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Entdecke alte erzgebirgische Volkskunst

Erzgebirgische Volkskunst - Bergmannparade
Erzgebirgische Volkskunst – Bergmannparade in der Manufaktur der Träume in Annaberg-Buchholz

Eine Reise, auf der Du erzgebirgische Volkskunst entdeckst

Erzgebirgische Volkskunst ist berühmt. Die Herstellung von Schwibbogen, Pyramiden, Räuchermännern, Nussknackern und anderen Holzfiguren hat im Erzgebirge Tradition. Anders ausgedrückt, die Region ist bekannt für ihre Holzkunst und ihr Kunsthandwerk. Diese gehören entlang der Grenze zu Tschechien zu Weihnachten. Inzwischen findet man diese Folk Art jedoch auch an Ostern, Geburtstagen und Jubiläen. Das sind Anlässe, an denen im Erzgebirge Volkskunst hervorgeholt wird.

 

 

Schon im 16. Jahrhundert nutzten Bergleute ihre Freizeit oder Zeiten der Arbeitslosigkeit dazu, das Holz der Region zu bearbeiten. Mit Holzschnitzarbeiten verdienten sie sich ein Zusatzeinkommen. Abgesehen davon gab es Bergleute, die ganz auf die Produktion von Bergmannsfiguren, Schwibbögen, Weihnachtsbergen*, Buckelbergwerken oder Nussknackern umstiegen. Später kamen andere Handwerkszweige hinzu. Dazu zählen zum Beispiel die Klöppelei oder die Glasbläserei*. Es gibt übrigens Handwerker im Erzgebirge, die ihren Beruf bereits in achter Generation ausüben. Die Arbeit wird oft vom Vater auf den Sohn weitergegeben. Erzgebirgische Volkskunst hat eine lange Tradition.

 

Erzgebirgische Volkskunst kannst Du hier kaufen

 

Wir haben uns daher auf die Suche gemacht nach den Kunsthandwerkern im Erzgebirge. Dabei herausgekommen ist ein Roadtrip, der Einblick in das Leben im Erzgebirge liefert. Eine Reise, die nicht nur in der Adventszeit spannend ist.

 

 

Entdecke erzgebirgische Volkskunst

Weihnachtsengel

Wir beginnen unsere Reise in Grünhainichen, denn dort befindet sich die Manufaktur Wendt & Kühn. Grete Wendt gründete 1915 dieses Unternehmen. Zusammen mit “Olly” Sommer (spätere Wendt) kreiert sie die Engelsfiguren, die den Erfolg der Holzmanufaktur begründen. Das Lächeln der Engel erobert seitdem die Weihnachtswelt. Inspiriert von Märchen entwirft Grete Wendt danach Märchenfiguren. Aschenbrödel, der Rattenfänger von Hameln und andere Märchenhelden gehören zum Repertoire der Manufaktur. Inzwischen stellen die Figuren auch moderne Themen dar. Am besten gefällt mir dabei die Idee vom Engel, der auf Reisen geht. Am beliebtesten sind jedoch die Engelfiguren. In Grünhainichen kannst Du das ganze Jahr über den Laden der Manufaktur besuchen. Willst Du den Figurenmalerinnen außerdem bei der Arbeit zuschauen, geht das an den Schautagen. Dann kannst Du auch die Werkstätten besichtigen.

Die nächsten Schautage sind:

  • am 30. November und 1. Dezember 2019

Wendt & Kühn KG
Chemnitzer Straße 40
09579 Grünhainichen

(Karte)

In der Spielzeugstadt Seiffen kannst Du die Figuren von Grete und Olly Wendt und ihren Nachkommen außerdem in der Figurenwelt Wendt & Kühn sehen. In diesem Laden im Ortszentrum findest Du sowohl Weihnachtsengel als auch Figuren, die zu anderen Jahreszeiten und Anlässen passen. Erzgebirgische Volkskunst im Familienunternehmen ist typisch für die Region.

Die nächsten Schautage sind:

  • am 19. und 20. Oktober 2019

Wendt & Kühn Figurenwelt
Hauptstraße 97
09548 Kurort Seiffen/Erzgeb.

(Karte)

Übernachtungstipp: Wir übernachten während unserer Reise zwei Tage im Landhotel Kreuztanne*. Dieses liegt einige Kilometer außerhalb von Sayda auf einer Anhöhe im Wald. Suchst Du ein Hotel abseits vom Adventstrubel in Seiffen, dann bist Du hier richtig. Statt von Autoverkehr und Getümmel auf Adventsmärkten gestört zu werden, genießen wir die Aussicht auf Hügellandschaften und vereiste Bäume am Morgen.

 

Reifendreher

Seiffen ist nicht umsonst als Spielzeugstadt bekannt. An diesem Ort ließen sich viele Handwerker nieder. Erzgebirgische Volkskunst findest Du hier an jeder Ecke. Abgesehen von der Figurenwelt von Wendt & Kühn gibt’s noch anderes in Seiffen zu entdecken. Wir verbringen deswegen einen ganzen Tag bei den Handwerkern von Seiffen und Umgebung.

 

 

Im Freilichtmuseum Seiffen besuchen wir zuerst den Reifendreher. Zunächst können wir uns unter seiner Berufsbezeichnung nichts vorstellen. In seiner Werkstatt wird jedoch schnell klar, was er macht. Sie befindet sich in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert. Dieses steht neben einem Wasserteich auf dem Museumsgelände. Wasserkraft betreibt also die Maschinen seiner Drechslerei. Mit einem Griff in die Riemen steuert er deren Geschwindigkeit, hält sie an oder bringt die Räder wieder zum Laufen.

 

 

Auf Metallhalterungen sind Holzreifen gespannt, die er schleift, einkerbt oder poliert. Was zunächst wie ein Vorgehen ohne Plan aussieht, erweist sich als geniales Handwerk. Nach einiger Zeit nimmt er die Holzreifen von der Maschine und legt sie danach vor sich auf den Arbeitstisch. Noch immer ist nicht klar, was das werden soll. Dann jedoch nimmt er ein Messer und beginnt die Holzreifen zu spalten. “Das ist Fichtenholz”, erklärt er. “Das ist das einzige Holz, das man einfach mit dem Messer teilen kann. Jedes andere Holz muss gesägt werden.”

 

 

Dann schneidet er mit geübten Händen eine ganze Herde von Elefanten aus dem Holzreifen. Einen nach dem anderen. “Jedes davon ist ein Unikat”, meint er. “Ich schneide nach Augenmaß. Da kommt es schon vor, dass sie von unterschiedlicher Dicke sind.

Freilichtmuseum mit Reifendrehwerk
Hauptstraße 203
09548 Seiffen
(Karte)

 

Motiv für erzgebirgische Volkskunst - Seiffener Bergkirche
Motiv für erzgebirgische Volkskunst – Seiffener Bergkirche

Die Bergkirche Seiffen

Erzgebirgische Volkskunst, das sind die weihnachtlichen Schwibbögen. Kaum ein Motiv taucht öfter in den Schwibbögen im Erzgebirge auf als die Bergkirche in Seiffen. Schwibbögen sind inzwischen als Weihnachtsdekoration beliebter als Christbäume. Das ist zumindest der Eindruck, den wir bei unseren nächtlichen Fahrten durch die Städte der Region bekommen. Viele der Bergbaustädte sind an den steilen Hängen des Erzgebirges entstanden. Daher liegen die Wohnhäuser häufig übereinander und geben den Blick frei auf festlich geschmückte Fenster. Wir sehen Häuser, in denen jedes Fenster seinen eigenen Schwibbogen (oder auch zwei) hat. Das schafft ein zauberhaftes Weihnachtsambiente in den Orten der Region. Ganze Städte zeigen die Bergkirche Seiffen in ihren Weihnachtsfenstern. Auch im Restaurant unseres Hotels im Wald von Sayda entdecken wir sie.

Bergkirche Seiffen
Deutschneudorfer Str. 4
09548 Kurort Seiffen
(Karte)

Typische erzgebirgische Volkskunst - der Schwibbogen
Typische erzgebirgische Volkskunst – der Schwibbogen

Nussknacker Manufaktur

Wegen der großen Menschenansammlung vor der Kirche fahren wir weiter zu unserem nächsten Ziel. Ein paar Kilometer außerhalb von Seiffen befindet sich die Werkstatt von Markus Füchtner. Er stellt bereits in achter Generation Figuren aus Holz her. Seine Vorfahren waren Zimmerleute. Als solche arbeiteten sie im Sommer auf dem Bau. Im Winter waren sie dagegen arbeitslos. Statt zu klagen, machten sie die Not zur Tugend. Schnitzmesser und Drechseleisen sorgten schließlich für den Unterhalt der Familie. Daher verwundert es nicht, dass Wilhelm Füchtner – der Ur-Ur-Ur-Großvater von Markus Füchtner – als Schöpfer der Seiffener Nussknacker gilt.

 

 

Markus Füchtner geht jedoch auch mit der Zeit. Statt nur Nussknacker herzustellen, nimmt er außerdem Auftragsarbeiten an. So steht zum Beispiel eine kleine Armee von Deko-Figuren in seiner Werkstatt, die aufs Verpacken wartet. “Ein Auftrag von Disneyland Paris, den wir inzwischen seit mehreren Jahren erhalten”, erklärt unser Gastgeber. “Die dienen dort als Tischdekoration bei der Jahresschlussfeier. Nach dem Abend dürfen die Gäste diese Figuren als Souvenirs mitnehmen.”

 

Die Nussknacker und weitere Holzfiguren von Markus Füchtner kannst Du in seinem Laden in Seiffen entdecken:

Ladengeschäft Kontrastreich
Hauptstraße 4
09548 Kurort Seiffen
(Karte)

 



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Nussknackermuseum in Neuhausen

Noch mehr Nussknacker sehen wir anschließend im Nussknackermuseum in Neuhausen. Dieses Museum entstand aus der Sammelleidenschaft von Jürgen Löschner heraus. Er begeisterte sich für erzgebirgisches Handwerk und begann daher 1966 damit, Nussknacker zu sammeln. Erst die grimmigen Typen, die die heimische Obrigkeit und deren Söldner auf die Schippe nahmen. Der älteste Seiffener Nussknacker aus dem Jahr 1870 ist ebenso darunter wie die frühesten Nussknacker aus dem Schweizerischen. Dann die moderneren, die das einfache Volk darstellen. Schließlich die exotischen, die Cowboys, Comic-Helden oder mexikanische Caballeros verkörpern. Mehr als 5500 Nussknacker gibt es inzwischen in Neuhausen zu bewundern.

 

 

Selbstverständlich findest Du im Nussknackermuseum außerdem den größten Nussknacker der Welt (10,10 Meter). Mit Haselnüssen oder Walnüssen ist dieser jedoch überfordert. Er knackt lieber Kokosnüsse. Auch den kleinsten Nussknacker der Welt findest Du im Museum. Bei 4,9 Millimeter Höhe muss man allerdings nach Nüssen suchen, die dieser knacken kann.

Nussknackermuseum
Bahnhofstr. 20-24
09544 Neuhausen
(Karte)

 



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Beim Sauensäger von Blockhausen – erzgebirgische Volkskunst vom Großmeister

Ganz anders als die feinen Holzarbeiten der Manufakturen sind dagegen die riesigen Holzskulpturen von Sauensäger Andreas Martin und seinen Kettensägen-Freunden aus aller Welt. In Blockhausen entstand nach der Wende Erstaunliches. Mitten im Wald errichtete Martin ein Blockhausdorf, in dem er seiner Leidenschaft – dem Schnitzen mit Kettensägen – nachgeht. Diese Begeisterung hat ihn inzwischen um die ganze Welt gebracht, wo er an Kettensägen-Meisterschaften in aller Herren Länder teilnimmt.

 

 

Das brachte ihn auf die Idee: Inzwischen ist Blockhausen jedes Jahr zu Pfingsten Austragungsort der Weltmeisterschaft im Kettensägen-Schnitzen. Die Besten der Besten aus aller Welt versammeln sich dann am längsten Tisch der Welt. Was während des Husky-Cups entsteht, bleibt in Blockhausen. Beeindruckende Holzskulpturen säumen den Weg vom Parkplatz zum Blockhausdorf. Selbst versuchen kannst Du Dich ebenfalls im Kettensägen-Schnitzen. Martin bietet dafür regelmäßig Kurse an.

Walderlebnisdorf Blockhausen
Mordsteinweg 1
09619 Dorfchemnitz
(Karte)

 

Willst Du mehr über erzgebirgische Volkskunst wissen?

 

Nach unserem Besuch verlassen wir die Region von Seiffen und fahren weiter nach Annaberg-Buchholz. Im Museum erhalten wir weiteren Einblick in die Handwerkskünste des Erzgebirges.

 



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Ein Museum für erzgebirgische Volkskunst – Die Manufaktur der Träume

Unweit vom Stadtplatz befindet sich die Manufaktur der Träume. Darin stellt die Stadt Annaberg-Buchholz eine Sammlung erzgebirgischer Volkskunst aus. Die Sammlung ist eine Leihgabe von Dr. Erika Pohl-Ströher. Diese hat über Jahrzehnte von Engeln und Bergmännern über Nussknacker und Massefiguren bis zu Spielsachen alles gesammelt. Dadurch entstand eine einmalige Präsentation erzgebirgischer Volkskunst.

 

Nicht nur ich werde dort wieder zum Kind. Immer wieder höre ich von Besuchern: “Das erinnert mich an meine Puppenküche” oder “Weißt Du noch …”. Ein Besuch in der Manufaktur der Träume ist nicht nur zur Weihnachtszeit schön. Und sie gefällt garantiert nicht nur Kindern.

 

Manufaktur der Träume
Buchholzer Str. 2
09456 Annaberg-Buchholz
(Karte)

Die Bergmännische Krippe – erzgebirgische Volkskunst von heute

Im Advent zeigt die Bergmännische Krippe in der Bergkirche St. Marien Szenen aus der Weihnachtsgeschichte. Dabei stellen lebensgroße Figuren Personen aus dem Ort dar mit ihren Berufen. Dadurch wirkt die Präsentation der Geburt Jesu sehr lebendig. Erzgebirgische Bildhauer setzen dieses Projekt seit 2000 um.

 

 

Bergkirche St. Marien
Münzgasse 5
09456 Annaberg-Buchholz
(Karte)

Übernachtungstipp: Die nächsten beiden Tage unserer Reise verbringen wir im Landhotel Rittersgrün*. Dieses liegt auf halbem Weg zwischen Annaberg-Buchholz und Oberwiesenthal und bietet guten Service, eine exzellente Küche und angenehme Unterkunft.

 

 

Mit der Fichtelbergbahn von Oberwiesenthal nach Neudorf

Gemäß unserer Maxime, langsam zu reisen, fahren wir mit der Fichtelbergbahn von Oberwiesenthal nach Neudorf. Das ist eine Schmalspurbahn, die noch immer mit einer Dampflok betrieben wird. Deren Dampfwolke sehen wir schon von weitem. Außerdem mahnt uns ihr heiseres Pfeifen, pünktlich zu sein. Eine gute Stunde lang zieht sie uns schnaufend, dampfend und zuckelnd über die Berge nach Neudorf. Diese Strecke legt die Bahn bereits seit 1897 zurück. Wir fahren allerdings nicht bis zur Endstation in Cranzahl. Stattdessen steigen wir in Neudorf aus. Dort wartet man bereits auf uns.

Bahnhof Oberwiesenthal
Bahnhofstraße 7
09484 Oberwiesenthal
(Karte)

Zum Weihrichkarzl
Erzgebirgische Volkskunst – Zum Weihrichkarzl

Weihrichkarzle für Räuchermännchen – erzgebirgische Volkskunst

Gleich neben dem Neudorfer Bahnhof weist ein Schild “Zum Weihrichkarzl” (Zum Weihrauchkerzl). Dort kannst Du “Weihrichkarzle” oder Weihrauch-Räucherkerzen für Räuchermännchen kaufen. Wenn Du möchtest, kannst Du in der Schauwerkstatt zuschauen, wie diese hergestellt werden. Oder Du machst es wie die Schüler einer deutsch-englischen Schulklasse und probierst es gleich selbst. Eines sollte Dir allerdings klar sein, bevor Du Dich darauf einlässt: saubere Hände behältst Du dabei nicht. Grund dafür ist die Hauptzutat für Räucherkerzen: Holzkohle. Daher sind die Handflächen der Kursteilnehmer bald kohlschwarz. Trotzdem sind sie mit Feuereifer bei der Sache. Deshalb stehen bald die ersten perfekt geformten “Weihrichkarzle” für Räuchermännchen auf ihren Arbeitsflächen. Je nach beigefügtem Duft riechen diese besonders gut, wenn man sie anzündet.

 

Zum Weihrichkarzl
Karlsbader Str. 187/189
09465 Sehmatal
(Karte)

Das Suppenmuseum

Nach einem kurzen Mittagessen in der “Leffelstub”, die ich in unserem Beitrag über sächsische Spezialitäten vorgestellt habe, legen wir noch einen Zwischenstopp in der zweiten Attraktion von Neudorf ein. Gegenüber des Weihrichkarzl befindet sich das Suppenmuseum. Dort hat man alles gesammelt, was mit dem Kochen von Suppen zu tun hat. Küchen aus drei Jahrzehnten, darunter eine aus DDR-Zeiten, zeigen, wie sich das Leben im Dorf verändert hat. Suppen isst man in Neudorf so gerne, dass sich der Ort inzwischen sogar als Suppendorf bezeichnet.

 

Historische Küche
Historische Küche

 

Jedes Jahr im Oktober feiert der Ort die Kirmes im Suppenland. Dann werden Suppen gekocht, was das Zeug hält. Es findet ein Suppenwettbewerb statt, dessen Teilnehmer(innen) selbst gekochte Suppen mitbringen. Eine Jury aus Einheimischen, Gästen und Profis bewertet diese anschließend. Das Rezept der Siegerin kommt schließlich in die Museumssammlung von Suppenrezepten. 2018 gewann die Rote-Beete-Suppe.

 

Was fehlt uns heute
Was fehlt uns heute

 

Viel Spaß haben die Besucher der Suppenkirmes außerdem beim Suppentopfziehen. Das funktioniert etwa wie das Fingerhakeln in Bayern. Nur dass beim sächsischen Suppentopfziehen nicht die Knöchel eingesetzt werden. Hier rangeln die Wettbewerber um einen Suppentopf, den sie auf ihre Seite ziehen müssen. Viel Lachen ist auf jeden Fall garantiert.

Neudorfer Suppenmuseum
Karlsbader Str. 164
09465 Sehmatal
(Karte)

 



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Erzgebirgische Volkskunst – Klöppelspitze

Zum Abschluss unserer Rundreise zu den Handwerkern des Erzgebirges besuchen wir Heike Lautner in Oberwiesenthal. Sie ist Klöpplerin und betreibt die Wiesenthaler Klöppelstub, einen Handwerksladen, der auf Klöppelarbeiten spezialisiert ist. Hier verkauft sie ihre Eigenkreationen und bietet Klöppelkurse an.

 

 

Sie zeigt uns, wie das Klöppeln funktioniert. “Man schlingt die Fäden umeinander,” beschreibt sie ihre Arbeit. Dass da noch einiges mehr dahintersteckt, kann ich mir denken. Sehen kann ich das allerdings nicht, weil ihre Hände so schnell mit den Klöppeln arbeiten, dass es mir schwerfällt, ihren Bewegungen zu folgen. Geschickt und schnell dreht sie das feine Garn zwischen ihren Fingern. Dabei entstehen unter ihren Händen zauberhafte Spitzenarbeiten. Ihre Spezialität sind Klöppelarbeiten, die sie in Holzrahmen und Holzfiguren einarbeitet.

 

 

“Die Holzrahmen bekomme ich geliefert”, erklärt sie. “Sie sind besonders beliebt bei den Besuchern in Oberwiesenthal. Die kaufen sie gerne als Souvenirs.” Heike Lautner hat das Handwerk bereits als Kind gelernt. “Daher kommt es, dass ich so schnell beim Klöppeln bin. Meiner Mutter habe ich es beigebracht. Die schafft es nicht so schnell.”

Wiesenthaler Klöppelstub
Markt 10
09484 Oberwiesenthal
(Karte)

Video © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline All Rights reserved

Fazit: Ein Erlebnis besonderer Art – erzgebirgische Volkskunst

Damit endet unsere erzgebirgische Volkskunst Reise zu den Handwerkern im Erzgebirge. Wir haben viel Überraschendes entdeckt, aber auch viel Tradition erlebt. Erzgebirgische Volkskunst ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Noch mehr sind das jedoch die Menschen, die diese Kunst fortführen. Leidenschaft gehört dazu ebenso wie Können. Aber auch Innovationsgeist und Motivation, und davon haben wir reichlich entdeckt im traditionsreichen Erzgebirge. Am meisten beeindruckten uns die Menschen, die dieses Erbe erzgebirgischen Lebens in die Zukunft führen. Wir bedanken uns für die gastfreundliche Aufnahme und die spannenden Einblicke in eine Welt, die wir bis dahin nicht kannten.

 



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Reiseorganisation:

 

Anreise mit Flugzeug, Auto, Bus und Bahn

Der nächstgelegene Flughafen ist in Prag oder Dresden. Möglich ist außerdem die Anreise per Bahn. Von dort geht’s weiter per Bahn, Bus oder mit dem

Mietwagen:

Günstige Mietwagen – schnell und einfach buchen!*

Hotels im Erzgebirge:

Unterkünfte im Erzgebirge* kannst Du über unseren Partner booking.com buchen. Unterkünfte in den beschriebenen Orten findest Du im Artikel.

Reiseführer

Reiseführer fürs Erzgebirge* gibt’s bei Amazon.de


Handwerk im Erzgebirge
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Hier findest Du Weihnachtstipps für andere Regionen

 

Quelle: eigene Recherchen vor Ort für Erzgebirgische Volkskunst . Wir bedanken uns beim Tourismusverband Erzgebirge e.V. für die Einladung zu dieser Pressereise.

Text erzgebirgische Volkskunst : Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

4 Responses

  1. Shadownlight
    | Antworten

    In Oberwiesental habe ich als Kind immer Winterferien gemacht. Die erzgebirgische Kunst ist wirklich toll und im Osten hatte wir alle etwas davon zu Hause :).
    Liebe Grüße!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Wir waren das erste Mal im Erzgebirge. Gerade die Fahrt nach Oberwiesenthal hat uns begeistert. Die Wälder waren schon verschneit und haben die Gegend in ein echtes Winterwunderland verwandelt.

      Liebe Grüße,
      Monika

  2. Ina
    | Antworten

    Oh das weckt Kindheitserinnerungen! Meine Schwester hat in Oberwiesenthal gewohnt, wir hatten mal einen Garten in Neudorf und ich als Bahnfan liebe natürlich die Schmalspurbahn. Klöppeln ist auch nicht unbekannt, Schwiegermutter und Schwager klöppeln beide.
    Danke für den Beitrag, ja das Erzgebirge ist immer eine Reise wert und vorallem in der Weihnachtszeit.

    LG Ina

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Ina,

      Oh, das freut mich. Wir waren ja das erste Mal im Erzgebirge und sind ganz begeistert, wieviel es in dieser Region zu entdecken gibt. Uns hat die Reise sehr gut gefallen.

      Liebe Grüße,
      Monika

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