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Die Blue Ridge Mountains und der Skyline Drive

Im Shenandoah National Park Copyright Udo Weisner
Im Shenandoah National Park Copyright Udo Weisner

 

Knapp zwei Autostunden westlich der US Hauptstadt Washington DC trifft man auf die Blue Ridge Mountains, die östlichen Ausläufer der Appalachian Mountains, die zu den schönsten Gebieten der gesamten USA gehören, und an denen die ganz großen Touristenströme bisher vorbei gezogen sind.

 

 

Die Blue Ridge Mountains liegen im US Bundesstaat Virginia und sind Bestandteil des Shenandoah National Park. Es handelt sich dabei um einen dicht bewaldeten, mit Felsen durchsetzten, bis zu 1200m hohen, sanften Bergrücken. Am schönsten soll es hier im Herbst sein, wenn sich das Laub der Bäume bunt färbt.
Wir haben die Blue Ridge Mountains im Sommer besucht und waren begeistert.

Nach einigen Tagen in der wirklich sehenswerten Hauptstadt der USA machten wir uns mit einem Mietwagen auf den Weg Richtung Luray, VA. Von dort aus wollten wir auf dem Skyline Drive, einer etwa 170km langen, dem Bergrücken folgenden Panoramastraße (National Scenic Byway), die Blue Ridge Mountains und den Shenandoah Nationalpark erkunden. Da wir die Landschaft genießen, an mehreren der über 60 eingerichteten Aussichtspunkten pausieren und zwei kleinere Wanderungen unternehmen wollten, hatten wir zwei volle Tage eingeplant.

 

 

Obwohl wir uns bei der Anreise Zeit gelassen und noch einen Abstecher zu den Bürgerkriegs-Gedenkstätten bei Fredericksburg gemacht hatten, kamen wir bereits am Nachmittag in Luray an und hatten noch Zeit die Luray Caverns, eines der größten Höhlensysteme im Osten der USA, zu besichtigen.

Am nächsten Morgen fuhren wir über das Thornton Gap auf den Skyline Drive, eine Straße zum Cruisen, Schauen und Genießen, maximal 35 mph sind hier erlaubt, auf manchen Abschnitten sogar noch deutlich weniger.  Slow Motion war hier angesagt. Und das ist gut so, musste man doch ständig auf anhaltende Autos, Fahrradfahrer oder die Straße überquerende Tiere gefasst sein.  Immer wieder sahen wir am Straßenrand  Hirschkühe und deren Jungtiere. Die Begegnung mit einem Schwarzbär blieb uns leider versagt.
Entlang der Panorama Route reihen sich verschiedene Visitor Center, die über den Nationalpark und seine Fauna und Flora informieren, Restaurants und Picnic Areas.  Die zahlreichen Aussichtspunkte bieten traumhafte Blicke auf die bewaldeten Hügel und das Shenandoah Tal. So verging der Tag wie im Flug und wir mussten unsere Wanderung auf den 2. Tag verschieben.

 

 

Wieder über das Thornton Gap fuhren wir am nächsten Tag auf den Skyline Drive, diesmal jedoch in südwestlicher Richtung. Parallel zur Straße zieht sich über die gesamte Bergkette ein guter Teil des 3450km langen Appalachian Trails, der zu den beliebtesten Weitwanderwegen der USA gehört. Wandern auf dem Appalachian hat etwas Besonderes, man ersetzt seinen Namen durch einen Trailnamen und erlebt während der Wanderung eine Veränderung seiner Persönlichkeit, sagen die, die den gesamten Weg bewältigt haben.
Wir wollten zumindest einmal auf einem kurzen Abschnitt des Weges in diesen Mythos hinein schnuppern, haben das Auto geparkt und sind ein paar Kilometer auf dem Trail gewandert. Unterwegs haben wir ein Pärchen Thru-Hiker, so nennen sich die Wanderer auf dem Appalachian Trail, getroffen, zusammen gevespert und palavert. Danach war uns klar: Irgendwann kommen wir wieder und versuchen uns auch am Appalachian Trail.

Am Nachmittag bestiegen wir noch den „Little Stony Man“, den höchsten Punkt am Skyline Drive und unternahmen noch eine kleine Wanderung zu den Wasserfällen im White Oak Canyon, bevor wir den Skyline Drive in Richtung Blue Ridge Parkway verließen.

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Der Artikel stammt von Gastautor Udo Weisner. Herzlichen Dank dafür.

Der Jo Igele Reiseblog ist das persönliche Reisetagebuch von Sonja und Udo Weisner. Geschrieben von Best Agern, nicht nur für Best Ager. Udo Weisner ist seit Jahren zusammen mit seiner Frau Sonja weltweit unterwegs und kennt und liebt die verschiedensten Facetten des Reisens von pauschal bis individual und von teuer bis Abenteuer.Auf dem Jo Igele Reiseblog nimmt er seine Leser mit auf seine kleinen Fluchten und lässt sie träumen. Er möchte ein wenig von seiner Neugier, seinem Fernweh, seiner Reiselust und seiner Lebensfreude weitergeben und zeigen wie schön Reisen sein kann. Daneben gibt es aber auch handfeste Reisetipps, Infos und Empfehlungen rund um das Thema Reisen. Seine Heimat, sein Zuhause, sein Wohnsitz oder neudeutsch sein Home oder seine Homebase, das ist Friedrichshafen am Bodensee. Von dort aus plant und startet er seine Reisen und dorthin kommt er auch immer wieder gerne zurück,
um von neuen Erlebnissen in der Ferne zu träumen.

Text: © Copyright Udo Weisner, jo-igele.de
Fotos: © Copyright Udo Weisner, jo-igele.de

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