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Vancouvers Miku Restaurant serviert Sushi für europäische Gaumen

Lachs mit Tofu
Lachs mit Tofu im Miku Restaurant in Vancouver © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Vancouvers Restaurants sind auf alle Fälle eines: international, abwechslungsreich und vor allem gut. Es gibt nur wenige Städte, in denen der Gast auf so vielfältige Art speisen kann, wie in der Metropole an Kanadas Westküste. Dazu kommt, dass die Restaurant-Szene Vancouvers zahlreiche preisgekrönte Köche aus aller Welt anlockt, die hier mit ihrem Können auftrumpfen. Daher gehört schon etwas Besonderes dazu, sich in dieser Stadt innerhalb von wenigen Jahren einen so guten Namen zu machen wie Miku’s Restaurant. Dies gelang Seigo Nakamura, der 2008 mitsamt seinem Unternehmen nach Kanada umzog. Sein Restaurant ist bereits mehrfach preisgekrönt.

Schon in Japan hatte Seigo Nakamura sich auf Aburi Sushi spezialisiert. Diese Form des Shushi wurde in Japan vor etwa einem Jahrhundert entwickelt. Dabei handelt es sich um Sushi, die mit offener Flamme angebraten werden. Dies erhöht den natürlichen Geschmack des Fisches. Seigos Erfolgsrezept basiert darauf, dass er zu dieser traditionellen Form des Sushi New-Age Soßen serviert, für die er nicht-traditionelle Zutaten verwendet, die den einzigartigen Eigengeschmack jeder Fischart unterstreichen und auch dem europäisch geschulten Gaumen auf Anhieb schmecken. Soja und Wasabi gehören bei Miku nicht zu den üblichen Beilagen der Häppchen aus halbrohem Lachs auf Reis, Aburi Shrimp oder gebratenen Hähnchen-Aburi. Stattdessen gibt es dazu Avocado Sauce, Mayonnaise aus Kabeljau Rogen oder Jalapenos.

 

Den Köchen beim Kochen zuschauen
Den Köchen beim Kochen zuschauen im Miku Restaurant © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Wer bei Miku Essen geht, sollte sich auf außergewöhnliche Erfahrungen einstellen. Wo wird der Gast schon von einer Reihe von Köchen angeschrien, während er sich den Weg zu seinem Tisch sucht. Ein Blick auf die laut schreienden Kochkünstler zeigt dem erstaunten Europäer jedoch schnell, dass sie es freundlich meinen, denn sie lächeln jeden Gast herzlich an. Auf Nachfrage klärt der freundliche Kellner schnell darüber auf, dass dies ein herzliches Willkommen – nur eben auf japanische Art – ist, und die Sushi-Köche so ihre Gäste begrüßen. Bei Miku, was so viel bedeutet wie „schöner Himmel“, herrscht daher eine lebhafte Atmosphäre, die das Restauranterlebnis zu etwas Besonderem macht.

Dazu passt die moderne und minimalistische Einrichtung des Restaurants. Auf Schnickschnack wird komplett verzichtet. Klare Linien und Farben bestimmen den Raum, der durch seine Glaswände, die ihn auf drei Seiten umschließen, sehr hell ist. Einfarbige Lederstühle und Tische mit Steinplatten reihen sich entlang der Glasfront und vor der langen Theke auf, hinter der die Sushi zubereitet werden. Weitere Farbtupfer liefern die blaue Rückwand der Küche  und die Holzfront der Theke.

 

Bei Miku isst man an der Theke oder an einem privaten Tisch
Bei Miku isst man an der Theke oder an einem privaten Tisch © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Gekocht werden die Sushi in einer offene Küche, so dass jeder Gast vollen Einblick ins Küchengeschehen hat. Entlang der langen Theke liegen vorbereitete Platten mit Reishäppchen, auf denen dünne Scheiben Lachs, Yellowtail, Shrimp oder auch Hähnchenfleisch angerichtet sind, die nur auf ihre Bestellung warten. Erst dann werden sie frisch angebraten mit einer Art Bunsenbrenner, dessen offenes Feuer Fleisch oder Fisch von oben erhitzt. So entsteht ein leicht angebratenes, äußerst zartes Sushi, das auf der Zunge schmilzt.

Schwierig ist für viele Europäer die Wahl der richtigen Speisen. Die Gerichte werden auf der Speisekarte zwar erklärt, aber wer weiß schon, was eine Tosazu-Sauce oder hausgemachtes Ponzu oder Yuzu Kosho ist? Da hilft  in der Regel nur eines, sich das alles vom freundlichen und überaus hilfsbereiten Ober erklären zu lassen oder sich auf die Empfehlung des Chefkochs zu verlassen. Dieser stellt eine tägliche Auswahl bestimmter Gerichte zusammen, die entweder allein aus Fisch bestehen, saisonale Zutaten beinhalten oder gar nur bestimmte Fischarten umfassen. Außerdem gibt es auf der Menükarte besonders gekennzeichnete Gerichte, die der Chef selbst empfiehlt.

 

Fisch mit Meerrettich
Fisch mit Meerrettich – Lecker! © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Petar und ich hatten das Glück mit einer Bekannten bei Miku zu essen, die sich dort bereits bestens auskannte und uns bei der Auswahl behilflich war. Wir entschieden uns für Miku Zen, eine Auswahl von zehn verschiedenen saisonalen Sushi, die vom  Chefkoch zusammengestellt waren: vier aus der Küche und sechs von der Sushi Bar. Die Zusammenstellung von Lachs-Sushi auf Tofu, Hühnchen-Aburi mit einer von Seigos Spezialsaucen, Kabeljau-Aburi auf Meerrettich und gemischtes Gemüse mit Sesam erwies sich als wahrer Gaumenschmaus. Die Sushi schmolzen quasi auf der Zunge, so zart waren sie zubereitet. Geadelt wurden die Gerichte jedoch von meinem Mann, den ich nur mit Mühe davon überzeugen konnte, „rohen“ Fisch zu essen. Er genoss Mikus Essen in vollen Zügen und ließ sich auch von dem fröhlichen Abschiedsgruß der Köche nicht aus der Ruhe bringen, den sie uns entgegen schrien, als wir – wohl gesättigt und sehr zufrieden – das Restaurant wieder verließen.

Anmerkung: Die Restaurantbeschreibung in diesem Artikel stimmt inzwischen nicht mehr, denn das Restaurant ist von seiner ursprünglichen Adresse an der West Hastings Street umgezogen an die Waterfront. Es wird jedoch noch immer Sushi der besonderen Art serviert – nur jetzt mit Ausblick auf den Hafen von Vancouver und auf Canada Place. Ein weiterer Grund, dieses Restaurant bei einem Aufenthalt in Vancouver auszuprobieren!

Miku Restaurant
70-200 Granville Street
Granville Square (Canada Place Way and Howe Street)
Vancouver, BC
Canada V6C 1S4
p 604-568-3900
f 604-568-3903

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Die Reise fand auf Einladung von Tourism BC und der Canadian Tourism Commission statt. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright  Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

2 Responses

  1. Elke @ Meerblog
    | Antworten

    Hmmmmm…. lecker! Aber komische Sitten dort ;-) LG, Elke

    • Monika Fuchs
      | Antworten

      Das haben wir uns auch gedacht, als wir das Restaurant betraten. Aber das ist offensichtlich in manchen japanischen Restaurants üblich ;-)

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