A-ROSA Rhône: Für wen lohnt sich diese Flusskreuzfahrt?
Eine Flusskreuzfahrt auf der Rhône lohnt sich, wenn du Südfrankreich bequem erleben möchtest, ohne täglich Hotel, Gepäck und Strecke neu zu organisieren. Auf unserer Reise mit der A-ROSA Luna fahren wir ab Lyon Richtung Provence, besuchen Orte wie Viviers, Arles, Avignon und Vienne und bekommen unterwegs einen Eindruck von der Camargue. Für uns war diese Reise eine entspannte Art, historische Städte, Flusslandschaften und kurze Landgänge miteinander zu verbinden.
Gut passt die A-ROSA Rhône Kreuzfahrt, wenn du gern angenehm reist, abends wieder in dieselbe Kabine zurückkehrst und Städte wie Lyon oder Avignon ohne viel eigene Fahrplanung sehen möchtest. Besonders angenehm fanden wir, dass wir viele Aufenthalte frei gestalten konnten. In Viviers, Avignon und Lyon waren wir auf eigene Faust unterwegs. Das braucht etwas Vorbereitung, gibt dir aber mehr Freiheit als ein durchgetaktetes Ausflugsprogramm.
Weniger geeignet ist diese Reise, wenn du Frankreich vor allem über kleine Restaurants, Märkte, regionale Küche und längere Aufenthalte an Land erleben möchtest. An Bord ist das Essen gut, doch gerade bei einer Reise durch Frankreich hätten wir uns mehr regionale Speisen gewünscht. Wer Südfrankreich kulinarisch tiefer kennenlernen will, sollte vor oder nach der Kreuzfahrt zusätzliche Tage in Lyon, Avignon oder Arles einplanen.
Nach unseren beiden Hausbootreisen auf der Mayenne und der Saône war diese Rhône-Reise für uns ein guter Vergleich. Beim Hausboot bestimmst du vieles selbst, musst aber auch steuern, anlegen und planen. Auf der A-ROSA Luna übernimmt das die Crew. Dadurch bleibt mehr Zeit zum Schauen, Lesen, Ausruhen und für kurze Ausflüge an Land.
Kurz entschieden: Passt eine A-ROSA Rhône-Kreuzfahrt zu dir?
- Gut geeignet, wenn du Lyon, Avignon, Arles, Viviers und die Camargue bequem verbinden möchtest.
- Praktisch, wenn du nicht täglich Hotel, Gepäck, Mietwagen und Parkplätze organisieren willst.
- Angenehm, wenn du historische Städte sehen, aber abends wieder in dieselbe Kabine zurückkehren möchtest.
- Weniger geeignet, wenn du Südfrankreich vor allem über Restaurants, Märkte und lange Aufenthalte an Land erleben möchtest.
- Unser Tipp: Plane vor oder nach der Kreuzfahrt mindestens eine Nacht in Lyon ein.

A-ROSA Rhône oder individuelle Südfrankreich-Reise?
Vor einer Rhône-Flusskreuzfahrt lohnt sich eine ehrliche Frage: Möchtest du Südfrankreich bequem verbinden oder einzelne Orte intensiver erleben? Die A-ROSA Luna nimmt dir viel Organisation ab. Du musst weder Mietwagen noch Parkplätze planen, wechselst nicht ständig das Hotel und kannst trotzdem verschiedene Städte entlang der Rhône sehen.
Dafür bleibt die Zeit an Land begrenzt. Ein kurzer Aufenthalt in Viviers fühlt sich anders an als ein ganzer Tag in der Ardèche. Avignon lässt sich gut auf eigene Faust erkunden, doch wenn du den Papstpalast ausführlich besuchen, in Ruhe durch die Markthallen gehen und abends essen möchtest, reicht der Kreuzfahrtstopp nur bedingt. Auch Arles und die Camargue verlangen eine Entscheidung, weil beides an einem Tag kaum ausführlich möglich ist.
Für uns passte die Reise, weil sie Komfort, kurze Stadtbesuche und ruhige Stunden an Bord verband. Wer Südfrankreich jedoch vor allem kulinarisch, langsam und mit viel Zeit in einzelnen Orten erleben möchte, sollte die Kreuzfahrt mit zusätzlichen Nächten an Land kombinieren.
Warum eine Nacht in Lyon vor der Rhône-Kreuzfahrt sinnvoll ist
Wenn du am Einschiffungstag erst anreist, beginnt die Reise schnell mit Müdigkeit. Wir kamen sehr früh in Lyon an und waren zunächst froh, unser Gepäck am Schiff abgeben zu können. Rückblickend wäre eine zusätzliche Nacht in Lyon angenehmer gewesen. Du startest ruhiger, kannst die Stadt besser erleben und gerätst nicht unter Druck, falls Bahn oder Flug später ankommen.
Besonders sinnvoll ist eine Vorübernachtung, wenn du die Altstadt, das Viertel Confluence oder die Markthallen von Lyon sehen möchtest. Die Kreuzfahrt selbst gibt dir dafür nur begrenzt Zeit. Lyon ist nicht nur Einschiffungsort, sondern eine Stadt, die gut zu einer Genussreise passt. Wer gern isst, durch alte Stadtviertel geht oder den ersten Reisetag ohne Hektik beginnen möchte, sollte hier mehr Zeit einplanen.

Unser Liegeplatz im Viertel Confluence
Ausnahmsweise liegt die A-ROSA Luna bei unserer Reise nicht an ihrem üblichen Liegeplatz nahe der Altstadt. Stattdessen finden wir sie im Stadtviertel Confluence am Ufer der Saône. Direkt am Anleger befindet sich das Einkaufszentrum Confluence mit Restaurants und Geschäften. Wir könnten mit einem Vaporetto über die Saône in die Altstadt fahren. Die einfache Fahrt kostet 4 €. Da wir den Altstadtbesuch jedoch für den Abreisetag geplant haben, schauen wir uns zuerst an, wo Rhône und Saône zusammenkommen.
An der Südspitze des Stadtviertels Confluence vereinen sich das blaue Wasser der Rhône und das grüne Wasser der Saône. Diese Lage macht den Ankunftstag spannender, als wir erwartet hatten. Statt nur auf unsere Kabine zu warten, gehen wir am Ufer entlang, sehen moderne Architektur, Hausboote und das Musée des Confluences.

Was du vor dem Check-in in Lyon unternehmen kannst
Wir kommen bereits am frühen Morgen am Quai Rambaud nahe dem Port de Saône an. Für uns bedeutet dies Aufstehen mitten in der Nacht. Obwohl mich das anfangs störte, war ich in Lyon froh, diesen vollen Tag für die Stadt zu haben. Bei unserer Ankunft am Schiff um 10 Uhr beobachten wir die Gäste der vorherigen Rhône-Kreuzfahrt dabei, wie sie ihr Gepäck in ihre Transferfahrzeuge verladen.
Unsere Kabine, so sagt man uns, sei erst am Nachmittag bezugsbereit. Da wir dies bereits aus unseren Reiseunterlagen wissen, hatten wir uns vorbereitet und recherchiert, was wir in der Umgebung unternehmen können. Der Port de Saône liegt nur eine Straßenbahn-Haltestelle vom Südende der Presqu’île entfernt, einer Halbinsel, die Rhône und Saône trennt. Wir bezahlen die 1,90 € für die Hinfahrt an einem Automaten der Straßenbahnhaltestelle. Zahlst du direkt beim Fahrer, kostet die Fahrt mehr. Die Beschreibung am Automaten gibt es auch in deutscher Sprache. Alternativ kannst du dir eines der E-Bikes oder einen der Elektroroller nehmen, die überall herumstehen.
Was du in Lyon unternehmen kannst, beschreibt Nesrine Chebbi in ihrem Blog. Außerdem ist das Lichterfest in Lyon einen Kurztrip wert.

Das Musée des Confluences
Am Südende der Presqu’île befindet sich einer der auffälligsten modernen Bauten Lyons. Das Musée des Confluences nimmt seine Besucher mit auf eine Reise durch Kontinente und Kulturen. Vorbei an Hausbooten gehen wir zur Spitze der Halbinsel. Dort beginnt am Abend unsere Flusskreuzfahrt auf der Rhône.
A-ROSA Rhône oder Hausboot in Frankreich?
Für uns war die Reise mit der A-ROSA Luna auch deshalb interessant, weil wir Frankreich bereits mit dem Hausboot erlebt hatten. Auf der Mayenne und der Saône waren wir selbst für Strecke, Anlegen, Schleusen und Tagesplanung verantwortlich. Das macht Spaß, verlangt aber Aufmerksamkeit. Bei einer Flusskreuzfahrt ist das anders. Die Route steht fest, die Crew kümmert sich um das Schiff und du musst dich nicht um Liegeplätze kümmern.
Wenn du gern selbst entscheidest, wo du hältst, wie lange du bleibst und wann du weiterfährst, ist ein Hausboot die freiere Reiseform. Dafür brauchst du Lust auf Organisation und ein gewisses Maß an Gelassenheit beim Manövrieren. Die A-ROSA Rhône-Kreuzfahrt ist bequemer. Sie eignet sich eher, wenn du Städte und Landschaften sehen willst, ohne dich jeden Tag um die praktische Reiseplanung zu kümmern.
Für Slow Travel können beide Reiseformen funktionieren. Beim Hausboot entsteht Entschleunigung durch das eigene Tempo. Auf der A-ROSA Luna entsteht sie durch den festen Rahmen, der dir viele Entscheidungen abnimmt. Uns gefiel beides, aber aus unterschiedlichen Gründen.
Unsere Kabine auf der A-ROSA Luna
Die Neugier und die Müdigkeit nach dem frühen Reisebeginn treiben uns schließlich zurück zum Schiff. Wir müssen noch ein paar Minuten in der Panorama-Lounge warten. Dann bekommen wir die Schlüsselkarten für Kabine 315, unser Zuhause auf Zeit für die nächsten fünf Tage. Die Kabine ist angenehm und gut nutzbar. Sobald wir unseren Koffer ausgepackt und unter dem Bett verstaut haben, fühlen wir uns eingerichtet.
Durch die Panoramafenster können wir auch nachts die Fahrt entlang der Rhône verfolgen. Abends sitzen wir in der Kabine, lesen und sehen die Landschaft vorbeiziehen. Gerade diese ruhigen Stunden machen für uns den Unterschied zu einer Rundreise mit dem Auto.

Die Schlüsselkarten öffnen die Türen zu unserer Kabine. Sie sind außerdem unser Nachweis für das Getränkepaket, das wir auf dieser Flusskreuzfahrt nutzen. Wir haben das Premium-Paket. Die meisten Getränke an Bord sind damit bereits im Preis enthalten. Nur Spezialitäten und besondere Cocktails, die zu bestimmten Gelegenheiten serviert werden, kosten zusätzlich. Den Aufpreis erfahren wir entweder auf der Getränkekarte in der Bar oder im Restaurant. Am Ende der Kreuzfahrt bezahlen wir die Extras gesammelt. Bei uns waren es knapp 4 € für einen besonderen Likör aus der Region.
Das Leben an Bord: ruhig, organisiert und ohne Kleiderzwang
Das Restaurant mit Buffet und Open Cooking, die Weinbar, die Lounge Bar in der Panorama-Lounge und das Sonnendeck sind die öffentlichen Räume, in denen sich das Leben an Bord abspielt. Nur den Spa-Besuch haben wir verpasst. Dafür ist das Wetter während unserer Rhône-Kreuzfahrt einfach zu schön.
Das Sonnendeck nutzen wir vor allem bei der Fahrt nach Süden, auf der die Temperaturen Anfang April schon angenehm warm sind. Bei der Fahrt nach Südfrankreich ist uns der Mistral zunächst wohlgesonnen. Erst als wir die Camargue verlassen, zeigt der Wind seine Stärke. Ab da sehen wir kaum noch Gäste auf dem Oberdeck.
Bei schönem Wetter ist das Sonnendeck zugänglich. Wegen der teilweise sehr niedrigen Brücken kann es allerdings nicht immer in voller Länge genutzt werden. Dann senkt sich der Sonnenschutz über dem Deck auf die Tische. Sogar das Steuerhaus des Kapitäns muss in solchen Fällen abgesenkt werden. Wie bei einem Cabrio öffnet sich dann das Dach seines Steuerhauses. Dieses Manöver überrascht uns.
Gut gefällt mir, dass an Bord kein strenger Kleiderzwang herrscht. In der Lounge erwartet man zwar, dass Gäste dort nicht in Shorts oder Badesachen sitzen. Für das Gourmet-Dinner darf es etwas eleganter sein. Im normalen Bordalltag reicht gepflegte, bequeme Kleidung.
Das brauchst du für eine A-ROSA Rhône Flusskreuzfahrt
- Dein Gepäck packst du am besten in einen Rollkoffer. Der lässt sich nach dem Auspacken gut unter dem Bett verstauen. Gut eignet sich dafür auch das Koffer-Set von Level 8 oder deren großer Rollkoffer.
- Für Ausflüge und Stadtbesichtigungen während der Reise ist ein Cityrucksack nützlich. Darin kannst du alles unterbringen, was du für den Tag benötigst. Auch ein kleines Souvenir findet darin leicht Platz.
- Bei den Landgängen bist du oft zu Fuß unterwegs. Daher sind bequeme Schuhe wichtig.
- Fotoapparat, Handy mit guter Kamera oder Videokamera lohnen sich. Unterwegs gibt es viele Motive am Fluss und in den Städten.
- Für das Sonnendeck solltest du mit Wind und Sonne rechnen. Eine Windjacke, ein leichter Schal, ein Basecap oder ein Sommerhut sind praktisch.
- Findet deine Flusskreuzfahrt auf der Rhône im Sommer statt, brauchst du Badehose oder Badeanzug, wenn du den Pool oder die Sonnenliegen nutzen möchtest. Bademantel und Badetuch warten in der Kabine.
Essen auf der A-ROSA Luna: gut, aber weniger regional als erwartet
Das Essen an Bord der A-ROSA Luna ist gut organisiert, abwechslungsreich und beim Frühstück sehr üppig. Von Käse, Wurst und Schinken über warme Speisen, Gebäck, Müsli und Obst reicht die Auswahl am Buffet. Für einen Start in den Ausflugstag ist das praktisch, weil jeder nach eigenem Tempo frühstücken kann.
Trotzdem fehlte uns während der Reise manchmal das Französische auf dem Teller. Gerade auf einer Route durch die Rhône-Region, die Provence und die Nähe zu Lyon erwartet man stärker, dass regionale Küche eine Rolle spielt. Es gibt zwar Verkostungen auf dem Sonnendeck, doch viele davon kosten zusätzlich. Beim Abendbuffet hätten wir uns häufiger Gerichte gewünscht, die deutlicher zur Region gehören.
Für uns ist das kein Ausschlussgrund gegen die Reise. Es ist aber wichtig, wenn du Frankreich vor allem kulinarisch erleben möchtest. Dann solltest du die Landgänge bewusst für Märkte, Cafés und Restaurants nutzen oder zusätzliche Tage vor beziehungsweise nach der Kreuzfahrt einplanen.

Gourmet-Dinner mit Weinbegleitung
Auf der Rhône-Kreuzfahrt haben Gäste die Möglichkeit, ein Gourmet-Dinner zusätzlich zu buchen. Serviert wird es in der Weinbar des Schiffes mit Weinbegleitung. Der Wein kostet extra. Wir genießen ein Vier-Gänge-Menü mit Burrata auf Auberginensalat, Tomatenvinaigrette und Basilikumöl, gebackenem Landei auf Blattspinat und Egerlingen, Supreme von der Poularde mit Zitronenjus, Schnittlauchpüree und wildem Brokkoli sowie Valrhona Schokoladencreme mit eingelegten Beeren und Streuseln.
Dazu trinken wir einen sehr guten Wein aus Burgund, einen Mâcon-Villages AOP von den Vignerons des Terres Secrètes. Er passt gut zu den servierten Speisen. Das Essen schmeckt uns. Trotzdem hätten wir uns auch hier mehr regionale französische Küche gewünscht. Gerade ein solches Dinner wäre eine gute Gelegenheit, die Küche entlang der Rhône stärker einzubinden.

Ein Blick hinter die Kulissen der A-ROSA Luna
Was uns bei unserer A-ROSA Luna Rhône-Kreuzfahrt besonders auffällt, ist die gute Stimmung innerhalb der Crew. Die Freundlichkeit der Besatzungsmitglieder macht die Tage auf der Rhône angenehm. Auch viele Gäste an Bord scheinen das so zu empfinden. Hoteldirektor Gerhard Schütz führt die internationale Besatzung mit fester Hand und bayrisch-wienerischem Charme. Die Crewmitglieder verbringen gewöhnlich mehrere Wochen an Bord, wobei eine Kreuzfahrt nahtlos in die nächste übergeht.
Der Alltag der Crew
Der Übergang zwischen zwei Kreuzfahrten ist eine logistische Leistung. Alles ist streng getaktet. Frische Lebensmittel müssen geladen werden. Kabinen werden gereinigt und für die neuen Gäste vorbereitet. Die Passagiere der letzten Reise werden verabschiedet. Ihr Gepäck stellen sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor die Tür. Am Tag zuvor erhalten sie einen Kofferanhänger, der den Transfertermin markiert. Danach werden die Koffer sortiert.
Die Abfahrtszeiten der Transferfahrzeuge sind großzügig berechnet, sodass auch Verzögerungen eingeplant sind. Gut für uns, denn unsere Limousinen zum Flughafen kommen später als angekündigt zum Schiff.

Auch während der Reise ist der Alltag der Crew nach Aufgaben und Arbeitszeiten organisiert. Bei unserem Besuch in der Küche erklärt Küchenchef Vasile Gaman während einer Ruhepause, wie der Küchenalltag abläuft. In der benachbarten Schiffswäscherei sehen wir einem Crewmitglied beim Bügeln der Wäsche zu. Im Kabinentrakt der Crew sprechen wir gedämpfter, denn einige Besatzungsmitglieder schlafen jetzt in ihren Kabinen. Dazu gehört auch der erste Kapitän, der sich kurz zu uns in den Aufenthaltsraum der Crew setzt. Er übernimmt erst nachts wieder das Steuer. In der Zwischenzeit steuert der zweite Kapitän das Schiff.
Landgänge auf eigene Faust oder organisierte Ausflüge?
Ein Punkt gefiel uns auf dieser Reise besonders: Wir konnten in mehreren Orten selbst entscheiden, ob wir einen Ausflug buchen oder allein losgehen. Das ist wichtig, wenn du nicht jedes Ziel in einer Gruppe erleben möchtest. Ausflüge kannst du vor der Reise hinzubuchen oder an Bord am ersten Abend auswählen. Die Preise fanden wir nicht überzogen. Allerdings solltest du bei weiter entfernten Zielen die Fahrtzeit einrechnen. Dann bleibt vor Ort oft weniger Zeit, als man auf der Karte erwartet.
Für uns war die freie Gestaltung ein großer Vorteil. Viviers, Avignon und Lyon erkundeten wir lieber auf eigene Faust. Das bedeutet etwas mehr Vorbereitung, macht die Reise aber persönlicher. In Arles entschieden wir uns dagegen für einen organisierten Ausflug in die Camargue, weil die Region ohne eigenes Fahrzeug während des kurzen Aufenthalts schwieriger zu erreichen ist.
Wie viel Zeit an Land bleibt auf einer Rhône-Flusskreuzfahrt?
Die Frage nach der Zeit an Land ist für diese Reise wichtiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Eine Flusskreuzfahrt verbindet mehrere Orte bequem miteinander, doch sie ersetzt keine ausführliche Südfrankreich-Rundreise. In manchen Städten bleibt genug Zeit für einen Spaziergang, einen Cafébesuch oder einen ersten Eindruck. Für Museen, Märkte, Restaurants und längere Stadtviertelgänge wird es dagegen schnell knapp.
Deshalb lohnt es sich, vor der Reise zu entscheiden, was dir wichtiger ist. Möchtest du möglichst viele Orte sehen, passt der Rhythmus einer Flusskreuzfahrt gut. Möchtest du einzelne Städte kulinarisch und kulturell vertiefen, solltest du vor oder nach der Kreuzfahrt zusätzliche Tage einbauen. Besonders Lyon, Avignon und Arles eignen sich dafür.
Die Route unserer Rhône-Flusskreuzfahrt
Unsere Rhône-Kreuzfahrt dauert fünf Tage und beginnt mit einer sehr frühen Anreise. Dadurch haben wir fast einen ganzen Tag in Lyon vor Beginn der Reise. Den nutzen wir für einen Ausflug zum Zusammenfluss von Rhône und Saône sowie für einen Besuch in der Umgebung des Musée des Confluences. Am Abend beginnt die Fahrt. In der ersten Nacht fährt die A-ROSA Luna bis Viviers.
Viviers: kleiner Ort oder Ausflug in die Ardèche?
In Viviers haben wir mehrere Stunden Aufenthalt. Von hier kannst du einen Ausflug in die Ardèche-Schlucht machen. Alternativ lohnt sich ein Spaziergang durch das mittelalterliche Städtchen. Wir entscheiden uns für Viviers, weil wir nach der ersten Nacht an Bord nicht gleich wieder längere Transferzeiten im Bus verbringen möchten.
Für Reisende, die zum ersten Mal in dieser Region sind, kann die Ardèche sehr reizvoll sein. Wenn du aber gern kleine Orte anschaust, Gassen entlanggehst und ohne Gruppe unterwegs bist, ist Viviers eine gute Wahl. Gerade hier zeigt sich, ob du Landgänge lieber selbst planst oder den organisierten Ausflug bevorzugst.
Arles und Camargue: eine Entscheidung, die du vorher treffen solltest
Nächstes Etappenziel unserer Flusskreuzfahrt ist Arles in der Provence. Hier müssen wir uns entscheiden. Wir können uns entweder die Stadt anschauen oder einen Ausflug in die Camargue unternehmen. Dieses Mal wählen wir den mehrstündigen Jeep-Ausflug in die Camargue und nach Saintes-Maries-de-la-Mer.
Diese Entscheidung solltest du vor der Reise überdenken. Arles ist für Geschichte, Van Gogh und römische Spuren interessant. Die Camargue dagegen gibt dir einen Eindruck von Reisfeldern, Salz, Pferden, Stieren und der weiten Landschaft zwischen Rhône und Mittelmeer. Beides an einem kurzen Tag ausführlich zu erleben, ist kaum möglich.
Nach der Rückkehr zum Schiff geht die Fahrt weiter nach Avignon. Dort erkunden wir die Stadt wieder auf eigene Faust. Nach unserer Ankunft gegen 18 Uhr machen wir einen Spaziergang entlang der Rhône zur Brücke von Avignon. Im Abendlicht haben wir von hier einen guten Blick auf den Papstpalast und die mittelalterliche Stadtmauer.
Avignon: gut auf eigene Faust machbar
Den Morgen verbringen wir in Avignon. Während viele Kreuzfahrtgäste sich geführten Touren zum Papstpalast oder einem Besuch der Markthallen mit dem Chefkoch anschließen, machen wir uns allein auf den Weg und bummeln durch die Straßen der Stadt. Die Markthallen lassen wir uns trotzdem nicht entgehen. Auf dem Rückweg zum Schiff bleibt noch Zeit für einen Espresso in einem Straßencafé.
Avignon eignet sich gut für einen Landgang auf eigene Faust, wenn du dich vorher etwas orientierst. Der Weg vom Schiff in die Stadt ist überschaubar. Wer den Papstpalast intensiver sehen möchte, sollte allerdings mehr Zeit einplanen oder eine Führung wählen. Wenn du Tipps brauchst, wie du einen Ausflug während einer Kreuzfahrt planst, findest du beim Bestager Reiseblog weitere Hinweise.
Gegen Mittag legt die A-ROSA Luna von Avignon ab auf ihrem Weg nach Vienne. Dies ist eine der längeren Fahrtstrecken auf unserer Rhône-Kreuzfahrt. Den Nachmittag verbringen wir an Bord. Hotelmanager Gerhard Schütz führt uns durch Schiffsbereiche, die Gästen sonst nicht zugänglich sind.
Vienne und Lyon: kurzer Halt oder mehr Stadtzeit?
Morgens um 9:30 Uhr verlassen wir in Vienne die A-ROSA Luna und fahren mit dem Bus nach Lyon für eine mehrstündige Stadtrundfahrt. Viele Gäste bleiben jedoch an Bord und legen die Strecke mit dem Schiff zurück. Sie kommen gegen 13 Uhr in Lyon am üblichen Liegeplatz der A-ROSA Luna nahe der Altstadt an. Nach unserer Tour durch Lyon haben wir den Nachmittag zur freien Verfügung, während andere Gäste die Zeit für Ausflüge in die Umgebung nutzen.
Da unser Rückflug nach München erst kurz vor 20 Uhr ist, haben wir noch einen weiteren Tag in der Stadt. Unseren Transfer zum Flughafen verlegen die Organisatorinnen auf den Nachmittag. Dadurch können wir noch einmal durch Lyon gehen, einen Espresso trinken und dem Stadtleben zuschauen.
In Petars Video bekommst du einen Überblick über den Verlauf unserer Flusskreuzfahrt auf der Rhône. Die Orte, die wir unterwegs besuchen, stellen wir in weiteren Beiträgen näher vor.
Du kannst auch eine Radreise entlang der Rhône unternehmen. Im Bestager-Reiseblog findest du eine Beschreibung.
Unser Fazit zur A-ROSA Rhône Flusskreuzfahrt
Eine Flusskreuzfahrt auf der Rhône ist eine gute Möglichkeit, historische Städte und Landschaften zwischen Lyon und Südfrankreich zu erleben, ohne jeden Tag neu zu packen. Besonders angenehm fanden wir die Mischung aus festen Reiseetappen und frei gestaltbaren Landgängen. Viviers, Avignon und Lyon konnten wir so nach unseren eigenen Interessen entdecken.
Für Reisende, die Komfort, Organisation und ruhige Stunden an Bord schätzen, passt diese Reise sehr gut. Wer Südfrankreich dagegen vor allem über Restaurants, Märkte und lange Aufenthalte in einzelnen Orten erleben möchte, sollte zusätzliche Nächte an Land einplanen oder eine individuelle Rundreise wählen. Beim Essen an Bord hätten wir uns mehr regionale französische Küche gewünscht. Gerade deshalb lohnt es sich, die Landgänge auch kulinarisch zu nutzen.
Würden wir wieder eine Flusskreuzfahrt mit A-ROSA machen? Ja. Diese Art des Reisens gefällt uns. Wir würden beim nächsten Mal aber noch bewusster Zeit vor oder nach der Kreuzfahrt einplanen, um einzelne Städte und die Küche der Region intensiver zu erleben.
Weitere Reisetipps für Boots- und Schiffsreisen findest du unter diesem Link.

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Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei A-ROSA Flusskreuzfahrten für die Einladung zu dieser Pressereise. Unsere Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
Text: © Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Video: © Copyright Petar Fuchs sowie TravelWorldOnline
Hallo Monika & Petar Fuchs,
Herzlichen Dank für das nette Feedback.
Euro Infos per Blog sind wirklich sehr lesenswert und ich freue mich schon auf weitere Beiträge, vielleicht auch über einen Hausbooturlaub.
Herzliche GRüße
Horatio
Hallo Horatio,
lieben Dank für Dein nettes Feedback. Über Hausbooturlaub haben wir bereits einige Beiträge veröffentlicht. Schau doch einfach mal um in unserer Hausboot Rubrik.
Viele Grüße,
Monika & Petar
Gute Information, allerdings ziehe ich einen Hausbooturlaub, bei dem ich selbst Kapitän bin, der Flusskreuzfahrt vor. Die Tipps kann man aber trotzdem gut gebrauchen.
Hallo Horatio,
ja, ein Hausbooturlaub ist schon anders. Da gebe ich Dir Recht. Wir waren ja selbst bereits zweimal mit dem Hausboot in Frankreich unterwegs auf der Saone und der Mayenne. Auf der Rhone zwischen Lyon und der Camargue haben wir allerdings keine Hausboote gesehen. Nur am Ufer der Presqu’Ile in Lyon sahen wir einige fest angedockt liegen, die aber offensichtlich seit Jahren dort nicht mehr abgelegt haben.
Uns hat an dieser Flusskreuzfahrt besonders gefallen, dass wir unterwegs ganz individuell entscheiden konnten, was wir machen. Und angenehm war es schon, dass wir auf dieser Fahrt die Flussfahrt genießen konnten, während der Kapitän das Schiff in die engen Schleusen manövrierte.
Herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
Viele Grüße,
Monika