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Die Cabots und ihre Entdeckungsfahrten - Geschichte Neufundlands zu Favoriten hinzufügen
Über Giovanni Caboto ist wenig bekannt. Er erhielt 1476 den Bürgerstatus Venedigs und wurde um 1495 vom englischen König Heinrich VII. für eine Entdeckungsreise nach Westen angeheuert mit dem Auftrag, einen Weg nach Asien zu suchen. Von den Engländern wurde er John Cabot genannt, einem Namen, mit dem er weltberühmt wurde.
Im Mai 1497 brach er von Bristol auf und sichtete am 24. Juni zum ersten Mal Land, das er kurz betrat, um im Namen Heinrichs VII. Besitz davon zu ergreifen. Dreißig Tage lange folgte er dem Küstenverlauf, ohne eine Menschenseele zu sehen und kehrte Anfang August zurück nach England, wo er stolz davon berichtete, Asien entdeckt zu haben.
Tatsächlich war er der erste Europäer nach Columbus, der seinen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt hatte. Wo das geschah, ist bis heute unklar, da weder sein Logbuch noch ein Augenzeugenbericht von seiner Fahrt erhalten geblieben sind. Die Historiker sind sich einig, dass es an einer Stelle zwischen Labrador und Cape Breton gewesen sein muß, vielleicht sogar auf Prince Edward Island. Am wahrscheinlichsten war es die Ostküste Neufundlands.
1498 brach John Cabot zu einer weiteren Entdeckungsfahrt auf, von der er nicht mehr zurückkehrte.
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John's Sohn, Sebastian, trat in die Fußstapfen seines Vaters. Im Jahr 1509 unternahm er den ersten Versuch, den Globus auf dem Nordweg zu umrunden. Er scheint bis zur Einfahrt zur Hudson Bay gelangt sein, bevor seine Besatzung sich weigerte weiter zu fahren. Er hielt die Bucht für eine Passage nach Cathay im nördlichen China.
Nach seiner Rückkehr trat er 1512 in den Dienst der spanischen Marine ein, in der er bis 1547 diente. Im
Alter von 63 Jahren zog er sich nach England zurück, wo er 1557 starb.
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Die Segelschiffe, mit denen die Cabots ihre Reisen unternahmen, waren Dreimaster mit rechteckigen Segeln und mindestens einem Lateinersegel in Form eines Dreiecks, das die Schiffe beweglicher machte.
Die Bugplanken waren geglättet. Die Schiffe waren breit, um gegen die starken Stürme des Nordatlantiks gewappnet zu sein. Groß waren sie
nicht gebaut, um in den unbekannten Küstengewässern leicht manövrierbar zu bleiben. John Cabot's Matthew konnte nur 50 Tonnen Ladung transportieren und hatte eine Besatzung von weniger als 20 Mann.
Das Leben an Bord dieser Schiffe war unangenehm. Die Unterkünfte der Besatzung waren eng, schmutzig und kalt. Feuer wurde nur bei ruhigem Wetter entfacht, und Waschmöglichkeiten gab es keine. Die Nahrung auf See war äußerst eintönig und bestand vor allem aus Trockenzwieback, Bier (das länger trinkbar blieb als Wasser), Salzfleisch, getrockneten Erbsen, Salzfisch, Butter, Käse, Reis, Hafer, Rosinen und Nüssen. Skorbut war eine ständige Geißel der Seefahrer.
Navigation war schwierig in diesen Zeiten. Neben dem Kompass, mit dem sich die Nordrichtung
bestimmen ließ, kannten die Seefahrer jener Tage das Astrolab, den Quadranten oder den Kreuzstab,
mit dem sie den Winkel zwischen dem Nordstern oder der Sonne und dem Horizont bestimmen und
den Breitengrad des Schiffs berechnen konnten. Längengrade mußten erraten werden. Geschwindigkeit
maß man, indem ein Seil ins Wasser geworfen wurde, an dem in regelmäßigen Abständen
Knoten angebracht worden waren. Küstenkarten gab es nicht. Nur wenn ständig jemand Ausschau hielt,
konnten Sandbänke oder Riffe umschifft werden. Ein beschwertes Seil wurde ins Wasser geworfen, um die
Wassertiefe festzustellen.
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John Cabot
Memorial University of Newfoundland, Newfoundland and Labrador Heritage
John and Sebastian Cabot
The Mariner's Museum, Newport News, Virginia
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http://www.travelworldonline.de/cabot.html