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Wanderung durchs Pesenbachtal

Wanderung durchs Pesenbachtal
Pesenbach

 

Sommer Wanderung durchs Pesenbachtal

 

Das solltest Du vor einer Wanderung durchs Pesenbachtal wissen:

    • Die Wanderung hat teils alpinen Charakter. Daher ist Trittsicherheit, Schuhwerk für Bergwege und Kondition nötig.
    • Ausgangsort: Bad Mühllacken. Parkplätze sind am Waldbad vorhanden.
    • Einkehrmöglichkeit: der Schlagerwirt  (hinter der Schlagerhütte – einem Unterstand – zweigt ein Weg zum Schlagerwirt ab)
    • Sehenswertes unterwegs:
      • Die blaue Gasse (Gesteinsablagerung lassen den Bach an dieser Stelle blau leuchten.)
      • Eine Quelle mit Radioaktivität
      • Der Kerzenstein (Granitfelsen, die aufeinander liegen)
    • Karte für die Wanderung ab Bad Mühllacken
    • Höhenunterschied: Bad Mühllacken 278 m, Kerzenstein 470 m, Schlagerwirt 390 m

 

Die Wanderung durchs Pesenbachtal in Oberösterreich lockte uns. Hexen und Teufel sollen dort ihr Unwesen getrieben haben. Allerdings erzählt man sich auch von Schamanen und Heilern. Bei unserem Besuch in Bad Mühllacken im Frühjahr schnupperten wir bereits hinein in dieses Bachtal. Die Erinnerung daran ließ uns keine Ruhe. Es hatte uns neugierig gemacht. Daher machten wir uns im Hochsommer auf den Weg, um uns dieses Tal genauer anzuschauen.

 

Petar bei unserer Wanderung durchs Pesenbachtal
Petar bei unserer Wanderung durchs Pesenbachtal

 

Wanderung durchs Pesenbachtal

An einem Hochsommertag brechen wir bei Morgentemperaturen auf. Vom Kurhaus in Bad Mühllacken geht es los zu unserer Wanderung durchs Pesenbachtal im Mühlviertel. Meine Befürchtungen, dass wir bei Temperaturen um die 30° bald die Lust verlieren werden, erweisen sich rasch als Trugschluss. Im Gegenteil, durch das Rauschen des Baches und die Laubbäume ist der Weg angenehm erfrischend. Dazu kommt ein lauer Wind, der immer wieder das Blätterdach über uns bewegt. Auch wenn es im Laufe des Tages wärmer wird, schützen uns die Bäume vor Sonneneinstrahlung. Außerdem finden wir zwischendurch Stellen, an denen wir ins Wasser des Baches steigen können. Dadurch erfrischen wir immer wieder unsere Füße.

 

Was Du für eine Wanderung durchs Pesenbachtal im Mühlviertel packen solltest

 

Blocksteine als Kraftorte auf unserer Wanderung durchs Pesenbachtal
Blocksteine als Kraftorte auf der Wanderung durchs Pesenbachtal

 

Ein Ort vorchristlicher Heilerinnen

Wir übernachten im Kneipp Kurhaus in Bad Mühllacken. Von dort nehmen wir uns eine Beschreibung des Wanderswegs mit. Daraus erfahren wir, welche Bedeutung die Kraftorte entlang unserer Strecke hatten. Schon in vorchristlicher Zeit übten in diesem Tal Heilerinnen ihre Kunst aus. Darauf weisen Sagen und Legenden hin. Die Brunoquelle ist nach einem an Aussatz erkrankten Knappen benannt, der auf dem Rückweg von einem Kreuzzug an dieser Stelle vorbeikam. Er war schon am Ende seiner Kräfte, als ihn die Heilkraft des Wassers von seiner Krankheit befreite.

 

Du reist gern mit dem Wohnmobil?

  • Der nächstgelegene Campingplatz bei Bad Mühllacken ist Camping Puchner. Es gibt noch weitere Campingplätze in der Umgebung.
  • Willst Du ein Wohnmobil mieten? Dann findest Du hier informationen und Buchungsmöglichkeiten*.
  • Überprüfe mit unserer Packliste Wohnmobil, ob Du alles für Deine Wohnmobiltour eingepackt hast.
  • Österreich hat ein flächendeckendes Campingplatznetz, Es gibt Stellplätze in allen Landesteilen, Außerhalb von Camping- und Stellplätzen darfst Du maximal eine Nacht übernachten. Aber Achtung: es gibt regionale Verbote (Tirol, Wien). Campingplatzführer für Österreich* kannst Du hier kaufen.

 

Der Pesenbach
Der Pesenbach auf unserer Wanderung durchs Pesenbachtal

 

Sagen von Teufeln und der Anderswelt

Noch spannender sind die Geschichten, die man sich über den hinteren Teil des Wanderwegs erzählt. Zwischen dem Schlagerwirt und dem Kerzenstein wird der Pfad unwegsamer. Wurzeln und Steine machen ihn schwieriger. Hier brauchst Du fest Wanderschuhe, mit denen Du trittsicher diesen Teil des Weges gehen kannst. Dieser Abschnitt des Pesenbachtals war früher nur den Schamanen und Heilern vorchristlicher Zeiten vorbehalten. Scheinbar führte von der Gaißkirche, einer Steinformation, ein Zeremonienweg durchs Pesenbachtal bis zum Kerzenstein. Darauf beruhen Berichte von der „Wilden Jagd“ zwischen Martini und Dreikönig. Dann erhob sich ein gewaltiger Sturm, und man hörte Hunde bellen, Geißen plärren, Hähne krähen und Peitschen knallen, als die Menschen den Teufel austrieben.

 



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An Plätzen im Tal strömt das Wasser des Pesenbachs durch Strudellöcher und über Wasserfälle nach unten. Dort haben Menschen in vorchristlicher Zeit versucht, Kontakt mit der Anderswelt aufzunehmen. Solche Orte waren nur dafür ausgebildeten Schamanen vorbehalten. Für Normalsterbliche waren diese Orte jedoch tabu. Auch der Teufel taucht in den Sagen immer wieder auf. Im Teufelsbottich soll er gerne gebadet haben. Eines Tages erwischte ihn ein junges Mädchen dabei. Da er dem unschuldigen Kind nichts anhaben konnte, fuhr er voller Zorn in die Tiefe. Seitdem hat man ihn nicht mehr gesehen.

Die geheimnisvolle Welt am oberen Pesenbach zeigt Petar’s Video am besten (klicke einfach auf das Foto, und Du gelangst zu Petars Video):

 

Pesenbach
Klicke auf das Foto, um zum Video über die Wanderung durchs Pesenbachtal zu gelangen

 

Moderne Heilerinnen im Pesenbachtal

Auch heute noch steht das Pesenbachtal im Zeichen des Heilens. Das Kneipp Traditionshaus in Bad Mühllacken bezieht das Tal und sein Wasser in seine Behandlungsmethoden ein. Von der Brunoquelle wird das Wasser jeden Tag frisch in Glasflaschen abgefüllt und ins Kurhaus geholt. Dort wird es zum Essen serviert. Außerdem wird es für Bäder, Güsse und Wickel verwendet. Dadurch unterstützt es die Reinigungsprozesse. Mehrmals pro Woche werden Wanderungen angeboten. Dabei machen die Teilnehmer Wyda Übungen. Wyda ist eine Art keltisches Yoga. Es wird seit Jahrhunderten in keltischen Familien überliefert. So wird die Harmonie zwischen Körper und Geist wieder hergestellt. Unsere Wanderung durchs Pesenbachtal hilft uns abzuschalten. Von Stress ist hier keine Spur. Uns hat die Wanderung durchs Pesenbachtal auf jeden Fall viel Spaß gemacht.

Wenn Ihr selbst einmal die Wanderung durchs Pesenbachtal ausprobieren wollt, könnt Ihr das tun und bei den:

Marienschwestern von Karmel übernachten.
Bad Mühllacken 55
4101 Feldkirchen/Donau
Österreich
(T) +43 (7233) 7215-0
badmuehllacken@marienschwestern.at

 

Übrigens:

Ausflugstipps im Mühlviertel


Reiseorganisation:

Anreise:

Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss fliegen nach Wien, Salzburg oder Linz.

Mietwagen:

Günstige Mietwagen – schnell und einfach buchen!*

Hotels:

Wenn Ihr nicht im Kloster übernachten, sondern nur die Angebote dort nutzen wollt, geht das auch. Hotels in Feldkirchen an der Donau* könnt Ihr über unseren Partner booking.com buchen.


Weitere Slow Travel Tipps gibt’s hier. Bei Stift Lilienfeld und dem Muckenkogel in Niederösterreich haben wir ein schönes Wandergebiet entdeckt.

 

Wanderung im Pesenbachtal
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Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns beim Kneipp Traditionshaus in Bad Mühllacken für die Einladung zu dieser Reise. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video: © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

6 Responses

  1. Antje
    | Antworten

    Kannte ich noch gar nicht, aber das Tal sieht sehr romantisch aus. Habt ihr auch richtig Kneipp gemacht?

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Antje, das Tal ist wirklich schön für eine Sommerwanderung an heißen Tagen. Sie hat uns viel Spaß gemacht. Gekneippt haben wir kurz im Kräutergarten des Klosters. Dort gibt es die entsprechenden Teiche und Becken. Außerdem gab’s einen Guss am zweiten Tag unseres Aufenthalts.

  2. Sabine
    | Antworten

    Das ist mal eine spannende Wanderung. Entlang eines rauschenden Bachs unter grünem Bätterdach – herrlich. Und dazu diese magische Geschichten – ich mag das sehr!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Uns haben die vielen Geschichten über geheilte Kreuzritter, Hexen und Heilerinnen, und die Vertreibung des Teufels fasziniert. Irgendwie passen diese Geschichten wunderbar in dieses Tal.

  3. Gudrun
    | Antworten

    Also das Pesenbachtal ist mir vom Namen her ein Begriff. Ich glaube da sind wir mit der Schule hingefahren und dann gewandert. Von den Hexen und heilkundigen Frauen hat uns leider niemand erzählt, das wäre sicher lustiger gewesen als nur zu wandern.

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Gudrun, für uns waren es auch die Hexen und Heilerinnen, die uns auf das Pesenbachtal neugierig gemacht haben. Überzeugt hat uns dann der schöne und schattige Weg immer am Bach entlang, der für uns sogar die Wanderung bei größter Sommerhitze zum Vergnügen gemacht hat. Liebe Grüße, Monika

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