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Klostergärten in Niederösterreich

Kloster Altenburg - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Stift Altenburg – an unserer Klostergarten Route durch Niederösterreich

 

Unsere Klostergarten Route – eine Reise zum Ich


Drei Tage waren wir unterwegs auf unserer Klostergarten Route durch Niederösterreich. Dabei haben wir fünf Klostergärten besucht. Wir versprachen uns davon einen Genuss für Augen und Sinne. Aber die Reise hielt einiges mehr an Überraschungen für uns bereit. Auf unserem Reiseplan standen Klöster wie Melk und Klosterneuburg bei Wien. Darunter waren aber auch weniger bekannte Klöster. Dazu zählen Stift Seitenstetten im Mostviertel, Stift Geras und Kloster Altenburg im Waldviertel.

Weder Petar noch ich sind besonders religiös. Klöster und Mönchsorden interessieren uns in historischer, kultureller oder kunsthistorischer Hinsicht. In den Gärten dieser Klöster suchten wir nach den Spuren, die die Mönche hinterlassen haben. Diese fanden wir im Übermaß. Aber wir entdeckten noch mehr. Was macht diese Reise so besonders? Das stelle ich Euch hier vor.

 

Stift Klosterneuburg - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Stift Klosterneuburg – Klostergärten in Niederösterreich

Die Gärten von Klosterneuburg – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich

Karte
Am ehesten entsprachen die Gärten von Klosterneuburg dem, was wir uns von den Gärten erwartet hatten. Josef Bauer sen., der Leiter der Klosterneuburger Stiftsgärten, führt uns durch sein Lebenswerk. Dieses betreut er nach seiner Pensionierung mit seinem Sohn und dessen Team.

 

Ansprechende Hotels nahe Klosterneuburg:

 

Er war es, der die Gärten des Klosters wieder belebte. Da gibt es einen manieristischen Garten und einen Renaissance-Garten. Er zeigt uns einen Kreuzhof, einen Mittelaltergarten, einen Kräutergarten und einen Konventgarten. Dorthin ziehen sich die Mönche zurück, um Ruhe zu finden. Inmitten von Rosen können sie meditieren und beten. Bauer vertiefte sich über Jahrzehnte in Zeichnungen und Gemälde sowie in Aufzeichnungen in den Klosterarchiven. Damit verschaffte er sich einen Überblick darüber, wie die Mönche einst Innenhöfe, Nischen und freie Flächen nutzten und verschönerten.

Anreise nach Klosterneuburg ab Wien:

Das geht gut mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B. ab Wien. Es geht aber noch einfacher:

 

Mittelalterpflanzen auf unserer Klostergarten Route

Er ging auf die Suche nach Pflanzen, von denen es heute nicht mehr viele gibt. So pflanzte er eine Sammlung von historischen Rosen in seinen Konventgarten. Sogar eine Alraune findet sich in seinem Mittelaltergarten. Um diese Pflanze ranken sich Legenden. Ihr wurden im Mittelalter Heilkräfte zugeschrieben. Deren Genuss konnte aber auch tödlich sein, nahm man zu viel davon. An der Pflanze im Mittelaltergarten von Klosterneuburg warnt daher ein Schild davor, die Pflanze zu berühren.

 

Manierismus Garten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Garten im Stil des Manierismus – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Kreuzgang Klosterneuburg - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Kreuzgang im Klosterneuburg – Klostergarten Route in Niederösterreich
Renaissance Garten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Renaissance Garten im Klosterneuburg – Klostergarten Route in Niederösterreich
Mittelaltergarten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Mittelaltergarten im Klosterneuburg – Klostergarten Route in Niederösterreich
Orchidee - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Orangerie in Klosterneuburg – Klostergarten Route in Niederösterreich
Konventgarten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Konventgarten, einer der Klostergärten in Niederösterreich

 

Gärten von Klosterneuburg – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich

Die Gärten von Klosterneuburg sind nicht immer zugänglich. Es gibt jedoch Veranstaltungen im Jahresverlauf. Dann können Besucher die Klostergärten sehen. Aktuelle Informationen dazu findet Ihr auf der Website von Stift Klosterneuburg.

Garten der Begegnung im Stift Seitenstetten

Karte
Etwa eineinhalb Stunden fahren wir von Klosterneuburg zum Stift Seitenstetten im Mostviertel. Dort erwartet uns eine andere Garten-Erfahrung. Das Stift beherbergt eine Privatschule. Es ist außerdem bekannt für den Hofgarten. Dieser erstreckt sich unterhalb des Meierhofs und bietet seinen Besuchern Themengärten. Der auffälligste davon ist der Barockgarten. In dessen Mitte plätschert Wasser aus einem Springbrunnen umgeben von Grasflächen, die die Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft darstellen.

 

 

Dahinter befindet sich ein Rosengarten, dessen Kletterrosen üppig die Bögen und Tore aus Metall und Holz überwuchern. Einen Teil der 110 Strauch- und Kletterrosen erhielt das Stift von einer Mutter, deren Sohn in der Stiftsschule erzogen wurde. Ein Rosenkranz-Labyrinth am Ende des Gartens aus Buchskugeln und Rosen bietet Besuchern einen Ort der Stille. Der Hofgarten von Stift Seitenstetten ist aber auch ein Lehrgarten.

Das zeigt sich am deutlichsten im Gemüse- und Kräutergarten. Aus dem bezieht die Stiftsküche wie eh und je Gemüse, Kräuter und Beeren. Außerdem spielen Kartoffeln eine Rolle. Das Stift war einer der ersten Orte in Österreich, an dem die Knolle aus Amerika gepflanzt wurde.

 

Rosengarten
Klostergarten Route in Niederösterreich: Rosengarten im Stift Seitenstetten

 

Seitenstettner Gartentage

Wir sind an den Seitenstettner Gartentagen zu Gast. Diese finden im Juni statt. Ein Beispiel dafür, dass der Hofgarten auch ein Ort der Begegnung ist. Während normaler Wochenenden können Besucher sich auf Liegestühlen im Urlaubsgarten erholen. Sie können in Hängematten den Bienen zuschauen, wie sie Nektar von den Blütenpflanzen sammeln. An den Gartentagen sind die Grasflächen jedoch besetzt von Künstlern, Kunsthandwerkern und Gartenspezialisten. Diese bieten ihre Werke und Waren den Besuchern an.

P. Ferdinand Ilk ist das zu viel Trubel. Unser Begleiter weist uns immer wieder darauf hin, was wir uns wegdenken sollen. Aber mir gefällt diese Mischung aus Kunst, Kunsthandwerk und Blumensortiment. Sie macht den Garten lebendig und stellt eine Verbindung her zwischen Klosterleben und moderner Welt.

 

Paul Troger
Paul Trogers Werk
Bibliothek
Bibliothek im Stift Seitenstetten
Büste
Dekor in der Bibliothek

Kloster Seitenstetten liegt an unserer Klostergarten Route

Wir nutzen die Zeit für einen Rundgang durch das Kloster und seine Innenräume. Dabei sehen wir die Stiftskirche, den Marmorsaal und die Bibliothek mit den Fresken von Paul Troger. Sehenswert sind zudem der Maturasaal und die Abteistiege mit dem Fresko von Bartolomeo Altomonte.

Der Hofgarten von Stift Seitenstetten ist öffentlich zugänglich. Weitere Informationen zum Hofgarten und dem Kloster gibt es auf der Website von Stift Seitenstetten.

 

Stift Melk
Eingang zum Stift Melk

Barockgärten im Stift Melk – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich

Karte
Am schönsten sind die Gartenanlagen im Stift Melk am Nordrand der Wachau auf unserer Reise . Sie sind eines Weltkulturerbes würdig. Zu dem zählen das Kloster und seine Gebäude. Diese lassen wir bei unserem Besuch jedoch links liegen. Stattdessen interessieren wir uns für die Gärten. Diese sind seit 2000 nach der Niederösterreichischen Landesausstellung revitalisiert. Bis dahin lag das Gelände seit dem Zweiten Weltkrieg brach.

 

Barocker Stiftsgarten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Klostergarten Route in Niederösterreich: Stiftsgarten in Kloster Melk
Donau - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Klostergarten Route in Niederösterreich: Ausblick auf die Donau

 

Kloster und Gärten

Wir treffen Michaela Romako. Sie führt uns durch die Gärten des Stifts. Dabei erklärt sie: “Die Gartenarchitekten erkannten, dass die Gartenfläche dieselbe Größe hat wie die Klosteranlage. Nimmt man den Babenberger Turm als Teilung und klappt die Teile übereinander, trifft die Laterne der Stiftskuppel genau in das barocke Wasserbecken im Park. Es besteht eine  Beziehung zwischen dem Kloster und den Gärten.” Wir folgen ihr durch den Garten zum Gartenpavillon. Links davon sehen wir das Cabinet clairvoyée. Von diesem blicken wir hinunter ins Donautal und zum Klostergebäude auf dem Felsen.

 

Auf schattigen Wegen - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Auf schattigen Wegen in Stift Melk

 

Melk an der Donau – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich

Durch eine Allee gehen wir hinter dem Pavillon zur anderen Gartenhälfte. Dabei genießen wir den Ausblick auf die Donau und die Wachau. Hier verlassen wir den Barockgarten. Stattdessen betreten wir einen Wald, dessen Temperaturen uns an diesem Frühsommertag willkommen sind. Mehrere Wege führen durch diesen Wald. Das Gefühl, hier in einem besonderen Wald zu sein, wird verstärkt durch Chorgesänge, die aus einem Lautsprecher dringen.

 

Hotels zum Wohlfühlen in der Umgebung von Stift Melk:

 

Als wir uns der Klippe über der Donau nähern, höre ich plötzlich ein Durcheinander von Vogelstimmen. Dieses wird vom Knattern von Hubschrauberrotoren unterbrochen. Obwohl ich versuche, den Helikopter durch die Bäume zu entdecken, bleibt dieser verborgen. “Das ist Teil der Kunst-Installation von Katharina Gruzei. Sie holt mit dieser Soundinstallation die Geräuschkulisse des Regenwalds in den Stiftspark”, erklärt uns Michaela. “Der Helikopter ist dort das Vehikel der Touristen. Das Geräusch weist uns darauf hin, wie sehr unser Blick auf die Natur vom Fortschritt geprägt ist.”

 

Benediktus Weg - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Klostergarten Route in Niederösterreich: Benediktus Weg im Stift Melk

 

Bequeme Anreise nach Stift Melk ab Deinem Hotel in Wien:

Auch zum Stift Melk geht das gut mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B. ab Wien, Salzburg oder Linz. Bequemer geht’s allerdings

  • mit der privaten Tour ab Wien* mit Abholung vom Hotel. Die Tour geht nach Melk, Hallstatt und Salzburg und kann flexibel gestaltet werden.

 

Kunst im Park – an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich

Kunst ist allgegenwärtig im Stiftspark von Melk. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto: Points of Passage. Ein Ort des Übergangs. Neun Künstler und Künstlerinnen bespielen das Stiftsareal. Sie geben ihre Interpretationen ab zu den Themen Migration, Fremdsein, Anderssein und Ausgrenzung. Im Wasserbecken stellt Christian Philipp Müller “Die Neue Welt” anhand von Pflanzen dar, die einst von dort nach Europa kamen.

Bernhard Hosa zeigt mit seinen Dead Doors im Jardin Méditerranéen, wie schwierig es ist, sich in der Fremde zurechtzufinden. Wir entdecken Kunst-Installationen im Stiftspark. Dazu gehören “Die Raben – Im Stiftsgarten gelandet” von Ingrid Kralovec. Deren Raben weisen Ähnlichkeiten mit den Mönchen des Stifts auf.

 

Paradiesgarten - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Klostergarten Route in Niederösterreich – Im Paradiesgarten in Stift Melk
Raben - an unserer Klostergarten Route in Niederösterreich
Die Raben von Ingrid Kralovec im Stift Melk
Hase
Seltsamer Hase im Gartenpavillon von Stift Melk

 

Gartenpavillon von Melk

Unseren Besuch im Stiftsgarten von Melk beschließen wir schließlich mit einem Besuch des Gartenpavillons. Dessen Wandmalereien greifen ebenfalls das Thema der “Fremde” auf. Dabei lassen die Künstler ihrer Fantasie freien Lauf. So erinnert der Hase, der uns aus einer Ecke des Raumes anblickt, eher an einen Menschen mit zu langen Ohren. Die Strauße wirken seltsam mit ihren Fratzenköpfen. Und die Menschen lassen sich nur schwer Erdteilen zuordnen.

Hier konnten sich die Mönche beim Mahl erholen. Es gab Spieltische zur Entspannung. Überhaupt scheint das Leben der Mönche an diesem Ort nicht so entsagungsvoll gewesen zu sein, wie wir es an anderer Stelle erfahren.

 

Stift Geras
Stift Geras

Beim Kräuterpfarrer im Stift Geras

Karte
Ganz anders ist der Kräutergarten im Stift Geras im Waldviertel. Das Stift befindet sich im Waldviertel. Diese Region liegt höher als die Klöster, die wir bisher kennen lernten. Geras liegt nahe der tschechischen Grenze. Bis heute hat man dort den Eindruck, am Ende der Welt zu sein.

 

Ansprechende Hotels nahe und in Geras:

 

Hier treffen wir Pater Benedikt Felsinger. Dieser ist in Österreich bekannt als Kräuterpfarrer. Er bloggt über seine Leidenschaft, die Kräuterzucht, auf www.kraeuterpfarrer.at. Außerdem verfasst er eine Kolumne darüber in einer der Tageszeitungen des Landes. Pater Felsinger war früher Prior von Stift Geras. Als solcher betreute er Pfarreien. Inzwischen konzentriert er sich auf den Kräutergarten. Er hält Vorträge über die Heilkraft von Kräutern und studiert deren Wirkung in den Archiven des Klosters.

 

Kräuterpfarrer
Klostergärten in Niederösterreich – Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger
Im Kräutergarten
Klostergärten in Niederösterreich – Im Kräutergarten von Stift Geras
Malve
Malve im Kräutergarten

 

Pater Benedikt Felsinger

Pater Benedikt beeindruckte uns vor allem durch seine Ruhe. Schwächen sind ihm ebenso vertraut, meint er doch: “Es gibt nichts Schlimmeres als den Spruch ‘Hauptsach’ gsund’. Es gibt niemanden, der sein Leben lang ohne Probleme verbringt. Erst was uns herausfordert, macht uns stark.”

Seine Kräuter sind für ihn mehr als Heilmittel, die im Krankheitsfall eingesetzt werden. “Die Frage: ‘Wofür ist das gut?’ reduziert die Pflanze auf einen ihrer Aspekte. Stattdessen müsst Ihr fragen: ‘Wie kannst Du mir helfen?’ Damit setzt Ihr die Pflanze in einen Zusammenhang. Ihr seht außerdem die Schönheit der Pflanze. Die Kraft, die in ihren Stängeln sitzt. Die Farbe in ihren Blüten sowie den Duft, den sie verbreitet. Denn eine Pflanze kann mehr als nur eine Krankheit heilen.”

 

Orthodoxe Kapelle
Orthodoxe Kapelle im Stift Geras

 

Orthodoxe Kapelle im Stift Geras

Nach unserem Rundgang durch seinen Kräutergarten zeigt er uns schließlich eine Kapelle mit Ikonostase. “Einer unserer Pater hat die Erlaubnis birituale Messen zu halten. Das tut er, wenn Gäste aus orthodoxen Ländern zu uns ins Kloster kommen”, erklärt er uns.

 

Vierjahreszeiten Retreat Waldviertel
Vierjahreszeiten Retreat Waldviertel
Bauernente
Die Bauernente mit Kartoffelknödel

 

Kunst und Kultur in Geras

Im Schütthaus des Klosters befindet sich das Hauptgebäude des Kunst und Kultur Seminarhotel Geras. Das Vierjahreszeiten Retreat Geras ist im Vierkanthof untergebracht. Dort verbringen wir zwei Nächte. Bei Kräuterdrinks mit Wasser, Zimt, Kardamom, Brennessel, Salbei und Zitronensaft werden am Abend Erinnerungen wach an unseren Besuch beim Kräuterpfarrer. Dazu lassen wir uns eine Bauernente mit Kartoffelknödel oder ein Gemüsestroganoff zum Mittagessen schmecken.

Nähere Informationen zu Stift Geras findet Ihr hier.

 

Im Stift Altenburg
Im Stift Altenburg – Klostergärten in Niederösterreich

Kleinod des Barock und der Gotik im Stift Altenburg

Karte
Ins Stift Altenburg kamen wir, um uns den Garten der Religionen und den Garten der Stille anzuschauen. Dies sind zwei der Gärten dieses Klosters. Der Garten der Religionen widmet sich den Weltreligionen. Christentum, Judentum, Hinduismus und Islam stehen hier im Fokus. In Anbauflächen werden Verbindungen geknüpft zu diesen Religionen. Dies geschieht anhand von Pflanzen, Wasser, Formen und Elementen.

 

Zustätzlich zu den Hotels in Geras passen diese Hotels für einen Ausflug ins Stift Altenburg:

 

Der Garten der Stille liegt auf der Rückseite des Klosters unterhalb des Barockbaus. Dieser erhebt sich auf einem Felsen über dem Kamptal. Den Atem rauben mir die Lavendelsträucher vor dem Klostereingang. Mit seiner Barockfassade harmoniert das Blau des Lavendels. Was für ein Anblick!

 

Lavendel im Stift Altenburg
Lavendel im Stift Altenburg
Archäologischer Teil
Im archäologischen Teil von Stift Altenburg
Krypta
Die Krypta im Stift Altenburg

 

Klosteranlage von Altenburg

Stift Altenburg wartet mit einer Überraschung auf. Hier hat man die Reste der Klosteranlage von Altenburg aus dem Mittelalter freigelegt. Diese lag unter dem Barockbau. Im Laufe der Jahrhunderte war dieser aufgeschüttet worden. Erst Untersuchungen von Statikern machten eine Restaurierung unerlässlich. Sonst wäre das Barockstift in Gefahr geraten.

 

Deckengemälde
Deckengemälde im Vorraum zur Bibliothek
Bibliothek
Bibliothek im Stift Altenburg
Stiftskirche
Stiftskirche von Kloster Altenburg

 

Mittelalter, Gotik, Barock

Daher entschlossen sich die Mönche zu einer Ausgrabung. Diese brachten die Reste des Klosters aus der Zeit der Gotik zum Vorschein. Dieses war 1144 gegründet worden. Damit kamen Hinweise auf das Klosterleben ans Licht. Diese zeigen, wie man einst in diesem Kloster lebte. Sehenswert ist die Veitskapelle. Diese ist von außen nicht zu erkennen. Stattdessen ist sie hinter der Barockfassade versteckt. Dort befinden sich außerdem die Krypta mit ihren Fresken, die Bibliothek und die Stiftskirche. Dieses Kloster nahe der Grenze zu Tschechien ist ein Kleinod der Barockkunst. Sie ist zudem ein Meisterwerk der Archäologie und Architektur. Denn sie haben diese Kirche in der Kirche wieder zum Vorschein gebracht.

 

Seerosenteich
Seerosenteich im Garten der Religionen im Stift Altenburg

 

Informationen zum Stift Altenburg gibt’s auf www.stift-altenburg.at

Reise zu den Klostergärten in Niederösterreich

Außergewöhnlich war sie auf jeden Fall, unsere Reise zu den Klostergärten in Niederösterreich. Sie entsprach nicht dem, was wir gewöhnlich auf unseren Reisen erleben. Die Begegnungen, die wir unterwegs hatten, waren mit Menschen, die angekommen waren. Sie wussten, was für sie im Leben wichtig ist. Besonders fiel mir auf, dass viele von ihnen eine innere Ruhe ausstrahlen. Diese wirkte sich im Reiseverlauf auch auf uns aus. Überhaupt fanden wir auf dieser Reise Zeit, die Gärten und deren Umgebung auf uns wirken zu lassen. Diese Muße sollte man sich unbedingt nehmen, wenn man eine Reise dieser Art plant. Für mich war das wie eine Reise ins Ich. Vor allem diese Momente gaben mir Zeit, ein wenig über das Leben und das, was wir tun, nachzudenken.

Nicht vergessen bei einem Ausflug auf der Klostergarten Route:

  • Einen Rucksack, in dem Du Deine Utensilien unterbringen kannst.
  • Einen Sonnenhut, wenn draußen die Sonne lacht.
  • Ein Sonnenbrille mit UV-Filter*. Die Sonne kann intensiv scheinen in den Klöstergärten.
  • Deine Fotokamera, denn unterwegs gibt’s viel zu fotografieren.
  • Ein Solarakku*. Nichts ist ärgerlicher, als wenn die Kamera oder das Handy nicht mehr funktioniert.

In den Klostergärten von Stift Klosterneuburg gingen wir in der Geschichte zurück. Begleitet wurden wir dabei von dem Mann, der diese wieder aufleben ließ. Im Stift Seitenstetten begegnete uns ein Kloster, das sich den Menschen öffnet. Im Stift Melk bleiben mir der Benediktusweg, die Geräusche aus dem Regenwald und der Blick hinaus ins Donautal in Erinnerung. In Stift Geras rieche ich noch die Kräuter, die uns Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger nahe brachte. Vom Stift Altenburg bleibt der Eindruck einer Zeitreise vom Barock in die Gotik im Gedächtnis. Diese hätte kaum eindrucksvoller sein können. Eines jedoch nehme ich von all diesen Klöstern mit. Eine Besinnung aufs Wesentliche für das Leben, das wir führen. Außerdem entdeckten wir eine Ruhe, für die man ins Kloster gehen muss, um sie zu erleben.


Reiseorganisation:

Anreise nach Wien:

Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss fliegen nach Wien und außerdem nach Salzburg.

Mietwagen:

Mietwagen – hier buchen!*

Reisedauer

3 Tage

Reiseroute

Stift Klosterneuburg – Stift Seitenstetten – Stift Melk – Stift Geras – Stift Altenburg

Reiseführer:

Das e-Book Österreichs Genussregionen* könnt Ihr bei Amazon.de bestellen.  Niederösterreich Reiseführer* findet Ihr hier.


Slow Travel Tipps findest Du hier. Entdecke Routen für Genießer in Österreich.

Mit diesem Artikel beteiligen wir uns an der Europablogparade von Trip to the Planet. Dort gibt’s Reisetipps für Europa. Schaut mal rein.

Quelle: Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Klösterreich für die Einladung zu dieser Reise. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

4 Responses

  1. Sabine
    | Antworten

    Das Klösterreich steht schon eine Weile auf meiner Reisewunschliste! In eurem Blogbeitrag wird wieder einmal deutlich, warum mich Gärten so faszinieren. Sie erzählen nicht nur ihre eigene Geschichte sondern auch Geschichten von Menschen wie Josef Bauer sen. von Klosterneuburg oder vom Kräuterpfarrer Felsinger im Stift Geras. Diese Geschichten bereichern die Schönheit der Gärten noch einmal mehr – Danke!!

    • Gerade diese Menschen machen die Gärten aus, Sabine. Sie sind es, die diese Gartenlandschaften schaffen und ihr ganzes Leben diesen Gärten widmen. Sie haben uns sehr beeindruckt und viel dazu beigetragen, dass uns diese Reise unvergesslich bleibt.

  2. Hermann Paschinger
    | Antworten

    Großartiger Beitrag – eine Klösterreich-Reise zu den Klostergärten ist demnach eine etwas “andere” Reise, wenn es diese beschriebene “Begegnungsqualität” hat?!

    • Monika Fuchs
      | Antworten

      Ich denke schon, dass das einen großen Teil dieses Erlebnisses ausmacht. Ich bin selten von einer Reise mit soviel innerer Ruhe zurückgekehrt wie von dieser.

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