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Captiva Island, Florida – charmante Insel an der Westküste

Luxusvilla auf Captiva Key, Florida © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Luxusvilla auf Captiva Key, Florida © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Der erste Eindruck, den wir von Captiva Island haben, ist der von einem subtropischen Paradies an der Westküste von Florida: Palmen und Palmettos wachsen fast bis ans Meer, nur getrennt von einem schmalen und feinsandigen Sandstrand, der sich um die ganze Insel erstreckt und jeden Besucher zu einem Strandspaziergang verlockt, sei es, um Muscheln zu suchen oder um sich einfach nur ein paar Stunden in der Sonne zu räkeln, während der sanfte Wind vom Meer über die von der Sonne verbrannten Hautstellen fächelt. Es führt nur eine schmale Straße durch die charmante Nachbarinsel von Sanibel Island, von der sie durch eine kurze Brücke getrennt ist. Doch der erste Eindruck täuscht.

 

Villa auf Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Villa auf Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Zunächst fahren wir an pompösen Luxusvillen vorbei, die nur durch die Straße vom Meer getrennt sind. Überall weisen Schilder darauf hin, dass Parken verboten ist – kein Wunder, wären doch sonst die wundervollen Ausblicke auf den Golf von Mexico sicher verstellt von parkenden Autos der Tagesausflügler, die sich magisch angezogen fühlen von den Stränden der Insel. Im Inselinneren verläuft die Straße mitten durch die Insel, und links und rechts säumen gepflegte Auffahrten den Weg, die zu ebenso gepflegten und offensichtlich teuren Villen führen. Ein Paradies, so jedenfalls erscheint es uns zunächst. Aber dieses Paradies blickt zurück auf eine dramatische Geschichte, wie wir später erfahren.

 

Kokospalmen auf Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Kokospalmen auf Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Nach Captiva Island kamen wir eigentlich nur, weil von hier die Boote nach Cabbage Key ablegen. Sehr viel mehr erfuhren wir vor unserem Besuch nicht über die Insel. Nicht einmal im sonst allwissenden Wikipedia standen mehr als ein paar Zeilen über die Insel, und auch unser Reiseführer gab nicht viel an Informationen preis. Vielleicht war das ein Grund, warum unsere Erwartungen gering waren. Umso mehr waren wir überrascht von der Schönheit dieser kleinen Insel. Sie ist nicht groß. Die erste größere Straßenkreuzung, an die wir gelangen, ist bereits das “Stadtzentrum” von Captiva Island – eigentlich nur zwei Straßen, die im Neunzig-Grad-Winkel aufeinander stoßen: die eine, die durch die gesamte Insel führt, und die andere, die den Zugang zum Strand auf der einen Seite und den Zugang zum Bootssteg auf der anderen Seite ermöglicht. Dazwischen liegen ein paar Restaurants, Bars, aus denen Live Musik schallt, Surfshops, Souvenirläden und Bed and Breakfasts, die mit ihren einladenden Fassaden zum Übernachten animieren. Wenige Schritte hinter dieser Straßenkreuzung liegt Captiva Islands größte Attraktion, das Bubble Room Restaurant, das allein schon wegen seiner Dekoration, die Hollywood, Weihnachten und Vintage miteinander vereint, sehenswert ist.

 

Am Strand von Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Am Strand von Captiva Key, Florida© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Trotzdem ist dieses Paradies trügerisch, wie die dramatische Geschichte von Captiva Island zeigt: 2004 nämlich suchte Hurricane Charley die subtropische Insel heim. 160 Häuser wurden zerstört, und die anschließende Flutwelle teilte Captiva Island in zwei Hälften. Der Nordteil der Insel ist heute nur noch mit dem Boot zu erreichen, trennt doch seitdem eine Wasserschneise die beiden Inselteile voneinander. Und selbst die gesamte Insel ist durch einen Hurricane entstanden, denn früher war die Insel Teil von Sanibel Island. Der schmale Kanal, der Captiva und Sanibel voneinander trennt, entstand ebenfalls durch einer der Stürme, die Florida immer wieder während der heißen Monate des Jahres heimsuchen. Wie tragisch solche Stürme für den Einzelnen sein können, zeigt die Geschichte einer Familie, die vor Charley aufs Festland floh und vor seiner Rückkehr mit Freunden darüber sprach, wie schwer beschädigt ihr Heim wohl sei. Als sie dort ankamen, mussten sie feststellen, dass der Sturm sowohl das Haus als auch das Grundstück weg geschwemmt hatte. Auch das ist Florida. Und es zeigt sich wieder einmal: selbst die schönsten Orte haben ein dunkles Kapitel irgendwo versteckt.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung durch The Beaches of Fort Myers and Sanibel. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright  Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

2 Responses

  1. Katrin von BeforeWeDie
    | Antworten

    Hi ihr beiden, von Captiva Island habe ich ehrlich gesagt bis gerade eben noch nie was gehört. Ich bin im Frühjahr das erste Mal in Florida und so wie es aussieht lohnt sich die Westküste durchaus, das sieht wirklich bezaubernd aus. Mal schauen was ich da in meinen Roadtrip alles mit aufnehme :) LG, Katrin

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Katrin,

      Captiva Island hat uns – wie übrigens auch andere der kleinen Inseln vor der Westküste Floridas – sehr gut gefallen. Captiva Island ist ja gut mit dem Auto zu erreichen. Besonders nett fanden wir außerdem den Bootsausflug nach Cabbage Key. Die Boote dorthin fahren von Captiva Island ab.

      Liebe Grüße,
      Monika

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