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Portugal und die Entdeckung der Neuen Welt

Vorgeschichte
    Heinrich der Seefahrer
    Erste große Entdeckungen
Portugals Beteiligung an der Entdeckung Neufundlands
Joao Fernandes
Gaspar Corte-Real
Neufundlandfischerei
Brasilien
    Entdeckung
    Geringes Interesse an der Erforschung des Landes
    Konkurrenz und erste Erschließung
    "Bandeirantes": Abenteurer, Jäger und Sklavenhändler
Ferdinand Magellan
    Portugals verlorener Sohn
    In spanischen Diensten
Zusammenfassung
    Die Rivalität zwischen europäischen Seemächten
    Sklavenhandel - Legat der Entdeckung Brasiliens
Weiterführende Informationen
    Links
    Literatur

Vorgeschichte

Heinrich der Seefahrer

Portugals Zeitalter der Entdeckungen begann 1415 mit der Einnahme der marokkanischen Stadt Ceuta. Der Friedensschluss zwischen Kastilien und Portugal im Jahr 1411 hatte es für die portugiesischen Prinzen unmöglich gemacht, Ehre im Kampf mit dem Nachbarn zu erlangen. Ritterspiele reichten nicht aus, um Kampfesehre zu gewinnen, daher suchten sich die jungen Prinzen ein anderes Ziel. Ceuta war zu dieser Zeit ein Seeräubernest, in dem viele christliche Gefangene ihren Leidensweg als Sklaven begannen. So organisierte Heinrich, der vierte Sohn König Johanns I. von Portugal 1415 eine Invasionsflotte portugiesischer Schiffe, die Ceuta ohne große Probleme erobern konnte.

Heinrich hatte genug vom Streben nach Ehre im Kampf und interessierte sich zunehmend für die Frage, was sich jenseits der Sahara befand. Die Einnahme Ceutas hatte den Portugiesen Kartenmaterial der großen Kartographenschule von Mallora beschert, in der Juden ihr Wissen festhielten, das sie auf ihren Wegen durch den muslimischen Norden Afrikas erworben hatten, wo sie sich viel freier bewegen konnten. Ihre Karten entsprachen der Wahrheit eher als die Karten der Christen, die nur auf Gerüchten und Legenden basierten.

Heinrich schickte Expeditionen entlang der Westküste Afrikas aus, in dem Versuch die Handelswege der Muslime zu umgehen. Diese Seefahrer bewegten sich langsam und vorsichtig nach Süden aus Angst vor imaginären Gefahren, die von muslimischen Händlern verbreitet worden waren, um eben diese Konkurrenz aus Europa abzuschrecken. Man befürchtete, die Gewässer um den Äquator würden kochen, die Haut der Seeleute verfärbe sich schwarz, und Seemonster verschlängen die Schiffe. Unter Heinrich wurden Navigation, astronomische Forschungen und Kartographie gefördert.
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Erste große Entdeckungen

Damit begann sich Europa für die Entdeckung neuer Welten zu interessieren. Schon bald brachten Goldfunde und der frühe Sklavenhandel erste Reichtümer nach Portugal. 1492 entdeckt Christoph Kolumbus am 12. Oktober die Insel Guanahani vor der Küste Amerikas. 1494 teilt Papst Alexander VI. (Rodrigo Borgia) im Vertrag von Tordesillas die Welt in zwei Hälften auf. Portugal wird alles Land östlich einer Demarkationslinie zugesprochen, die 370 Leguas westlich der Kapverdischen Inseln liegt, während Spanien die Entdeckung der Gebiete westlich davon zugeteilt wird. Von der Existenz des amerikanischen Kontinents und seiner Umrisse hatte man damals noch keine Ahnung, daher wußte niemand, dass durch den Vertrag von Tordesillas der östliche Teil des brasilianischen Festlandes dem portugiesischen Hoheitsgebiet zugefallen war. 1498 begann die Blütezeit der portugiesischen Entdeckungen, als Vasco da Gama den Seeweg nach Indien fand. Bald kontrollierte Portugal den ganzen Indischen Ozean und damit den Gewürzhandel. Das portugiesische Engagement in der Neuen Welt begann eher zufällig.
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Portugals Beteiligung an der Entdeckung Neufundlands

Joao Fernandes

1499 erteilte Manuel I. Joao Fernandes, einem kleinen Gutsbesitzer von den Azoren, einen Freibrief, der ihm die Gouverneurswürde für alle Inseln, die er entdecken sollte, garantierte. Er kam wahrscheinlich nach Grönland, das bereits im 10. Jahrhundert von den Wikingern besiedelt worden war, von denen jedoch keine Spuren mehr übrig waren.

Der Name, den die Portugiesen dieser Insel gaben, - "Tiera del Lavrador" - , wurde später auf den Nordostteil Kanadas übertragen, der bis heute Labrador heisst. Fernandes kam später nach Bristol, wo er einen weiteren Freibrief von Heinrich VII. erhielt, und danach verliert sich seine Spur. Dies zeigt, wie weit Portugiesen auf der Suche nach Reichtum und einem schnellen Weg nach Indien auch in den Norden vorstießen. Erst als die Umschiffung des Kaps der Guten Hoffnung bekannt wurde, konzentrierten sich ihre Bestrebungen auf den Südweg.
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Gaspar Corte-Real

Von den Abenteuern des Gaspar Corte-Real wissen wir durch einen Bericht des italienischen Kartographen Alberto Cantino, der in Lissabon dabei war, als dieser mit zwei Schiffen von einer seiner Reisen zurückkam. Er berichtet davon, dass die Schiffe durch Treibeis an einer Weiterfahrt gehindert worden waren, und dass man an Bord Eis schmolz, um Trinkwasser zu bekommen. In diesem Bericht wird der Reichtum von Neufundlands Natur an Wild und Wald erwähnt. Und er erzählt, dass Corte-Real fünfzig Indianer aus Nordkanada mit an den portugiesischen Hof brachte, bei denen es sich wahrscheinlich um Beothukindianer handelte.

Seine nächste Reise überlebte Gaspar Corte-Real nicht. Von den drei Schiffen seiner Flotte ging das Flaggschiff, auf dem er Kommandant war, unter. Auch sein Bruder Miguel war 1502 nach Neufundland aufgebrochen und kam von dort nicht mehr zurück. Auf diese Reisen sollte Portugal in der von Cantino angefertigten Weltkarte seinen Anspruch auf Neufundland zurückführen. Diese Reisen sind ein Beispiel dafür, dass alle Entdeckernationen der Zeit versuchten, bei der Verteilung der Welt vorne dabei zu sein. Erst als die Portugiesen merkten, dass die Hälfte, der Welt, die ihnen im Vertrag von Tordesillas zugefallen war, äußerst profitabel war, konzentrierten sie ihre Kräfte auf diese Gebiete.
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Neufundlandfischerei

Die ersten portugiesischen Entdeckungsfahrten in den Norden Amerikas hatten das Ziel gehabt, eine Passage durch die unbekannte Landmasse im Norden zu den Reichtümern Südostasiens zu finden. Da dies mißlang, ließ das Interesse der Portugiesen an diesen Regionen nach, vor allem als sich herausstellte, dass die anderen Weltregionen, die ihnen im Vertrag von Tordesillas zugesprochen worden waren, viel profitabler waren.

Allein die portugiesische Fischereiflotte besuchte regelmäßig die reichen Kabeljaubänke vor Neufundland. Aber sie mußte sich damit abfinden, dass sie in den englischen und französischen Fischern eine starke Konkurrenz hatte.
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Brasilien

Entdeckung

Brasilien ist nicht, wie in vielen Büchern beschrieben, von dem Portugiesen Pedro Cabral entdeckt worden. Wahrscheinlich war es Amerigo Vespucci, der im Juli 1499 als erster Europäer die brasilianische Küste berührt hat. Der nächste war der Spanier Vicente Yaez Pinzon, der Kapitän der "Nina", eines der Schiffe, die Kolumbus auf seiner ersten Reise begleitet hatten, der 1499 an der Ostküste Südamerikas vorbeisegelte und dabei auch brasilianische Küstengewässer durchquerte.

Pedro Alvares Cabral, der meist als Entdecker Brasiliens genannt wird, kam damit zu einer eher zweifelhaften Ehre, denn seine Fahrt hatte ein ganz anderes Ziel. König Manuel I. von Portugal schickte nach der Rückkehr Vasco da Gamas aus Indien im Jahr 1500 eine weitere Expedition dorthin, und Cabral wurde deren Kommandeur. Er sollte die Kanarischen und Kapverdischen Inseln passieren, den Golf von Guinea im Westen umfahren und dann Richtung Kap der Guten Hoffnung segeln. Gelandet ist er jedoch zunächst an der brasilianischen Küste. Vielleicht haben ihn die vorherrschenden Winde von seiner Route abgetrieben.

Pedro Álvares Cabral, Entdecker Brasiliens

Dort nahmen die Portugiesen freundschaftliche Beziehungen mit den Tupinamba-Indianern auf, mit denen sie Waren tauschten und Feste feierten. Enttäuscht waren sie allerdings über den Mangel an Gold und anderen Schätzen. Aber man glaubte an eine mögliche Missionierung der unverdorbenen Eingeborenen. Diese Berichte über Brasilien überbrachte Cabral seinem König nach einer abenteuerlichen Fahrt an die Malabarküste.
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Geringes Interesse an der Erforschung des Landes

Manuel I. hatte nur wenig Interesse an einem Land, das keine Reichtümer versprach, wie das die Gewürzinseln taten. Brasilien bot sich höchstens für den Bau einer Etappenstation auf dem Weg nach Indien an. Daher sandte er im Mai 1501 drei weitere Schiffe unter Gonçalo Coelho aus, der von Amerigo Vespucci begleitet wurde. Dieser war damals noch davon überzeugt, der Ostküste Asiens zu folgen - erst später gab er dem neuen Kontinent seinen Namen. Was die beiden von ihrer mehr als tausend Meilen langen Küstenfahrt entlang Brasiliens Küste mit nach Hause brachten - Papageien, Affen und etwas Farbholz - trug nicht dazu bei, den Wunsch auf einer schnelle Erschließung des Landes voranzutreiben. Allerdings entstanden Anfang des 16. Jahrhunderts Stützpunkte entlang der Küste - Pernambuco (Recife), Bahia (Salvador) und Cabo Frio wurden gegründet, über die ein bescheidener Handel mit Holz betrieben wurde. An eine Ausbreitung ins Landesinnere dachte jedoch noch niemand.
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Konkurrenz und erste Erschließung

Französische Seefahrer kreuzten entlang der brasilianischen Küste und eine holländische Flotte eroberte 1624 Bahia und gründete bei Pernambuco eine Kolonie mit Namen "Neu Holland", die bis zum Jahr 1654 bestand. Das und das Studium der tropischen Natur weckten schließlich das Interesse der Portugiesen an einer Erschließung des Landesinneren. 1530 schickte König Johann III. über vierhundert Soldaten und Siedler unter dem Kommando von Martim Afonso de Sousa nach Brasilien. Hoffnungen auf Gold- und Silberfunde zerschlugen sich schnell und so wurde nahe des heutigen Sao Paulo die Ackerbausiedlung Piratininga gegründet.

1534 führte die portugiesische Krone das System der "Capitanias" ein, lehensrechtliche Landschenkungen, die ein Interesse an der Besiedlung wecken sollten. Adlige erhielten Besitztitel wie "Capitan" oder "Donatario" und mussten dafür Ländereien verwalten und entwickeln, die vor allem der Zuckerproduktion auf großen Plantagen dienten. Zucker blieb bis ins 18. Jahrhundert Hauptprodukt Brasiliens. Dabei wandten die Portugiesen alle Mittel an, die dem Zweck der Zuckerproduktion dienlich waren: - Bekehrung, Zusammenarbeit, Drohungen und Gewalt.

1549 wurde eine königliche Regierung in Brasilien eingerichtet. Dabei schickte man sechs Jesuiten mit, deren Hauptziel die Bekehrung der Eingeborenen war. Dies stellte sich jedoch als schwierig heraus, und sie begannen die halbnomadischen Indianer in Missionsdörfern, sogenannten "aldeias" anzusiedeln, die im Laufe der Zeit zu einer Art Vorposten der Zivilisation im Sertao wurden.
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"Bandeirantes": Abenteurer, Jäger und Sklavenhändler

Den wichtigsten Beitrag zur Erschließung des brasilianischen Hinterlandes leisteten die sogenannten "Bandeirantes", Abenteurer, Jäger und auch Sklavenhändler, die ins Binnenland zogen auf der Suche nach Edelmetallen und fruchtbarem Land. Der Großteil dieser Gruppen bestand aus Indianern und manchmal auch schwarzen Sklaven, die als Pfadfinder, Träger oder Dolmetscher eingesetzt wurden. Geführt wurden sie von jungen Portugiesen und Mestizen, den "mamelucos". Oft blieben sie jahrelang im Hinterland und brachten bei ihrer Rückkehr indianische Gefangene mit, die sie an Zuckerplantagen als Sklaven verkauften. Das brachte ihnen die Gegnerschaft der Jesuiten ein, denen die Sicherheit der Eingeborenen wichtig war. Oft waren ihre "aldeias" Ziel von Überfällen der Abenteurer.

Auf ihren Beute- und Eroberungszügen gelangten sie weit ins Landesinnere Brasiliens und trugen so zur Entdeckung der Binnenregionen dieser Kolonie bei. Mit der Einfuhr von schwarzen Sklaven, die sich Mitte des 17. Jahrhunderts verstärkte, verlor die brasilianische Sklavenjagd an Bedeutung und die "bandeirantes" konzentrierten sich mehr auf die Suche nach Gold und Edelsteinen. Das zog einen Ansturm auf Minas Gerais nach sich, wo man Gold fand. Auch der Süden und Westen wurde auf diese Weise erschlossen. Brasilien war zu einer Kolonie geworden, die Schätze ins Mutterland lieferte.
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Ferdinand Magellan

Portugals verlorener Sohn

Fernao de Magalhaes wurde um 1480 entweder in der portugiesischen Provinz Tras os Montes oder in der Hafenstadt geboren, worauf neuere Forschungen hindeuten. Er kam aus dem Kleinadel, einer Familie, die ursprünglich aus der Normandie stammte. Mit dem ersten portugiesischen Vizekönig Francisco de Almeida ging er 1505 nach Indien und war bei der Begründung des portugiesischen Weltreichs an erster Front beteiligt.

Sieben Jahre später kam er nach Portugal zurück. Vielleicht beschäftigte ihn da schon der Gedanke, einen schnelleren Weg nach Indien um die Westhälfte der Erde zu suchen. Balboas und Solis Vordringen an den Pazifik konnten ihm diese Idee bereits geben. Nach einer kurzen Verwicklung in Auseinandersetzungen mit einem marrokkanischen Berberprinzen siedelte sich Magellan in Lissabon an, wo er bei König Manuel versuchte, Unterstützung für seinen Plan von der Verwirklichung einer Westfahrt nach Indien zu bekommen. Es ist bekannt, dass dieser Magellan nicht schätzte und ihn daher abwies.

Zu etwa derselben Zeit lernte Magellan Rui Faleiro kennen, einen Mann, der sich in Geographie und Astrologie auskannte und ebenfalls vom König abgewiesen worden war. Beide sprachen über Magellans Pläne und beschlossen, diese dem spanischen König vorzutragen.
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In spanischen Diensten

1517 brach Magellan nach einem recht kühlen Abschied von König Manuel nach Spanien auf, wo er mit seiner Anfrage beim Königshaus mehr Erfolg hatte. Wie wir wissen, gelang ihm schließlich 1520 die Durchsegelung der Magellanstraße und die Weiterfahrt in den pazifischen Ozean. Damit hatte das portugiesische Herrscherhaus nicht nur Christoph Kolumbus gut dreißig Jahre früher die Unterstützung versagt, sondern einem weiteren großen Entdecker, dem eigenen Landsmann Ferdinand Magellan. Dieser sollte das Ende der ersten Weltumsegelung nicht erleben. Er fiel Eingeborenen auf den Philippinen zum Opfer. Sein Steuermann, Juan Sebastian Delcano, brachte die übrigen Schiffe zurück nach Spanien. Portugal legte Magellan den Übertritt in spanische Dienste als Verrat aus, und so ist es kein Wunder, dass seine enorme Leistung auch im Lichte einer Meuterei an Bord der Flotte lange Zeit nicht als der Erfolg anerkannt wurde, der es war, die Entdeckung einer Südwestpassage um den amerikanischen Kontinent herum.
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Zusammenfassung

Portugal war auf mehrfache Weise an der Entdeckung der Neuen Welt beteiligt. Auch wenn dieser Teil der Welt nicht das eigentliche Ziel seiner Politik während der Zeit der großen Entdeckungen war, so macht Portugals Engagement dort doch einige Aspekte dieser Zeit deutlich.

Die Rivalität zwischen europäischen Seemächten

Portugals Aktivitäten in Nordamerika zeigen, dass die neuen Seemächte schon sehr früh versuchten, ihr Teil vom Gesamtkuchen abzubekommen. Schon nach den ersten großen Entdeckungen begannen sich andere Länder wie Holland, England oder Frankreich in die Reihe der Rivalen um die Reichtümer dieser Welt einzureihen, und die beiden vorläufigen Gewinner des Rennens - Portugal und Spanien - taten alles, um in diesem Wettrennen nicht ins Hintertreffen zu kommen.

Expeditionen und Seefahrten in alle Teile der Welt - auch in die abweisenden Norden unserer Erde - sind die Folge. Portugal war nicht das einzige Land, das in diesem Wettlauf Menschen verloren hat. Das ist der Preis, den man für große Entdeckungen zu zahlen bereit sein musste.

Diese Rivalität konnte auch andere Formen annehmen. Magellan hatte erst beim spanischen Nachbarland Gehör für seine Pläne gefunden. In seinem Mutterland galt er jahrhundertelang als Verräter, und daher wird er in der Weltgeschichte nicht so gerühmt, wie es ihm eigentlich zusteht. Erst in den letzten Jahren hat sich die Ansicht der Historiker über seine Leistung geändert, und er wird als Entdecker der ersten Riege betrachtet, der er in Wahrheit ist.
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Sklavenhandel - Legat der Entdeckung Brasiliens

Eine der tragischen Folgen portugiesischen Engagements bei der Entdeckung der Neuen Welt war der Sklavenhandel, der sich von da an auf den gesamten amerikanischen Kontinent ausbreitete.

Sklaverei war nichts Neues. Sie war in Europa seit dem römischen Reich bekannt gewesen. Ständige Kriege zwischen Muslimen und Christen auf der iberischen Halbinsel sorgten dafür, dass auf beiden Seiten immer neue Sklaven zur Verfügung standen. Auch in Afrika kannte man die Sklaverei. Nach afrikanischem Gesetz waren Sklaven die einzige Form von Privatbesitz, der Einkommen produzierte. Land war dort Besitz des Häuptlings, der es seinen Untertanen geben und nehmen konnte. Afrika kannte bereits ein komplexes System des Sklavenhandels, bevor die Portugiesen dort ankamen. Diese mussten sich dieses nur zunutze machen.

Neu war, dass die Sklaven nun nicht mehr nur auf afrikanischem Territorium verteilt wurden, sondern in der gesamten atlantischen Welt. Hatte man in Brasilien zunächst versucht, die einheimischen Indianer zur Arbeit in den Zuckerplantagen zu pressen, stellten die portugiesischen Kolonisten bald fest, dass schwarze Sklaven aus Afrika besser dafür geeignet waren. Und damit begann eine der Tragödien der Weltgeschichte. Afrikanische Sklaven wurden in engen Schiffen unter unmenschlichen Bedingungen ans andere Ende der Welt verfrachtet. Ende des 16. Jahrhunderts war der transatlantische Sklavenhandel zu einem festen Wirtschaftszweig geworden, der Profit einbrachte. Lissabon wurde zum Ausfuhrhafen für Sklaven in die Neue Welt.
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Weiterführende Informationen

Links

Der Vertrag von Tordesillas
Die Vorgeschichte der Eroberung Mexikos und Perus bis ca. 1513
Prince Henry, the Navigator
The Portuguese Explorers
Das philosophische Weltbild
Illustrious Portuguese Navigators

Literatur

Urs Bitterli, Die Entdeckung Amerikas, Von Kolumbus bis Alexander von Humboldt, C.H.Beck Verlag, München, 1991

Urs Bitterli, Die "Wilden" und die "Zivilisierten", Die europäisch- überseeische Begegnung, dtv Verlag, München, 1982

Frauke Gewecke, Wie die neue Welt in die alte kam, DTV Verlag, München, 1992

http://www.travelworldonline.de/portugalentdeckungen.html

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