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Rota Vicentina Wandern auf der Fischerroute im Alentejo

Rota Vicentina wandern bei Porto Covo
Rota Vicentina wandern bei Porto Covo

Die Rota Vicentina Wandern im Alentejo

Auf den uralten Pfaden der Rota Vicentina gelangen die Fischer zu ihren Angelplätzen. Sie führt von Porto Covo entlang der Westküste bis hinunter in die Algarve. Manchmal verläuft der Pfad bequem oberhalb der Klippen. Ein andermal müssen steile Auf- und Abstiege zu den Stränden überwunden werden. Dort peitscht die Brandung gegen die Felsen. Wir bewundern auf jeden Fall die Fischer, die sich in dieses brodelnde Chaos hinauswagen.

Oft scheint es, als ob die Wellen sie von den Felsen reißen wollen. Halt finden sie auf Felsbrocken, die vom Wasser umspült sind. Andere wiederum werfen ihre Angeln von hohen Klippen ins Meer. Das ist jedoch nicht weniger gefährlich. Sie trotzen den Winden, die häufig mit hohen Windstärken über der Westküste des Alentejo wehen. Eines ist dieser Pfad auf jeden Fall. Ein spannendes und abwechslungsreiches Erlebnis! Ein zahmer Wanderweg ist der Küstenpfad nicht. Die Rota Vicentina ist stattdessen ein Weg, der uns sehr beeindruckt hat.

 

Costa Vicentina bei Cabo Sardao
Costa Vicentina bei Cabo Sardao

 

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Bei unserem Aufenthalt im Alentejo wandern wir ein paar Abschnitte auf der Rota Vicentina. Sie umfasst einerseits den Pfad an der Westküste des Alentejo. Die Fischer nutzen ihn bis heute auf ihrem Weg zu ihren Angelplätzen. Andererseits führt die Rota Vicentina in einem zweiten Teil durch die Korkeichenwälder im Binnenland. Der Küstenpfad kann allerdings schwierig und gefährlich sein. Kein Wunder bei oft steilen Felspartien, die es zu den Sandstränden zu überwinden gilt. Der Pfad durch die Wälder dagegen ist leichter und weniger gefährlich. Man kann es jedoch auch wie wir machen und sich einfacher zu gehende Etappen auf dem Küstenpfad aussuchen. Wir haben zwei dieser Wegstrecken kennengelernt auf unserer Reise entlang dem Fischerpfad durchs Alentejo.

 

Cabo Sardao
Cabo Sardao

 

Ein Spaziergang an der Rota Vicentina bei Cabo Sardão

Als Wanderung würde ich unseren Aufenthalt am Cabo Sardão nicht bezeichnen. Dafür war er zu kurz. Aber auch ein Spaziergang entlang der Rota Vicentina bei diesem schön gelegenen Leuchtturm lohnt sich. Am schönsten ist das bei Sonnenuntergang. Dann hüllt die Sonne den Leuchtturm in weiches Licht, während sie über dem Atlantik langsam im Meer versinkt.

 

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Petar blickt hinaus aufs Meer
Petar blickt hinaus aufs Meer © Emanuele Siracusa

 

Wir sind aber am Vormittag hier. Die Wege sind an dieser Stelle auf jeden Fall gut zu gehen. Sie führen über flaches Land oberhalb der Küstenklippen. Teilweise gibt es sogar Bretterstege, die bis an den Klippenrand führen. So können Wanderer von sicheren Aussichtsplattformen die wilde Küste unter sich gefahrlos bewundern. Der Rest des Weges ist sandig und führt durch Buschvegetation, die sogar im Januar Blüten trägt.

 

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Wanderweg am Cabo Sardao
Wanderweg am Cabo Sardao

 

Der Weg wird noch immer von Fischern genutzt. Auf unserem Spaziergang von einem Aussichtspunkt zum nächsten begegnen sie uns daher immer wieder. Einer von ihnen schleppt einen langen schmalen Baumast über der Schulter. “Das ist seine Angel”, meint José, unser portugiesischer Begleiter. Für eine Angel hätte ich diesen Ast zwar nie gehalten. Aber offenbar nutzt man dafür bis heute die Materialien, die die Natur liefert. Eine teure Angelausrüstung muss nicht sein, damit man einen Barsch oder Dornhai aus dem Wasser holt.

 

Entrada dos Barcas
Entrada dos Barcas

 

Rauer Küstenpfad bei Entrada dos Barcas

Für unseren zweiten Ausflug auf der Rota Vicentina nehmen wir uns etwas mehr Zeit. Dafür wählen wir einen Wegabschnitt, der oberhalb des kleinen Fischerhafens Entrada dos Barcas südlich von Vila Nova de Milfontes verläuft. Hier beginnt der Weg mit einem steilen Aufstieg vom Restaurante O Sacas. Man klettert auf dem felsigen Pfad nach oben, bis die Hochebene an den Klippen erreicht ist. Dort wird der Pfad breiter und einfacher. Er folgt dem Küstenverlauf und eröffnet außerdem Einblicke ins Landesinnere.

 

Fischerboote in Entrada dos Barcas
Fischerboote in Entrada dos Barcas

 

Hier grasen rotbraune Rinder auf der Weide, die bei unserem Anblick jedoch lieber das Weite suchen. Entlang des Pfades wachsen dichte Akazienwälder. Marta Cabral, Direktorin der Rota Vicentina, die uns auf diesem Abschnitt begleitet, ist nicht begeistert. Sie erklärt: “Diese Pflanzen breiten sich hier aggressiv aus. Wir führen einen ständigen Kampf gegen sie.” Akazien sind in Portugal nicht heimisch. Unternimmt man nichts gegen sie, verdrängen sie die natürliche Vegetation der Region.

 

Rinder an der Rota Vicentina
Rinder an der Rota Vicentina

 

Auch hier begegnen uns immer wieder Fischer. Einer holpert auf einem verbeulten Mofa an uns vorbei. In einem Eimer, der am Lenker hängt, transportiert er seinen Fang nach Hause. Ein anderer macht sich auf den Weg zu seinen Angelplätzen. Sein Ziel ist daher einer der Felsen in der Brandung. Seine hohen Stiefel deuten jedenfalls darauf hin. Mutige Männer sind das auf jeden Fall. Bewundernswert! Deswegen sehen wir auf unserem Weg entlang der Küste mehreren von ihnen dabei zu, wie sie ihre Angeln auswerfen.

 

Steilküste
Steilküste

 

Schaut außerdem mal in Petar’s Video vorbei. Dort findet Ihr auch Szenen von unseren Wanderungen an der Rota Vicentina:

 

 

 

Informationen zur Rota Vicentina und dem Alentejo

Auf der Website der Rota Vicentina findet Ihr außerdem weitere Informationen über die gesamte Route.

 

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Zuletzt aktualisiert am 21. January 2019 um 2:29 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 



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Hotels und Unterkünfte an der Rota Vicentina* könnt Ihr außerdem über unseren Partner booking.com buchen. Wir haben selbst jedoch in einer Ferienwohnung in Monte do Zambujeiro* übernachtet.


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Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Zu dieser Reise wurden wir eingeladen von Aptece, Visit Alentejo und der Rota do Peixe. Unsere Meinung bleibt jedoch unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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18 Responses

  1. Outdoor Hochgenuss
    | Antworten

    Wir sind ja nicht so die Küstenfreunde und Strandläufer, aber das sieht ja richtig interessant aus. Danke für euren Bericht und die Tipps.

    Grüße Thomas und Silke.

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Thomas und Silke,

      je nachdem, wo Ihr an der Rota Vicentina wandert, kann’s hier auch über schmale Wege auf und ab gehen. Die Route ist sehr abwechslungsreich.

      Liebe Grüße,
      Monika

  2. Das sieht ja wirklich bezaubernd aus, so idyllisch. Da ist ein Spaziergang ja gleich doppelt schön. Scheint wirklich als würde die Welt in Alentejo noch “in Ordnung” sein, wenn die Fischer sogar noch mit simplen Ästen angeln. Sehr sympathisch!

    Liebe Grüße
    Nicole von PASSENGER X

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Das stimmt, Nicole. Mich hat das auch sehr beeindruckt. Überhaupt sind die Menschen im Alentejo sehr gastfreundlich und zuvorkommend.

      Liebe Grüße,
      Monika

  3. Andreas
    | Antworten

    Denk dies ist bestimmt eine schöne Wandertour entlang der Küste. Doch im Sommer sehr warm? es sei denn, man hüpft dazwischen mal ins Meer.

    • Hallo Andreas,

      ja, das hast Du wohl Recht. Wir waren im Januar dort. Da war es zwar windig und kühl, aber zum Wandern – zumindest für meine Ansprüche – gerade richtig. Im Sommer möchte ich diese Wanderung nicht machen.

      Viele Grüße,
      Monika

  4. Katja
    | Antworten

    Ihr Lieben,
    wißt Ihr, wann die beste Reisezeit ist um diese tolle Wandertour zu gehen?
    Felsen, Leuchttürme und viele genussvolle Momente sind hier wohl an der Tagesordnung.

    Liebe Grüße
    Katja

    • Liebe Katja,

      ja, das ist wahr. Wir waren ja im Januar da bei Temperaturen zwischen ca. 10-15 Grad und fünf Tagen Sonnenschein. Ich finde, das sind Temperaturen, bei denen man gut wandern kann. Wenn Du etwas später im Jahr hinfährst, oder im Oktober, November sollten die Bedingungen auch gut passen. Was uns bei unserer Reise besonders gut gefallen hat, war, dass wir die Region fast für uns allein hatten. Da muss man natürlich abwägen. Aber ich denke, dass die Region nie so richtig überlaufen sein wird, weil einfach die touristische Infrastruktur nicht so groß ist. Und das ist gut so!

      Liebe Grüße,
      Monika

  5. Michaela
    | Antworten

    Diese Region hört sich einfach traumhaft zum Wandern an – genau mein Ding! Ich hoffe ich schaff es irgendwann dorthin.
    Lg Michaela

    • Hallo Michaela,

      das ist sie auch. Zu Fuß kann man die Region und die tollen Ausblicke an der Küste besonders intensiv genießen.

      Liebe Grüße,
      Monika

  6. Lisa
    | Antworten

    Wir werden Alentejo aufgrund eurer tollen Artikel in unsere Portugalreise mit einbauen. Wir freuen uns schon ganz doll und zählen die Tage. Wunderschöne Bilder übrigens.

    • Liebe Lisa,

      das freut uns sehr. Das Alentejo ist eine noch sehr ursprüngliche und authentische Region, die uns sehr beeindruckt hat. Ich bin gespannt, wie sie Euch gefällt.

      Liebe Grüße,
      Monika

  7. Katrin von jo-igele
    | Antworten

    Wunderschön die Rota Vincentina … Vor allem die traumhaft schönen Strände haben es mir angetan!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Da hast Du Recht, Katrin. Mir hat besonders gefallen, wie abwechslungsreich die Küste dort ist.

  8. Theresa
    | Antworten

    Vielen Dank für den Verweis auf meinen Wanderbericht! Toller Bericht und megaschöne Bilder! Jetzt will ich am liebsten sofort wieder hin…

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Sehr gerne, Theresa. Dein Bericht beschreibt ja sehr ausführlich eine Mehrtages-Wanderung auf der Rota Vicentina. Das interessiert bestimmt einige der Leser unseres Artikels.

      Liebe Grüße,
      Monika

  9. Antje
    | Antworten

    Die Rota Vicentina werde ich mir merken, mir gefällt die raue Küste. Weißt du wie lange der Wanderweg entlang der Küste ist? Kann man unterwegs übernachten?

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Antje,

      Ja, es gibt Übernachtungsmöglichkeiten. Schau mal im Artikel unten unter Reiseorganisation. Wenn Du da auf den Link klickst, findest Du alle Übernachtungsmöglichkeiten in der Region der Rota Vicentina.

      Der Fischerpfad entlang der Küste umfasst vier Tagesetappen mit maximal 22 km und fünf Anschlussrouten. Insgesamt sind das 120 km.

      Viele Grüße,
      Monika

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