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Yukon Territory Religion
Missionare im Yukon

William West Kirkby (1828-1907)

Reverend William West Kirkby war der erste anglikanische Missionar im Yukon und kam 1859 nach Fort Simpson (Northwest Territories), wo er eine Schule und Mission einrichtete. Er hatte als Kind keine Schule besucht, sich aber weitergebildet. Im Auftrag der Missionsgesellschaft der anglikanischen Kirche wurde er als Lehrer nach Red River geschickt. Dort bewährte er sich so, dass er die Priesterweihe erhielt und in den hohen Norden Kanadas als Missionar geschickt wurde. Bald interessierte er sich für die weitere Umgebung seiner Missionsstation und begann zu reisen. 1861 gelangte er auf einer Kanutour mit indianischen Führern nach Fort Yukon, einem entlegenen Pelzhandelsposten der Hudson's Bay Company. Da er selbst keine Mission in dieser Region errichten konnte, bat er die Missionsgesellschaft um Unterstützung. Diese sandte 1862 Robert McDonald.

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Robert McDonald (1829-1913)

Die Missionsgesellschaft hätte keinen besseren Kandidaten nach Fort Yukon senden können: aufgewachsen an der kanadischen Siedlungsgrenze und als Sohn eines schottischen Vaters und einer indianischen Mutter hatte McDonald bereits mit Indianern gearbeitet. Als erstes erlernte er die Sprache der Eingeborenen. Während einer verheerenden Grippe- und Scharlachepidemie, die viele Indianer dahinraffte, wurde auch er krank und konnte seine Arbeit nicht fortsetzen. Die Missionsgesellschaft schickte William Carpenter Bompass, der McDonald ersetzen sollte. Mit Hilfe indianischer Heilmittel genaß er jedoch von seiner Krankheit und blieb. McDonald reiste weit herum und besuchte entlegene Indianerdörfer. Er respektierte die Lebensweise seiner Schützlinge und konzentrierte sich darauf, ihnen Lesen und Schreiben in ihrer Muttersprache beizubringen. 1872 verließ er nach der endgültigen Grenzziehung zwischen Alaska und dem Yukon Territorium Fort Yukon und ging nach Rampart House. Von dort zog er ein Jahr später weiter nach Fort McPherson. Seine größte Leistung war die Übersetzung der Bibel in die Sprache der Indianer, die er gemeinsam mit seiner indianischen Frau, Julia Kutug, vollendete. Dabei entwickelte er eine Lautschrift, die noch heute von den Gwitch'in Indianern genutzt wird.

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William Carpenter Bompass (1834-1906)

Bompass war als Ersatz für McDonald von England nach Fort Yukon gesandt worden. Da dieser jedoch von seiner Krankheit genaß, zog er weiter nach Fort Simpson, wo er Reverend Kirkby unterstützen sollte. Wegen ihrer enormen Größe wurde die Diözese Rupert's Land, die den gesamten Norden Kanadas umfasste, von der anglikanischen Kirche Englands in kleinere Einheiten unterteilt. So entstand 1974 die Diözese Athabasca, deren erster Bischof Bompass war. Das Gebiet, für das er zuständig war, entsprach nach den Worten seiner Frau der Distanz zwischen London und Konstantinopel. Auf sein Betreiben hin wurde dieses Gebiet weiter unterteilt in die Diözese Mackenzie und die Diözese Selkirk. Auch hier diente Bompass als erster Bischof. Er ließ sich am Zusammenfluss des Yukon mit dem Fortymile River nieder. Mitten im Goldabbaugebiet bestand seine Arbeit in den folgenden Jahren darin, die Indianer vor Übergriffen der Goldsucher zu schützen. Bompass passte sich im Laufe seines Lebens immer stärker der indianischen Lebensweise an. Äußerlichkeiten spielten für ihn keine Rolle, er verteilte den Großteil seines Gehalts und seines Besitzes, vernachlässigte seine Gesundheit und schockierte Fremde mit seiner ungepflegten Erscheinung. Bei einem Treffen kanadischer Bischöfe in Manitoba weigerte er sich in einem Bett zu schlafen. Er zog es vor, sein Nachtlager auf dem Boden aufzuschlagen, wie er es in der Wildnis gewohnt war. In den 43 Jahren, die er in der Mission Nordkanadas tätig war, kehrte er nur ein einziges Mal nach England zurück. Er starb 1906 in Carcross im Yukon.

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John W. Ellington (1862-1902)

Nicht alle Missionare waren so gut für die nördliche Wildnis geeignet, wie die drei bisher genannten. 1885 brach John W. Ellington von England auf, um in Fortymile eine Mission zu gründen. Der Sohn eines Missionarsehepaars war jung und unerfahren. Ellington kam 1886 in Fort Simpson an und verbrachte den Winter damit, die Sprache der Tukudh zu lernen. Nach einigen Monaten in Rampart House zog er 1887 zum Fortymile, wo er mit dem Bau seiner Mission begann. Anfangs konnte er gute Erfolge bei den Indianern vorweisen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Goldsucher immer stärker zu, mit denen Ellington nicht zurechtkam. Er wurde immer häufiger Ziel ihrer Scherze. So hielt er einmal eine Begräbniszeremonie für einen mit Steinen gefüllten Sarg. Außerdem machte er immer mehr Schulden bei den Händlern, und sein Verhältnis zu den Indianern verschlechterte sich zusehends. Sie beklagten sich, dass sie ihn nicht verstehen konnten, und es half sicher nicht, dass er sie für faul hielt. Im Laufe der Zeit erwies sich die Belastung als zu groß für ihn, und 1889 machte er sich auf, das Land zu verlassen. Bei einem Zwischenstop in Nuklakayet am Yukon River überredete ihn der dortige Missionar zur Umkehr. Zwei Jahre später jedoch hatte sein Geisteszustand so stark nachgelassen, dass er nach England zurückgeschickt wurde, wo er 1902 in einer psychiatrischen Anstalt starb.

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Isaac & Sadie Stringer (1866-1934, 1869-1955)

Isaac Stringer stammte aus Ontario, wo er 1888 an der Universität von Toronto und am Wycliffe College Theologie studierte. Er hörte von William Day Reeve, dem Bischof der Diözese Mackenzie, dass in der Arktis Missionare gebraucht wurden und entschied sich kurzfristig, sich um die Stelle zu bewerben. Missionar im hohen Norden zu sein, bedeutete nicht nur zu lehren, sondern sollte auch Arzt, Zahnarzt, Apotheker und Sozialarbeiter in einem sein. Darauf bereitete er sich im letzten Jahr seines Studiums vor. 1892 kam er in Fort McPherson am Peel River an. Vor seiner Abreise stand fest, dass er Sarah Ann "Sadie" Alexander heiraten würde, eine Freundin aus der Highschool. Er schrieb ihr, dass sie sich auf das Leben im Norden vorbereiten solle, und Sadie absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Von 1896 bis 1901 lebten die Beiden mit einer kurzen Unterbrechung auf Herschel Island am Eismeer. 1905 wurde er zum zweiten Bischof von Selkirk geweiht, und die Stringers zogen nach Dawson City um, der damaligen Hauptstadt. In seiner neuen Position bereiste er die entlegenen Gemeinden. 1931 schließlich wurde Isaac zum Erzbischof von Rupert's Land, und die Stringers zogen nach Winnipeg, Manitoba.

Literatur

Links

Whitehorse Canada Visitor Guide
Yukon Mission
Old Log Church Museum, Whitehorse
The Stringers
The Missionaries

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