Die Insel Reichenau am Bodensee und ihre Sehenswürdigkeiten

Die Insel Reichenau am Bodensee

Auf der Insel Reichenau am Bodensee scheint die Zeit stillzustehen. Sobald man die Insel betritt, hat man das Gefühl, dass sich hier seit der Zeit der Klostergründung durch den Hl. Pirmin im Jahr 724 nur wenig geändert hat. Die Zeit verläuft langsamer auf diesem kleinen Landflecken im See. Mit vierzig Begleitern kam Pirmin an den See. Damals war sie nicht besiedelt und wild. Die Mönche des Klosters waren es, die die Insel urbar machten. Sie errichteten Kirchen, die bis heute erhalten sind. Gartenbau gehörte zu ihren Aufgaben, ebenso wie die Gemüsezucht. Die Kirchen und Gärten des Klosters am Bodensee gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Insel Reichenau.

 

 

Bereits bevor man die Insel Reichenau über den Damm von Konstanz aus erreicht, begrüßt die Statue des Hl. Pirmin die Besucher. Woher er kommt, ist nicht gesichert. Die Quellen variieren zwischen Irland, Narbonne oder Paris als seiner Geburtsstätte. Wahrscheinlich wurde er um das Jahr 690 geboren. Man nimmt an, dass er in Meaux in Frankreich um das Jahr 720 zum Wanderbischof geweiht wurde. Als solchen sandte man ihn nach Nordwest-Frankreich und an den Oberrhein. Unter dem Schutz Karl Martells gründete er mehrere Klöster. Darunter befand sich auch Kloster Mittelzell auf der Insel Reichenau am Bodensee. Pirmin selbst blieb jedoch nicht lange in diesem Kloster. Schon 726 zog er weiter.

 

Bodensee bei der Insel Reichenau
Bodensee

Insel Reichenau Sehenswürdigkeiten

Die Insel Reichenau wirkt mit ihren Wein- und Gemüsefeldern und den Dörfern mit Fachwerkhäusern zunächst nicht spektakulär. Wer sich in einer bäuerlichen Landschaft wohlfühlt, dem wird die Insel auf Anhieb gefallen. Man kann die Insel gut mit dem Auto, zu Fuß oder per Rad erkunden. Auch die Ausflugsboote der Weißen Flotte legen am Ufer der Insel an. Wer Stille mag und Trubel scheut, der mag die Insel Reichenau. Drei Kirchen der Insel stammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Alle drei sind sehr gut erhalten. Seit die Insel und ihre Kulturgüter zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, entstehen langsam die alten Klosterlandschaften neu.

 

Sankt Georg in Reichenau-Oberzell
Sankt Georg in Reichenau-Oberzell

 

Sankt Georg auf der Insel Reichenau

Die erste der drei Kirchen der Insel Reichenau ist Sankt Georg in Reichenau-Oberzell. Sie ist die jüngste der drei Kirchen der Insel Reichenau und stammt aus dem Ende des 9. Jahrhundert. Seit dem 10. und 11. Jahrhundert ist die Kirche kaum verändert worden. Besonders sehenswert sind die Wandmalereien im Inneren der Kirche, die aus spätkarolingischer und ottonischer Zeit stammen.

 

Wandmalereien in St. Georg auf der Insel Reichenau
Wandmalereien in St. Georg auf der Insel Reichenau

 

Die Wandmalereien stellen die Wunder Christi dar. Man kann das Kircheninnere nur mit einer Führung besichtigen. Details dazu findest Du hier. Sonst ist sie aus Gründen des Denkmalschutzes von Mai bis September geschlossen.

Kirche St. Georg
Seestraße 2
78479 Reichenau

Sehenswert ist außerdem das kleine Museum gleich nebenan (Oberzell/Kreuz, 78479 Reichenau). Darin erfährt man viel Wissenswertes über die Bedeutung der Kirche St. Georg.

 

St. Maria und Markus
St. Maria und Markus, wichtigste Sehenswürdigkeiten auf der Insel Reichenau

 

Münster St. Maria und Markus

Die größte der drei Kirchen der Insel Reichenau ist das Münster St. Maria und Markus in Reichenau. Sie ist zwar nicht die ursprüngliche Klosterkirche, steht jedoch an der Stelle des Klosters des Hl. Pirmin. Dieses war aus Holz gebaut und erwies sich schnell als zu klein. Im Münster St. Maria und Markus kann man die Bauphasen ab dem 8. Jahrhundert bis heute nachvollziehen. Sehenswert ist auch die Schatzkammer im Münster St. Maria und Markus. Diese befindet sich in einem gotischen Raum aus dem 15. Jahrhundert im Münster und beherbergt religiöse Kunst- und Kultgegenstände.

Die Mönche des Klosters waren es, die die ersten Gärten in und um das Kloster anlegten. Im Innenhof kann man heute den Klostergarten besuchen. Nicht weit vom Kloster entfernt befindet sich obendrein ein Kräutergarten, der in der Tradition von Mönch Walahfrid Strabo angelegt ist.

 

Kräutergarten bei St. Maria und Markus
Reichenau Kräutergarten

 

Walahfrid Strabo ist der Verfasser eines Buchs über die Pflege der Gärten, des Liber de cultura hortorum. Dabei handelt es sich um eine Art Lehrgedicht aus der Zeit um 840. Darin befindet sich zudem eine literarische Darstellung eines Klostergartens.

Wer Wein mag, sollte sich die Vinothek am Klostergarten nicht entgehen lassen. Dort kann man die Weine der Insel Reichenau probieren und kaufen.

Münster St. Maria und Markus
Münsterpl. 4
78479 Reichenau

 

St. Peter und Paul
St. Peter und Paul

 

St. Peter und Paul auf der Insel Reichenau

Die dritte Kirche im Bunde und kirchengeschichtlich die zweitälteste der Insel Reichenau ist St. Peter und Paul. Die erste Kirche entstand 799 an dieser Stelle. In diesem Jahr zog sich Bischof Egino von Verona von seinen Ämtern zurück und bezog eine Cella an der Westseite der Insel. Diese muss prächtig ausgestattet gewesen sein. Das zeigen die erhaltenen Reliefs im Seitenschiff der heutigen Kirche. Der Großteil der ursprünglichen Kirche wurde nach zwei Bränden jedoch um 1080 abgerissen. Die heutige Kirche wurde auf den Fundamenten der ersten Kirche errichtet und stammt aus dem 12. Jahrhundert.

 

Apsis der Stiftskirche St. Peter und Paul
Apsis der Stiftskirche St. Peter und Paul auf der Insel Reichenau

 

Das Gemälde in der Apsis beeindruckt Besucher am meisten. Es stammt aus dem späten 11. Jahrhundert.

St. Peter und Paul
Eginostraße 19
78479 Reichenau

Museum Reichenau

Wer mehr über die Geschichte des Klosters Reichenau erfahren will, findet im Museum Reichenau eine gute Ausstellung dazu. Das Museum ist zwar nicht groß, aber wer sich Zeit nimmt, findet darin umfangreiche Informationen über das Kloster.

Museum Reichenau
Ergat 1
78479 Reichenau

Restaurant

Für die Stärkung zwischendurch kann man frischen Bodenseefisch gewürzt mit Kräutern aus Strabos Kräutergarten probieren im Sandseele Restaurant. Dazu gehört auch ein Campingplatz direkt am See für alle, die mit Zelt oder Wohnmobil unterwegs sind.

Sandseele Restaurant mit Uferterrasse
Bradlengasse 24
78479 Reichenau

 

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