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William Butler Yeats -
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William Butler Yeats wurde am 13. Juni 1865 als ältester Sohn von John Butler Yeats und Susan Pollexfen Yeats geboren. Er hatte drei weitere Geschwister, von denen sein sechs Jahre jüngerer Bruder Jack Butler Yeats das künstlerische Erbe seiner Familie ebenfalls fortsetzte und Maler wurde. Ihre Eltern prägten sie schon in ihrer Kindheit. Sein Vater war nach dem Besuch einer Privatschule auf der Isle of Man 1857 ins Trinity College eingetreten, wo er zunächst klassische Literatur und später Jura studierte. 1863 heiratete er die Schwester eines Schulfreundes, Susan Pollexfen aus Sligo, deren Vater dort Mitbesitzer einer Mühle war. Nach der Zulassung als Rechtsanwalt im Jahr 1866 entschied sich John Butler Yeats, diesen Beruf nicht auszuüben und studierte stattdessen Kunst in London. Er war zwar ein guter Porträtmaler, konnte sein Talent jedoch nicht vermarkten. 1907 ging er mit seiner Tochter Lily nach New York und kehrte von dort nicht mehr zurück nach Irland. Er starb 1922 in Amerika.
Seine Mutter übte bereits in früher Kindheit großen Einfluss auf das Denken und die Interessen William Butler
Yeats aus. Sie entstammte einer exzentrischen Familie, die sich sehr für Feen und Astrologie interessierte. Von
ihr lernte Yeats vor allem während seiner Aufenthalte in Sligo die Liebe zu Irland und gewann ein großes
Interesse an der Folklore des Landes.
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Erst im Alter von elf Jahren erhielt Yeats an der Godolphin Grammar School in Hammersmith, England, seinen ersten
formalen Schulunterricht. Seine schulischen Leistungen waren im allgemeinen nicht besonders, er galt als
Träumer, war schüchtern und ein miserabler Sportler. 1884 schrieb er sich, nachdem er am Trinity College
nicht zugelassen worden war, an der Metropolitan School of Art in Dublin ein. Dort lernte er George Russell kennen,
einen seiner besten Freunde, mit dem er die Dublin Hermetic Society gründete, eine Gesellschaft, die magische
Experimente durchführen sollte und den Okkultismus studierte. Diese Faszination mit der Mythologie, dem
Spiritualismus und der Esoterik ließ ihn zeitlebens nicht mehr los und floss stark in sein Werk mit ein. Später
trat er dem Rosenkranzorden, der Theosophischen Gesellschaft und dem Order of the Golden Dawn bei. Spiritualisten
zu Rate zu ziehen und altirische Götter rituell anzurufen, wurde für Yeats zur Gewohnheit. Dieses Wissen integrierte
er in seine Poesie.
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Während seiner Studienzeit begann er sich mit irischer Dichtung und den Übersetzungen der alten gälischen Sagen und Mythen zu befassen. 1885 lernte er John O'Leary kennen, der damals bereits der revolutionären Fenion Brotherhood angehörte. O'Leary war nach einer Gerichtsverhandlung 1863 des Hochverrats überführt worden und wurde zu zwanzig Jahren Strafarbeit in England verurteilt. 1870 wurde er entlassen, wenn auch unter der Bedingung, fünfzehn Jahre lang nicht nach Irland zurück zu kehren. Yeats lernte ihn kennen, kurz nachdem er nach Irland zurückgekommen war. Durch O'Leary wurde er mit dem keltischen Nationalismus konfrontiert. Unter dessen Einfluss begann er sich für den Erhalt gälischer Literatur zu interessieren, als diese kurz vor dem Verschwinden stand, da die englischen Verantwortlichen den Gebrauch der gälischen Sprache verboten hatten.
Durch O'Leary lernte er 1889 Maud Gonne kennen, eine Schauspielerin, deren Schönheit ihn für den Rest seines
Lebens verfolgen sollte. Maud war die Tochter eines englischen Armeeoffiziers und hatte als Kind die
Vertreibungen im Westen Irlands mit erlebt. Das hatte sie zu einer Revolutionärin gemacht.
Sie war eine leidenschaftliche Verfechterin der irischen Sache und teilte damit Yeats
Interessen. Seine Passion für sie blieb jedoch lebenslang unerwidert. Seine mehrmaligen Heiratsanträge wies sie
zurück. Ihre Freundschaft überlebte aber sogar die Geburt eines Kindes, das sie von einem verheirateten Mann
bekam, als auch die überstürzte Heirat mit Major John MacBride. Sie wurde in vielen von Yeats Werken verewigt:
Sie war die Rose, Helena von Troja, Cathleen Ni Houlihan, Pallas Athene und Deirdre in seinen Gedichten und
Dramen.
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1886 veröffentlichte Yeats seine erste Gedichtsammlung Mosada, A Dramatic Poem. Drei Jahre später erschien The Wanderings of Oisin. Die Werke dieser frühen Periode sind gekennzeichnet von Einflüssen der englischen Romantik, der Präraphaelitischen Bruderschaft und einem ausgeprägten Symbolismus. Ebenfalls spürbar sind der Okkultismus und der Einfluss keltischer Mystiker der 1890er Jahre. Seine Werke sollten die irische Tradition weiter führen. Von Anfang an waren seine Gedichte von großer Schönheit und drückten eine idealistische Sehnsucht danach aus, das Elend der realen Welt zu überwinden. Das ist es auch, was seine Werke in den kommenden Jahrzehnten auszeichnet.
1896 lernte Yeats Lady Augusta Gregory kennen, die Witwe eines Landbesitzers, die es sich zur Aufgabe gemacht
hatte, ihr Heim zu einem Treffpunkt für Literaten zu machen. Mit ihr zusammen gründete er das Irish Literary
Theatre, aus dem sich das Abbey Theatre in Dublin entwickeln sollte.
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Vielleicht beeinflusst von den Ereignissen der Zeit zeigen die Werke der mittleren Phase von Yeats schriftstellerischer Arbeit eine neue Stärke und Direktheit. Die Ereignisse im revolutionären Irland, der Erste Weltkrieg und die Russische Revolution, das waren Dinge, die die Träume Yeats zu unterbrechen schienen. Der Stil seiner Gedichte veränderte sich ebenso wie die Thematik. Der Mystizismus nimmt ab. Dafür beschäftigt er sich mehr mit aktuellen und öffentlichen Themen.
1917 - mit 52 Jahren - zog er schließlich die Konsequenz aus seiner unerwiderten Empfindung für Maud Gonne, die,
genauso wie ihre Tochter Iseult, seine Anträge mehrfach zurückgewiesen hatte, und heiratete George Hyde-Lees,
die halb so alt war wie er. Ihre Beziehung beflügelte Yeats für den Rest seines Lebens. Während der Hochzeitsreise
versuchte sie sich im "automatischen Schreiben" und erwies sich als geeignetes Medium. Diese Erfahrung hatte
enormen Einfluss auf Yeats weitere Arbeit. Die beiden bekamen zwei Kinder: Anne wurde 1919 geboren und William
Michael 1921. Ein Jahr später wird Yeats gebeten, Mitglied des ersten unabhängigen irischen Senats zu werden, eine
Aufgabe, die er bis 1928 ausübt. 1923 erlebte Yeats den Höhepunkt seiner literarischen Karriere, als ihm der Nobelpreis
für Literatur verliehen wurde.
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In den letzten Jahren seines Lebens feiert er die Kultur Irlands in seinen Werken. Er befasst sich mit dem
Alter und den damit verbundenen Problemen und denkt über die Aufgabe der Kunst im Leben des Einzelnen nach. Sein
letztes Lebensjahrzehnt hat Yeats mit Krankheiten zu kämpfen. Trotzdem schreibt er bis kurz vor seinem Tod. Er
stirbt schließlich 1939 im Hotel Ideal Sejour, in Menton, Frankreich, wo er zunächst auch begraben wird. Erst 1948 wird er seinem
Wunsch gemäß nach Irland zurückgebracht, wo er im Schatten des Ben Bulben in der Nähe von Sligo auf dem
Friedhof von Drumcliff zur letzten Ruhe gebettet wird. Auf seinem Grabstein steht der Nachruf, den er selbst
verfasst hat: "Cast a cold eye/On life, on death./Horseman, pass by!"
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Josef Sila: "Mystical aspect of W.B.Yeat's poems and life"
http://www.travelworldonline.de/williambutleryeats.html
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