direkt vom Bauern oder Fischer. Daneben gibt es regionale Zutaten wie das Perlhuhn. Das Tüpfelchen auf dem i liefern die Kräuter aus der Provence. Am liebsten frisch aus dem Garten. Dann schmecken sie am intensivsten. Aus diesem Grund bauen wir Küchenkräuter aus der Provence im eigenen Garten an. So schmecken unsere provenzalischen Gerichte ebenso wie in Südfrankreich. Dort würzt man seine Speisen etwas schärfer als in anderen Regionen des Landes.

 

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Am besten schmecken diese provenzalischen Rezepte in einem Bistro am Mittelmeer oder einem Dorfcafé im Süden Frankreichs. Wir lieben es, beim Erforschen französischer Küche solche Cafés und Restaurants zu besuchen. Besonders schön ist es, wenn sie von einer Wirtin betrieben werden, die etwas über die Region erzählt. Ihren Geschichten und Tipps bei einer Bouillabaisse oder einer Ratatouille zu lauschen – das ist Genuss pur. Diese beiden Gemüsegerichte sind – zusammen mit Aioli – wahrscheinlich die bekanntesten provenzalischen Gerichte. Es gibt jedoch noch mehr zu entdecken. Wir wollen Dir hier Speisen aus der Provence vorstellen, die weniger bekannt sind.

 

Pan Bagnat - Provenzalische Küche
Pan Bagnat – sehr beliebt in der provenzalischen Küche © Arnaud 25Own work, CC BY-SA 4.0, Link

Pan Bagnat – Provenzalische Küche inspiriert aus Nizza

Kennst Du Pan Pagnat? Damit kannst Du provenzalische Küche ganz einfach nachkochen. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Sandwich Spezialität aus Nizza. Im 19. Jahrhundert war es ein Arme-Leute-Essen. Feldarbeiter nahmen altes Brot mit aufs Feld. Dazu Essenreste. Und Tomaten und Olivenöl. Damit tunkten sie das Brot ein. So weichte dieses im Laufe der Zeit auf und entwickelte seinen Geschmack. Das „gebadete Brot“ – so heißt das Pan Bagnat übersetzt – füllten sie mit dem, was sie sonst noch dabei hatten. Daher eignet sich Pan Bagnat auch heute gut für ein Picknick.

Dieses Brot isst man in der Provence sehr gerne. Kennen gelernt habe ich dieses Gericht aus der provenzalischen Küche allerdings nicht auf einer unserer Reisen, sondern in einem Provence Krimi von Sophie Bonnet. In ihrem Roman Provenzalische Intrige * freut sich ihr Ermittler Pierre Durant so über das Pan Bagnat, das ihm seine Freundin zubereitet, dass es mich neugierig machte. Ich ging auf die Suche. Et voilá! Dieses belegte Brötchen ist weit mehr als das. Es regt alle Geschmackszellen an, die wir im Mund haben. Tomaten, Kräuter, Oliven, Eier, Fisch und mehr vereinen sich darin zu einem wahren Geschmacksfeuerwerk. Ich muss Pierre Durant zustimmen. Dieses Brot ist eine Reise wert. Und wenn es ein kulinarischer Ausflug in der eigenen Küche ist mit Zutaten wie in der Provence. Mit diesem Rezept kannst Du Dir das Brot selbst zubereiten.

Zutaten

  • Ciabatta oder anderes hartes Weißbrot
  • Fleischtomaten
  • Radieschen
  • Ackerbohnen
  • Paprika
  • Zwiebel
  • ein hartes Ei
  • Thunfisch aus der Dose oder Sardellen
  • Olivenöl
  • Knoblauchzehe
  • Schwarze Oliven
  • Grüner Salat
  • Frisches Basilikum

Zubereitung

Das Brot in zwei Hälften schneiden. Die obere Brothälfte etwas aushöhlen.

Die Knoblauchzehe aufschneiden und die untere Brothälfte damit einreiben.

Eine der Tomaten halbieren und auf den Brothälften verteilen. Darüber sprenkelst Du etwas Olivenöl.

Zwiebel, Radieschen und das Ei in Scheiben schneiden. Die übrigen Tomaten halbieren und die Hälften in Scheiben schneiden.

Lege zuerst ein paar Tomatenscheiben auf die untere Brothälfte. Dann gibst Du Salatblätter, Radieschen, Zwiebelringe und Eierscheiben darauf.

Darauf folgen die Bohnen und ein paar Thunfischstücke oder Sardellen. Zum Schluss fügst Du ein paar Oliven und Basilikumblätter dazu.

Bevor Du die obere Brothälfte daraur legst, würzt Du das Ganze mit Salz und Pfeffer und beträufelst es mit ein paar Tropfen Olivenöl.

Anschließend wickelst Du das Pan Bagnat in Papier oder Frischhaltefolie. Fertig ist das Brot für ein köstliches Picknick.

 

Pissaladière
Pissaladière – Provenzalische Küche – © Cdg83Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Pissaladière – Provenzalische Küche aus Südfrankreich

Auch das zweite Rezept aus der provenzalischen Küche kenne ich aus dem Krimi Provenzalische Intrige. Diese isst Ermittler Pierre Durant in einem Restaurant am Hafen von Marseille, während er auf seinen nächsten Termin wartet. Als jemand, der gerne genießt, denkt er dabei auch über die Pissaladière nach. Wie das Pan Bagnat stammt die provenzalische Zwiebelpizza ursprünglich aus Nizza. Ähnlich wie das Brot ist auch dieses Gericht ein Rezept aus der Küche der einfachen Leute. Den Zwiebelkuchen isst man zum Aperitif oder – wie Pierre Durant – als kleine Zwischenmahlzeit.

Pissaladière ist mit wenigen Zutaten zubereitet. Die südfranzösische Pizzavariante mit Zwiebeln, Anchovis und Oliven schmeckt köstlich. Ein Gericht aus der provenzalischen Küche, wie wir es mögen. Es muss schmackhaft sein, einfach zu kochen und am besten noch aus internationaler Küche stammen. Pissaladière erfüllt alle drei Bedingungen. Daher bereiten wir sie gerne auch zu Hause zu.

Zutaten

  • 400 Gramm Mehl
  • einen Teelöffel Salz
  • 130 Milliliter Olivenöl
  • 200 Milliliter lauwarmes Wasser
  • ein Pfund Zwiebeln
  • eine Knoblauchzehe
  • fünf Zweige Thymian
  • ein Pfund Cocktailtomaten
  • Sardellen in Öl
  • 125 Gramm schwarze Oliven ohne Stein

Zubereitung

Verknete Mehl, Salz, Olivenöl und Wasser zu einem Teig und lasse ihn anschließend eine Stunde ruhen.

Halbiere die Zwiebeln und schneide sie in feine Scheiben. Schäle den Knoblauch und hacke ihn fein. Dünste Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl, bis sie sehr weich sind. Danach mischst Du die Thymianblätter darunter.

Wasche die Cocktailtomaten und halbiere sie anschließend.

Dann rollst Du den Teig aus und breitest ihn auf einem mit Olivenöl bestrichenem Backblech aus. Darauf gibst Du die Zwiebel-Knoblauch-Mischung und die Cocktailtomaten.

Backe die Pissaladière bei 220 Grad auf der mittleren Schiene für dreißig Minuten im Backofen. Verteile zehn Minuten vor dem Ende der Backzeit die Sardellenfilets und Oliven darauf.

Es gibt Leute, die machen Pissaladière lieber ohne Tomaten. Das ist Geschmacksache.

 

Kandierte Früchte
Kandierte Früchte nach provenzalischen Rezepten – die solltest Du in der provenzalischen Küche unbedingt probieren.

 

Kandierte Früchte aus der provenzalischen Küche

Auf dem Markt in Avignon ist uns schließlich noch eine weitere Spezialität aus der provenzalischen Küche begegnet. Kandierte Früchte. Damit meine ich nicht das, was man bei uns in den Supermärkten zur Weihnachtszeit bekommt wie Zitronat und Orangeat. Im Vergleich zu der Vielfalt an kandiertem Obst und Gemüse, das wir in der Provence entdeckt haben, ist das Schund. Dort glänzten Zitronen, Orangen, Äpfel, Kirschen, Erdbeeren um die Wette in ihren Vitrinen. Sogar exotische Früchte wie Mango, Sternfrucht, Papaya, Banane, Granatapfel, Kaki und Passionsfrucht kandieren die Provenzalen mit Vorliebe. Aber auch Rosenblätter, Lavendelblüten oder Veilchen kandiert man dort.

 

Hast Du Lust bekommen, provenzalisch zu kochen?

Dann empfehlen wir Dir diese Kochbücher:

 

Der Ort Apt im Département Vaucluse hat sich auf das Kandieren von Früchten spezialisiert. In der Provence geschieht das bis heute per Hand. Und das schmeckt man. Kandierte Früchte aus der Provence schmecken anders als industriell kandiertes Obst. Es gibt viele Rezepte in der provenzalischen Küche für Desserts, in denen kandierte Früchte verwendet werden. Der Herstellungsprozess ist zwar einfach, aber zeitaufwändig. Daher sind kandierte Früchte aus der Provence kein preiswertes Vergnügen. Trotzdem lohnen sie den Preis.

 

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  • Barbara Weibel berichtet, dass Dijon’s Kulinarik nicht nur wegen des Senfs eine Reise wert ist.

 

Provenzalische Küche
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Quelle für Provenzalische Küche : eigene Recherchen

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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