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Alles für die Gans: auf Shopping Tour durchs Burgenland

Ungewöhnliches Reiseziel: der perfekte Gansbraten © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Ungewöhnliches Reiseziel: der perfekte Gansbraten © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Diesmal waren wir einige Tage im Zeichen der Gans unterwegs im Burgenland. Wir waren eingeladen zu einer Shopping Tour, die uns von der burgenländisch-österreichischen Grenze über Eisenstadt bis an den Neusiedler See führte. Unsere Route brachte uns zu verschiedenen Produzenten, die Zutaten für unseren Gansbraten lieferten, den wir am Schluss unserer Reise gemeinsam zubereiteten. Wir haben unterwegs viel Leckeres, Erstaunliches und Interessantes kennengelernt und gekostet. Folgt uns auf unserer Reise zur Gans im Burgenland.

 

Diese Gänse verbringen ihr Leben auf der Weide © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Diese Gänse verbringen ihr Leben auf der Weide © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Am Anfang steht natürlich die Gans. Und diese holen wir uns vom größten Gänsezuchtbetrieb im Burgenland, bei Herta Schneider in Eisenberg, wo MeineWeidegans ihr Leben genießt. Dort erwartet uns unsere erste Überraschung: denn mehr als 1300 Gänse kommen neugierig auf uns zu. Sie leben zwanzig Monate in der freien Natur auf einer Weide, die nicht überdacht ist. Auf meine Frage, warum die Gänse denn nicht davon fliegen, antwortet Wolfgang Scheiblauer, der uns übers Gelände führt: “Sie fühlen sich hier wohl. Manchmal fliegen sie über den Zaun, aber sie kommen immer wieder zurück.” Und fliegen können sie, wie sie uns mit lautem Geschnatter und eindrucksvollen Gruppenflügen beweisen. Anders als Mastgänse, die innerhalb von wenigen Wochen schlachtreif gefüttert werden, überlässt man es bei den burgenländischen Weidegänsen der Natur, wie viel Gewicht sie sich anfressen. Sie ernähren sich die meiste Zeit vom frischen Gras auf ihrer Weide und erhalten zusätzlich Gerste, Hafer und Weizen aus dem eigenen Anbau.

 

Die Auswahl fällt schwer: Gurken-, Tomaten- oder Rote Rüben-Essig? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Die Auswahl fällt schwer: Gurken-, Tomaten- oder Rote Rüben-Essig? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Wenige Kilometer davon entfernt besuchen wir die Familie Hirmann in Rudersdorf, die aus allen möglichen Zutaten Essig herstellt. Für unsere Gans holen wir hier Kürbiskernöl, das die Familie ebenfalls produziert. Als wir jedoch ihre Lagerhallen betreten, nimmt uns der intensive Duft nach Apfel fast den Atem. In den Behältern lagern die verschiedensten Apfelsorten, von denen jede anders riecht. “Wir haben unsere eigenen Streuobstwiesen. Aber das, was wir dort ernten, reicht nicht. Daher kaufen wir weitere Sorten von anderen Apfelbauern aus der Region ein”, erklärt uns Andrea Hirmann, die uns durch ihr Anwesen führt. Uns so quillt das Lager über mit gelben, roten, bunten und grünen Apfelsorten, die darauf warten, zu Essig, Apfelsaft oder Edelbränden verarbeitet zu werden. Äpfel sind aber nicht die einzigen Zutaten, aus denen die Hirmanns Essig herstellen. In ihrem Verkaufsraum entdecken wir Essig aus Rotwein oder Weißwein, aber auch aus Kirsche, Erdbeere, Himbeere, Birne, Marille, Pfirsich, Weichsel, Zwetschke oder Quitte. Exotischer sind die Gemüseessigsorten aus Gurke, Karotte, Kürbis, Rübe, Paprika oder Tomate. Aber am erstaunlichsten sind die Essigvariationen aus Bärlauch, dunklem oder hellem Bier, Nuss oder Kren (Meerrettich).

 

Gemüsestand auf dem Wochenmarkt in Eisenstadt im Burgenland © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Gemüsestand auf dem Wochenmarkt in Eisenstadt im Burgenland © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Am Freitag fahren wir weiter in die Hauptstadt des Burgenlands, nach Eisenstadt, wo wir den Wochenmarkt besuchen. Dort bieten die Bauern aus der Umgebung frisches Obst und Gemüse an. Auch wir holen uns hier Zutaten für unseren Gansbraten frisch vom Markt. Da gibt es Chutneys aus Marillen, Äpfeln oder Zwetschken, Liköre aus Weichseln oder Schlehen und einen Kognak aus Quitten. Interessant finde ich den Fichtenspitzenhonig. Wie der wohl schmeckt? Dazu werden Karotten, Kartoffeln, Blumenkohl, Meerrettich und andere Gemüsesorten frisch angeboten.

 

Was ist der beste Wein zu unserer Gans? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Was ist der beste Wein zu unserer Gans? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Zu einer guten Gans darf ein Glas Wein nicht fehlen. Im Haus am Kellerplatz in Purbach in der Leithaberg-Region können wir für wenige Euro die Weine der Winzer aus der Region verkosten. In der modernsten Vinothek des Burgenlands können sich Besucher mit einer Chip-Karte die verschiedensten Weinsorten selbst ausschenken, ein interessantes Konzept, wie wir finden. Dabei haben sie die Wahl, wie groß der Schluck sein soll, und wie viele Weine sie probieren wollen. Anders als bei traditionelleren Weinverkostungen wird das in Purbach über ein Computersystem gesteuert, das die Weine individuell abrechnet. Wenn der Betrag auf der Chip-Karte aufgebraucht ist, lässt man sie einfach wieder aufladen und kann weiter auf die Suche nach dem perfekten Wein zur selbst gebratenen Gans gehen.

 

Was liefert den säuerlichen Apfelgeschmack zu unserem Gansbraten? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Was liefert den säuerlichen Apfelgeschmack zu unserem Gansbraten? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Apfelhof der Familie Leeb in St. Andrä am Zicksee. Wir fahren hinaus mit Albert Leeb zu einer der Apfelplantagen, wo er uns erklärt, worauf es beim kommerziellen Apfelanbau zu achten gilt. Wie schwierig das ist, aber auch welche Befriedigung das verschafft, wir uns schnell klar, als wir seinen begeisterten Ausführungen lauschen. Und dann drückt er uns Körbe in die Hand und meint: “Jetzt seid ihr dran. Pflückt so viele Äpfel, wie ihr könnt.” Der Aufforderung kommen wir gerne nach, denn der säuerlich-süße Geschmack der Äpfel ergänzt sich gut mit einem Gansbraten. Unsere Gans wird am nächsten Tag zwar nicht mit Äpfeln gefüllt. Aber dafür nehmen wir uns ein paar Flaschen von dem köstlichen Apfelsaft mit, den die Familie Leeb und ihr Team aus ihren eigenen Äpfeln herstellen. Dieser passt hervorragend zu einem selbst gekochten Gansbraten.

Den letzten Tag unserer Reise zur Gans verbringen wir unter anderem in der Küche der Paprikawirtin Ilona Püspök, die den Landgasthof Altes Brauhaus in Frauenkirchen betreibt. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Kochs Robert werden nun unsere gesammelten Zutaten zu einem leckeren Gansmenü zubereitet. Während unsere Gans bei 170 Grad gut gewürzt mit Salz, Pfeffer und Majoran etwa eineinhalb Stunden im Ofen schmort, bereitet Robert aus der Gansleber ein köstliches Mousse zu, das er uns anschließend als Vorspeise zusammen mit Kürbisschnitten, Quittenmuss und einer köstlichen Kirschsauce aus alten Kirschsorten aus dem Leithagebirge serviert. Der Hauptgang unseres Gansmenüs besteht ganz traditionell aus unserer knusprig gebratenen Gans mit Blaukraut und Weißkrautsalat. Dazu gibt es Semmelknödel, Quittenmuß und Linsengemüse. Und auf unserem Dessertteller finden wir noch einmal die leckeren Leithaberger Kirschen, aber auch einen guten Apfelkuchen, Marillenmuß und ein wunderbar leichtes Somlo’er Nockerl. Ist das nicht ein passender Abschluss unserer Reise zur Gans im Burgenland? Was meint Ihr?

 

Das Ergebnis unserer Shopping Tour durchs Burgenland: Gansbraten mit Kraut © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Das Ergebnis unserer Shopping Tour durchs Burgenland: Gansbraten mit Kraut
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Der perfekte Abschluss: Somlo'er Nockerl und Apfelkuchen mit Kirsch- und Marillensauce © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Der perfekte Abschluss: Somlo’er Nockerl und Apfelkuchen mit Kirsch- und Marillensauce
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Quelle: eigene Recherchen vor Ort auf Einladung von Burgenland Tourismus. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos:  © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video:  © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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