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Schöne Städte in Holland – Ein Roadtrip durch die Hansestädte Holland

Schöne Städte in Holland - Kampen gehört für uns dazu
Schöne Städte in Holland – Kampen ist eine der Hansestädte in Holland

Hansestädte Holland – Schöne Städte in Holland

Schöne Städte in Holland gibt es viele. Die Hansestädte in Holland gehören dazu. Dass Holland auch außerhalb der Tulpenzeit schön ist, haben wir in diesem Jahr entdeckt. Die Hanse fasziniert uns, seit wir deutsche Hansestädte besucht haben. Wir wollen mehr darüber wissen. Insgesamt befinden sich neun Städte in der Region zwischen dem Veluwemeer, der Ijssel und dem Zwarte Water, die einst zum Handelsverbund gehörten. Wir besuchen fünf davon auf dieser Reise. Harderwijk, Elburg, Hasselt, Kampen und Deventer liegen zwar heute im Binnenland.

Zur Zeit der Hanse reichte das Ijsselmeer jedoch viel näher an die Handelsstädte heran. Hollands jüngste Provinz, Flevoland, die aus Poldern besteht, versperrt inzwischen den direkten Zugang zum Ijsselmeer. Warum das so ist, erklärt Gerhard in seinem Video über Flevoland. Harderwijk und Elburg lagen einst direkt am Ufer des Ijsselmeers. Kampen und Hasselt waren nur wenige Kilometer davon entfernt am Ufer der Ijssel und am Zwarte Water. Nur Deventer lag schon immer im Binnenland, hatte allerdings über die Ijssel guten Zugang zum Meer.

 

"Kogge

 

Schöne Städte in Holland, die ihren Reichtum der Hanse verdanken

Im Hafen von Kampen liegt eine Kogge vor Anker. Kaum zu glauben, dass die Handelsschiffer damit die riesigen Entfernungen bis in die entferntesten Hansestädte zurücklegten. Mit diesen Schiffen fuhren die Kaufleute der Hanse in die deutschen Hansestädte und bis in die östlichen Regionen der Ostsee. Gehandelt hat man das, was vor Ort produziert wurde. Aus Holland lieferten sie vor allem Fisch. Eingetauscht haben sie Tuche, Pelze, Wachs, Salz, Trocken- oder Salzfisch, Getreide, Holz und Bier. Die meisten Hansestädte wurden durch die Mitgliedschaft im Handelsverbund zu reichen Städten. Das sieht man diesen bis heute an. Die Patrizierhäuser in den Altstädten zeugen davon. Nicht immer jedoch war das Zusammenleben friedlich. Die beiden Hansestädte Kampen und Zwolle beispielsweise waren erbitterte Rivalen.

Auf unserer Reise merken wir davon jedoch nichts mehr. Nur bei den Besichtigungen in Deventer kommt es immer wieder zur Sprache. Unsere Tour durch fünf Hansestädte in Holland führt uns von Harderwijk über Elburg, Hasselt und Kampen nach Deventer. Hier findest Du die genaue Route für diesen Roadtrip.

 

Modell der Hansestadt Deventer - Schöne Städte in Holland - Hansestädte Holland
Modell der Hansestadt Deventer

 

Entdecke schöne Städte in Holland auf diesem Roadtrip

Die kulinarische Hansestadt Harderwijk (Karte)

Wir beginnen unsere Rundfahrt durch Hollands schöne Städte in den ehemaligen Hanseregionen in Harderwijk. Die Hafenstadt liegt am Veluwermeer. Dies ist ein See, der ursprünglich Teil des Ijsselmeers war. Seit Flevoland die Region vom Meer trennt, ist er Teil einer Seenkette, die an ihrem Nord- und Südausgang Zugang zum Ijsselmeer bietet. Dadurch blieb der maritime Charakter der Hansestadt erhalten. Im Hafen dümpeln noch immer Yachten im Wind. Eine Windmühle überragt das Hafenbecken. Auf einer Sandbank kann man im Sommer das Strandleben genießen.

 

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Die Altstadt ist Fußgängerzone

Für die Altstadt solltest Du Dir Zeit nehmen. Aber vorher solltest Du wissen, hast Du ein Hotel in der Altstadt gebucht, lohnt es sich, vor der Anreise zu klären, wie Du es erreichst. Die Altstadt von Harderwijk ist nicht mit dem Auto zugänglich, sondern nur zu Fuß. Wie übrigens fast alle Hansestädte in Holland (mit Ausnahme von Hasselt). Sein Auto kann man auf einem der Parkplätze am Rand der Altstadt parken. Oder Du übernachtest im Beach Hotel Monopole* wie wir und parkst Dein Auto direkt neben dem Hotel.

Notiere Dir dafür am besten schon vorher die Telefonnummer des Hotels. Denn Du erreichst das Hotel nur mit dem Auto, wenn Du eine elektronische Karte besitzt, Außerdem musst Du den Code kennen, mit dem Du die Boller versenken kannst, die tagsüber die Zufahrt für Fahrzeuge zur Altstadt blockieren. Wir irrten erst ein paar Stunden durch die Stadt, bis wir schließlich den Hotel Parkplatz erreichten, weil wir dies nicht wussten.

 

Ein Bummel durch Harderwijk – Hollands schöne Städte

Nachdem wir unser Auto endlich am geplanten Ort abgestellt hatten, machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Harderwijk gehört für uns auf jeden Fall unter Hollands schöne Städte. Ihren Namen als kulinarische Hansestadt verdankt Harderwijk mehreren Sterneköchen, die ihre Restaurants am Fischmarkt der Stadt betreiben. Aus eigener Erfahrung können wir die Eiscreme der Eisdiele Patrijs empfehlen. Selten habe ich so gute Eiskreationen gegessen wie dort. Erdbeereis und Mango für mich. Pavlova-Eis für Petar. Aber es gibt noch andere Eissorten wie Pink Panther oder Blutorange. Das Eis gab’s allerdings erst nach unserem Stadtrundgang.

 

 

Hollands schöne Städte – Harderwijk zählt dazu

Wir beginnen unseren Rundgang durch die Stadt nach unserem Abendessen im Hotel Monopole. Das Hotel liegt direkt am Wasser. Wir folgen der Stadtmauer am Wasser entlang, bis sich ein Zugang zum Plantagepark öffnet. Durch einen privaten Innenhof gelangen wir so in die Altstadt. Vorbei am Stadsmuseum Harderwijk gehen wir zur Katharinakapelle, die einst zum örtlichen Kloster gehörte. Unweit davon befindet sich das Marius van Dokkum Museum. Dieses Museum ist einzigartig in Holland, stellt es doch dauerhaft die Kunst eines noch lebenden Künsters aus. Uns fehlte leider die Zeit für einen Besuch. Solltest Du jedoch Harderwijk besuchen, empfehlen wir Dir, das Museum in Deinen Stadtrundgang mit einzuplanen. Marius van Dokkum malt die Menschen seiner Heimat mit einem Augenzwinkern. Mit viel Humor zeigt er die Schwächen menschlichen Daseins in seinen Bildern.

 

Es gibt viele Gründe, die kulinarische Seite Harderwijks zu genießen

Wir setzen unseren Weg fort durch den Hortuspark und gelangen zum Marktplatz der Stadt. Vor dem Rathaus laden Cafés und Restaurants an diesem Sommertag zu einem Abendessen ein. Da wir dies jedoch bereits im Hotel Monopole gut gegessen hatten, lassen wir die Restaurants links liegen und gehen lieber weiter zur Eisdiele Patrijs, wo wir uns ein Eis als Nachspeise genehmigen. Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen, wenn Du Harderwijk besuchst. Die Besitzerin kreiert immer neue Eisvariationen aus regionalen Zutaten. Schon beim Anblick läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Erst recht, als ich mir meine Eiskugeln auf der Zunge zergehen. Das ist purer Genuss!

 

 

Von hier sind es nur noch wenige Schritte zum Fischmarkt von Harderwijk. Für eine der Hansestädte in Holland war dieser schon immer von Bedeutung. Hatten hier einst die Kaufleute der Hanse ihre Fische für den Handel geholt, ist er heute das kulinarische Zentrum der Stadt. Hier befinden sich die besten Restaurants der Stadt unter Bäumen, die seit Jahrhunderten hier stehen. Durch eines der Tore in der Stadtmauer gelangen wir schließlich zurück zur Promenade am Wasser. Auch finden wir ein Restaurant neben dem anderen. In der Abendsonne genießen die Menschen ihr Essen vor dem Kamin am offenen Feuer. Harderwijk verdient seinen Ruf als kulinarische Hansestadt durchaus.

 

Restaurants am Wasser Hollands schöne Städte
Restaurants am Wasser

 

Harderwijk kann auch maritim – passend für eine der Hansestädte in Holland

Am nächsten Morgen nehmen wir uns noch ein wenig Zeit, um uns den Yachthafen anzuschauen. Hier treffen wir auf Holland, wie es klischeehafter kaum sein kann. Eine der Ziehbrücken verbindet Harderwijk mit dem anderen Ufer der Hafeneinfahrt. Über den Hafen wacht eine Windmühle, während im Hafenbecken Hausboote und Yachten im Wasser dümpeln. Das sind Hollands schöne Städte, wie wir sie uns vorstellen. Aber sieh selbst.

 



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Schöne Städte in Holland – Elburg mit gut erhaltener Altstadt (Karte)

Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Fahrt zu unserem nächsten Reiseziel. Die Hansestadt Elburg liegt nur etwa 25 Kilometer weiter nordwestlich ebenfalls am Veluwemeer. Wir parken unser Auto auf dem großen Parkplatz (kostenlos) vor der Stadt und machen uns auf, die zweite der Hansestädte in Holland zu erkunden. Unsere Liste über Hollands schöne Städte ergänzen wir um eine weitere Stadt.

 

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Die Altstadt von Elburg ist klein aber fein – Hollands schöne Städte

Nur 28 Kilometer entfernt liegt die Hansestadt Elburg. Hier ist die mittelalterliche Altstadt noch sehr gut erhalten. Es geht eine Hauptstraße durch den Ort, auf der sich ab dem späten Vormittag die meisten Besucher aufhalten. Wir folgen stattdessen unserem Begleiter, der uns auf Nebenstraßen durch den Ort führt. Ein Glück! Denn so lernen wir diese entzückende Stadt viel besser kennen. Bis heute ist diese umgeben von den mittelalterlichen Wassergräben, die die Stadt vor Angreifern schützten. Dahinter sorgte die Stadtmauer für weiteren Schutz. Diese existiert noch heute. Groß ist die Altstadt nicht. 250 Meter breit und 415 Meter land erstreckt sie sich im Gelderland. Umso einfacher ist es daher, sie auf einem Rundgang durch die Nebenstraßen zu entdecken.

 

 

Eine kulinarische Besonderheit im Restaurant De Haas

Ganz ohne Kulinarik geht es auch in Elburg nicht. Im Restaurant De Haas an der Hauptstraße (Karte) warten wir auf unseren Guide und probieren einen Hasebol zum zweiten Frühstück. Dabei handelt es sich um eine Art Windbeutel, der gefüllt ist mit viel Sahne und mit Heidelbeeren verziert ist. Für ein zweites Frühstück vielleicht etwas üppig, aber probieren sollte man ihn schon mal.

 

Ein Kloster und ein Mauerhaus

Das Restaurant De Haas befindet sich direkt gegenüber vom Museum Elburg. Dieses ist im ehemaligen Agnieten-Kloster untergebracht, einem Nonnenkloster aus dem 15. Jahrhundert. Darin gibt es Ausstellungen zur Geschichte von Elburg und seiner Umgebung. Wir schauen uns die Stadt jedoch lieber im Original an. Nach einem kurzen Abstecher in den ehemaligen Klostergarten geht’s zunächst ins Muurhuisje, ins Mauerhaus. Dabei handelt es sich um ein winziges Wohnhaus, das an die Stadtmauer angebaut war. Auf kleinstem Raum lebten einst acht Personen und mehr. Heute kaum mehr vorstellbar. Aber so sah das aus:

 

 

Ein Spaziergang durch die Altstadt und Hollands schöne Städte

Wir folgen auf unserem Rundgang durch Elburg dem Verlauf der Stadtmauer. Dieser Weg führt uns durch enge Gassen, durch die kein Auto passt. Vorbei an kleinen Häusern, interessanten Museen, einer Kirche, die beeindruckt, und Häusern, die Geschichten erzählen. Unterwegs treffen wir Wasserpumpen, an denen sich die Stadtbewohner einst ihr Trinkwasser holten. Für uns sind sie gerade richtig an diesem heißen Sommertag, können wir uns dort doch immer wieder etwas abkühlen mit frischem Brunnenwasser. Was wir unterwegs alles sehen, stellen wir Dir in diesen Fotos vor:

 

 

Das Botter Museum (Karte)

Durch das Vischpoort Stadttor am anderen Ende der Stadt verlassen wir die Altstadt und überqueren den Wassergraben, der diese umgibt. Vorbei an einigen Restaurant gehen wir zum Yachthafen. Dort befindet sich nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt die Botter-Werft. Als Botter bezeichnet man die aus Holz gebauten Boote, mit denen die Fischer und Kaufleute früher die Zuidersee befuhren. Manchmal blieben sie Tage oder gar Wochen auf dem Wasser. Bis ihre Lager voll waren, und sich die Heimfahrt zum Hafen lohnte. Heute kannst Du Dir in der Botter Werft einen Eindruck vom Leben der Fischer und Kaufleute an Bord machen. Mit etwas Glück liegt gerade ein Botter in der Werft und wird wieder hergerichtet für seine nächste Ausfahrt. Manchmal werden außerdem Ausfahrten mit einem Botter angeboten.

 

 

Gegenüber der Botter Werft – nur getrennt von der Hafeneinfahrt – befindet sich das kleine Fischereimuseum der Stadt. Dieses ist im ehemaligen Fischauktionsgebäude eingerichtet und erinnert an die Zeit, als hier noch die Fischer ausfuhren.

Mittagessen bei Aan de Gracht

So ein Stadtbummel macht hungrig. Daher kommt uns unser Mittagessen bei Aan de Gracht (Karte) ganz recht. Rechtzeitig während eines heftigen Sommerschauers genießen wir unsere Mittagspause umso mehr. Ich bin wie immer neugierig, was typisch ist für die Küche der Region und probiere ein Sandwich mit geräuchertem Aal. Wer Räucherfisch mag, wird diesen lieben. Oder hast Du eher Lust auf eine Tomatensuppe wie Petar?

 



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Hasselt, eine der Hansestädte in Holland (Karte)

Nächstes Ziel unseres Roadtrips durch fünf Hansestädte in Holland ist Hasselt. Unsere Fahrt dorthin über die A28 dauert etwa eine halbe Stunde. Auch hier bleibt also noch genug Zeit für einen Stadtrundgang.

Die historischen Sehenswürdigkeiten von Hasselt sind weniger offensichtlich als in Harderwijk oder Elburg. Wir treffen uns mit unserem Führer in der Touristeninformation, die sich im Oude Stadhuis (Karte) befindet.

 

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Renaissance-Rathaus – ein Prachtexemplar für Hollands schöne Städte

Hasselt liegt am Zwarte Water und ist über diesen Fluss mit dem Zwarte Meer verbunden. Darüber hatten die Seefahrer Zugang zum Ijsselmeer und schließlich zur Nordsee. Heute liegt Hasselt jedoch im Binnenland. Das Oude Stadhuis ist eines der schönsten Gebäude in Hasselt mit seiner Renaissance-Fassade. Gleich daneben steht die Stephanuskerk, die Kirche der reformierten Gemeinde von Hasselt. Wir haben Glück. Es kommen gerade zwei Männer aus der Kirche, die uns auf unsere Bitte hinein lassen. Normalerweise ist die Kirche verschlossen.

 

Rathaus in Hasselt - Schöne Städte in Holland
Rathaus in Hasselt

 

Die Stephanuskerk im Stadtzentrum von Hasselt

Ihr Inneres ist karg. Weiße Wände und dunkle Holzbänke prägen das Kircheninnere. Unser Begleiter Freek Lene weist uns auf die Orgel hin. “Diese ist in Holland berühmt. In dieser Kirche finden regelmäßig Orgelkonzerte statt, die Besucher aus dem ganzen Land anlocken.” Auf einem hölzernen Tisch liegt eine Bibel der Reformierten Gemeinde. “Daraus liest man bei Andachten vor”, erklärt Freek. “Die Einwohner von Hasselt sind sehr gläubig. Die Kirche ist jeden Sonntag voll.” An einer Seitenwand entdecken wir ein Wandbild des Hl. Christophorus, des Heiligen der Reisenden. Dieses stammt aus dem Mittelalter, als die Kirche noch katholisch war.

 

 

Kiliaen van Rensselaer – was verbindet Hasselt mit New York ?

Der berühmteste Sohn Hasselts ist Kiliaen van Rensselaer. Er ist der Grund, warum ich diese Stadt besuchen wollte. Van Rensselaer wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Hasselt geboren. Er war Gouverneur der Holländisch-Westindischen Kompanie, und als solches war er maßgeblich beteiligt an der Gründung der holländischen Kolonie in Nordamerika. Seine Kolonie Rensselaerwijk war eine der ersten, die die Holländer auf dem Gebiet des heutigen US-Bundesstaats New York errichteten. Sein Geburtshaus steht noch heute in Hasselt. Besichtigen kann man es allerdings nicht.

 

Kiliaen van Rensselaers Geburtshaus
Kiliaen van Rensselaers Geburtshaus

 

Historische Gebäude und das Heufest von Hasselt

Von van Rensselaers Geburtshaus gehen wir vorbei an historischen Gebäuden wie dem heiligen Gästehaus und den Sieben Häusern. Diese standen den Armen und Kranken der Stadt zur Verfügung. Auf dem Weg zum Kanal von Hasselt passieren wir Nebenstraßen, die bunt geschmückt sind. In einer Straße entdecken wir sogar Weihnachtsbäume Ende August. Freek erklärt uns, dass sich jede Straße anlässlich des Heufests nach einem vorgegebenen Motto schmückt. Eines davon ist in diesem Jahr das Thema “Weihnachten”.

 

 

Die Kanäle von Hasselt

Besonders gut gefällt uns unser Spaziergang entlang der Prinsengracht. Bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts fuhren hier noch Schiffe auf den Kanälen. Heute bilden sie die Kulisse für die prachtvollen Kaufmannshäuser, die an ihren Ufern stehen. Trubel sucht man hier vergebens. Bänke, die am Kanalufer stehen, laden immer wieder zu einer Pause ein. Hier kann man Hasselt perfekt genießen.

 

 



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Kampen an der Ijssel – Schöne Städte in Holland (Karte)

Nächstes Ziel unserer Reise durch die Hansestädte Hollands ist die Stadt Kampen an der Ijssel. Von Hasselt benötigen wir für die Anreise eine knappe halbe Stunde. Wir erreichen die Stadt am Abend. Die Nacht verbringen wir in einer Ferienwohnung in der Stadsboerderij* in Kampen. Besonders praktisch ist, dass wir unser Auto direkt vor der Wohnung parken können. Nach den vielen Eindrücken, die wir tagsüber gesammelt haben, freue ich mich auf eine Stunde Pause im Wohnraum im Zimmer von Gerrtruidt.

 

Zur blauen Stunde in Kampen
Zur blauen Stunde in Kampen – eine der Hansestädte in Holland

 

Ein Abend in Kampen

So heißt unsere Ferienwohnung in der Stadsboererij. Diese ist eingerichtet mit einer Küchenzeile, Esstisch, einer Sitzecke, einem großen Bad und einem Schlafzimmer mit Doppelbett. Mich locken die gemütlichen Ohrensessel. Alle Viere von mir zu strecken und die Impressionen des heutigen Tages an mir vorüber ziehen zu lassen, tut gut. Bei einer Tasse selbst gemachtem Kaffee erholen wir uns von den Erlebnissen in Elburg und Hasselt. Ganz ist unser Tag allerdings noch nicht vorbei. Da wir in der Stadsboerderij nur Frühstück bekommen, haben wir noch fürs Abendessen reserviert in einem Restaurant an der Ijssel.  Von unserer Ferienwohnung sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zum Ufer der Ijssel, wo wir im Restaurant De Vier (Karte) ein Abendessen mit Blick auf den Fluss genießen.

 

Genuss im Restaurant de Vier

Im gepflegten Ambiente des Restaurants De Vier genießen wir bei Zwiebelsuppe, gebratenen Shrimps und einem knusprigen Schweinebauch die Aussicht auf den Fluss. Ein schöner Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Das Essen und der Ausblick machen es zum puren Genuss. Das Highlight unseres Abends an der Ijssel sind zwei berittene Polizisten, die an der Ufer-Promenade entlang reiten. Sie winken uns freundlich zu, so als ob sie sagen möchten: “Genießt Eure Zeit hier in Kampen.” Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.

 

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Mit einem alten Postschiff unterwegs auf der Ijssel

Am nächsten Morgen  treffen wir uns mit Ingela und Gerrit im Hafen von Kampen. Die beiden sind begeisterte Seefahrer und sind schon viel in der Welt herum gekommen. Sogar in der Antarktis waren sie schon, erzählt mir Ingela. Nicht an Bord eines Kreuzfahrtschiffes! Sondern selbst dort hingesegelt. Wahnsinn, oder? Beruflich lassen sie es etwas ruhiger angehen. 2009 restaurierten sie ein altes Postschiff, das in Königswinter gebaut wurde. Seit damals bieten sie an Bord der “Het Hendrikje” Bootsrundfahrten auf der Ijssel für Gruppen an. Für uns nehmen sich die beiden einen halben Tag Zeit und schippern mit uns vorbei an der Stadtkulisse von Kampen. Wir haben das Boot ganz für uns. Die perfekte Möglichkeit, Kampen und die Ijssel zu erleben. Wie im Film zieht die mittelalterliche Altstadt an uns vorbei.

 

 

Vorbei an alten Stadttoren, Windmühlen und unter Brücken folgt unsere Fahrt dem Flussverlauf. Ein paar Gänse putzen sich ihr Gefieder an der Uferböschung. Ein Vater wirft mit seinem Sohn die Angel von seinem Fischerboot aus. Die beiden winken uns zu. Die Stadt verschwindet hinter uns, während wir bis zur Molenbrug weiter fahren. So müssen sich die Kaufleute der Hanse gefühlt haben, als sie aufbrachen zu ihren Handelsfahrten in die Nord- und Ostsee. Die Hansestädte in Holland erlebt man am authentischsten an Bord von Booten.

 

 

Dem Schiffsverkehr auf der Ijssel beim Mittagessen zuschauen

Unsere Bootsfahrt macht Lust auf mehr Flusserlebnisse. Das passt gut. Denn für unsere Mittagspause ergattern wir einen Tisch auf der Flussterrasse im Restaurant De Bastaard, direkt am Ufer der Ijssel. Es ist spannend, dem regen Schiffsverkehr auf der Ijssel zuzuschauen, während wir auf unser Essen warten. Ein altes Segelschiff legt direkt vor uns am Flussufer an, während im Hintergrund große Containerschiffe unter der Stadsbrug hindurchfahren. Manche passen unter der Brücke durch. Für andere muss die Brücke gehoben werden. Ein interessantes Schauspiel! Das Mittelteil der Brücke wird über Gegengewichte hochgezogen. Dann dürfen alle wartenden Schiffe das Hindernis passieren. Anschließend senkt sich das Mittelteil der Brücke wieder. Bei dieser Aussicht schmeckt uns unser Omelette im Restaurant De Bastaard (Karte) gleich noch besser.

 

Omelette im Restaurant De Bastaard in Kampen
Omelette im Restaurant De Bastaard in Kampen, einer der Hansestädte in Holland

 

Von Tee, Kaffee und Zigarren

Ob Tee, Kaffee und Zigarren bereits zu Hansezeiten zu den Handelswaren gehörten, kann ich nicht sagen. Der erste Grüne Tee kam 1610 auch China nach Holland. In keiner der Quellen, die ich über die Handelswaren der Hanse fand, wurde dieser allerdings als Handelsware der Hanse-Kaufleute erwähnt. Ähnlich verhält es sich mit Kaffee und Tabak. Diese Waren kamen über die Holländisch-Ostindische und Westindische Gesellschaft nach Europa. Das ist kein Grund, dass wir uns nicht auch mit diesen Genüssen näher befassen bei unserem Aufenthalt in Kampen. Denn im Stadtzentrum befindet sich ein Laden, der sich genau darauf spezialisiert. Bei De Eenhoorn koffie & thee und De Olifant (Karte) zelebriert man Tee, Kaffee und Zigarren.

 

 

Eine Teeprobe in Kampen

Wir nehmen an einer Teeprobe bei De Eenhoorn teil. Fünf Teesorten dürfen wir probieren. In einem Raum, der vom Reichtum der Kaufleute in Holland zeugt. Die Wandgemälde stammen allerdings aus jüngerer Zeit. Grégoire Jean Josquin gestaltete diesen Raum mit seinen Landschaftsgemälden und Stilleben im Stil der Comedia dell’ Arte. Schon das macht mich neugierig auf das, was kommt. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Wusstest Du, dass Oolong Tee nach Walnüssen schmeckt? Oder dass man bestimmte Tees mit Eiswasser zubereitet? Interessant fand ich auch, dass Tee gut zu Käse passt. Wir lernen viel während unserer Teeprobe bei De Eenhoorn. Über Tee, und wie man ihn am besten genießt.

 

 

Zigarren aus Kampen

Dass Produkte aus Übersee in Kampen gehandelt werden, passt gut zum Bild einer Stadt, die unter die Hansestädte in Holland gehört. Auch hier weiß ich nicht, ob Tabak bereits zu den Handelswaren der Hanse gehörte. Die Nachfrage danach dürfte erst nach dem Ende der Hansezeit entstanden sein. Das kaufmännische Know-How besaßen die Holländer schon lange davor. Heute lagert bei De Eenhoorn Tabak aus allen Teilen der Welt. Geschnitzelt, und in Blattform. Das liegt daran, dass De Eenhoorn seine Zigarren selbst herstellt. In einem Teil des Gebäudes befindet sich eine Abteilung, in der Tabakblätter zugeschnitten und die sorgfältig ausgewählten Tabaksorten zu feinen Zigarren gedreht werden. Ähnlich, wie man das in Kuba oder in Florida macht.

 

 

Oder magst Du lieber Kaffee?

Bei De Eenhoorn kannst Du außerdem eine Kaffeeverkostung buchen. Uns fehlte dafür die Zeit. Ich hätte allerdings in diesem Geschäft allein einen ganzen Tag verbringen können. Ein Laden, bei dem man sich durch die Genüsse der Welt probieren kann. Uns jedoch drängt das Programm zur Weiterfahrt nach Deventer, der letzten Station unserer Reise durch die Hansestädte in Holland.

 



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Deventer – schöne Städte in Holland an der Ijssel (Karte)

Gut fünfundvierzig Minuten dauert die Fahrt von Kampen nach Deventer. Diesmal übernachten wir allerdings nicht in der Stadt. Unser Hotel für die nächsten beiden Nächte befindet sich am dem anderen Ufer der Ijssel. Das Ijsselhotel Sandton* liegt direkt gegenüber der Altstadt. Schon allein der Anblick lässt unsere Herzen höher schlagen.

 

 

Zur blauen Stunde genießen wir unser Abendessen mit einem Ausblick auf die fünfte und letzte Stadt unserer Reise durch Hollands Hansestädte. Die Vorfreude auf den nächsten Tag wächst. Vorher jedoch genießen wir ein Abendessen mit Blick auf die Ijssel. Einen ersten Eindruck von dieser Hansestadt erhältst Du in Petars Video.

 

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Ein Frühstück mit Aussicht – Hollands schöne Städte par excellence

Mit Blick auf die Ijssel und die Skyline von Deventer genießen wir unseren Morgen bei einem Frühstück, wie es uns gefällt. Wir holen uns etwas Obst und Brot vom Buffet. Eier nach Wunsch, Joghurt und Müsli, Orangensaft und Kaffee werden serviert. So können wir in Ruhe unseren letzten Tag in den Hansestädten beginnen. Wir schauen der kleinen Fähre zu, die nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt die beiden Ijsselufer miteinander verbindet. Der Fährmann ist ein Könner. Muss er doch immer wieder großen Containerschiffen die Vorfahrt lassen, die auf dem Fluss ins Landesinnere fahren. Dieser rege Schiffsverkehr verleiht der Stadt etwas Maritimes.

 

 

Ein Spaziergang durch Deventer

Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Patrick und Krijna von Hanzetour. Die beiden begleiten uns mit ihren Fahrrädern in die Stadt. Ihre Fahrräder könnt Ihr demnächst in den Hansestädten in Holland für Radtouren mieten. Wir lassen heute unser Auto stehen und fahren mit der Fähre, der Pontje Deventer, in die Altstadt. Für € 1,60 (Stand: August 2019) können wir hin- und zurückfahren. Von der Anlegestelle sind es nur wenige Schritte, und wir sind mitten im historischen Teil der Stadt Unser Weg führt uns vorbei an der Lebuinuskerk, einem gotischen Bauwerk, das schon allein durch seine Größe beeindruckt. Für eine Besichtigung fehlt uns jedoch die Zeit, sind wir doch an der Tourismusbehörde mit unserem Stadtführer Jan verabredet.

 

 

Was hat Albert Schweitzer mit Deventer zu tun?

Die Statue von Albert Schweitzer auf dem Marktplatz erinnert an die Besuche des Arztes in der holländischen Stadt. Deventer hatte einen Fond zur Unterstützung seines Krankenhauses in Lambarene in Gabun eingerichtet. Aus diesem Grunde besuchte Schweitzer die Stadt öfter. Er war ein guter Orgelspieler und gab mehrere Orgelkonzerte in der Lebuinuskerk, um Geld für sein Krankenhaus zu sammeln. Daran erinnert die Statue am Marktplatz.

 

 

Schöne Städte in Holland haben sogar einen “Berg”

Für uns Bayern ist die Bezeichnung “Berg” für das Bergkwartier in Deventer vielleicht etwas übertrieben. Denn stark bergauf gehen wir nicht auf unserem Spaziergang durch das Viertel. Nicht einmal als Hügel würde ich es bezeichnen. Vergleicht man es jedoch mit dem sonst so flachen Umland, ragt das Bergkwartier doch darüber hinaus. Sogar eine Bergkirche gibt es. Die St. Nicholas Kirche steht am Ende der Bergstraat auf dem Bergkerkplein.

 

 

Das Bergkwartier von Deventer

Auf dem Weg dorthin kommen wir an Häusern vorbei, die durch ihr Äußeres auffallen. Prachtvolle Eingangstüren, Backsteinbauten mit historischen Lastenaufzügen, Fensterschmuck, der zeigt, was sich hinter der Fassade abspielt und Pflanzendekor machen einen Bummel durch die Menstraat und Bergstraat zu einer Augenweide. Jan erzählt uns, dass das nicht immer so war. Viele dieser Häuser sollten abgerissen werden. Proteste aus der Bevölkerung jedoch verhinderten dies. Ein Glück! Denn das Bergkwartier ist heute das Aushängeschild von Deventer.

 

 

Das Charles Dickens Festival in einer der Hansestädte in Holland

Mitte Dezember findet im Bergkwartier das Charles Dickens Festival statt. Mehr als 950 Figuren aus den Werken von Charles Dickens beleben dann das Bergkwartier. Scrooge, Oliver Twist, Waisenkinder, Betrunkene, Arme und Reiche machen aus den historischen Gassen eine englische Stadt des 19. Jahrhunderts. Das Fest ist sehr beliebt. Daher musst Du bei einem Besuch mit einer langen Wartezeit rechnen, bevor Du Zugang zum Bergkwartier bekommst. Wir können uns gut vorstellen, wie eindrucksvoll die Kulisse des Bergkwartiers für dieses Fest wirken muss.

 

 

Ein Mittagessen wie zu Zeiten der Hanse

Im Proeflokaal ‘tOer (Karte) serviert man Speisen, wie sie schon zu Zeiten der Hanse auf den Tisch kamen – mit einem Touch Moderne. Mir gefällt das Interieur in diesem Restaurant. An einer langen Theke werden die Getränke ausgeschenkt. Gegessen wird an rustikalen Holztischen. Die freigelegten Backsteinwände des historischen Gebäudes tragen dazu bei, dass wir uns in die Vergangenheit versetzt fühlen. In diesem Restaurant fühlen wir uns wohl.

Fisch und Fleisch – die Hauptspeisen der Hanse

Zum Essen haben wir uns eine Platte mit Häppchen bestellt, die uns zeigt, was man zu Zeiten der Hanse aß. Es gibt sehr viel Fleisch und Meeresfrüchte. Ich entdecke Hackbällchen in Soße, gebratenen Schweinebauch und Fleischspieße. In einer Schale befindet sich eine Art Shrimpcocktail auf Salat. Zum Wurstsalat gibt’s kleine Sandwiches gefüllt mit Tomaten. Zwei Gläser enthalten Suppe. Und in einem Brötchen serviert man Hackbraten. Ob die Hanse-Kaufleute wirklich all diese Speisen aßen, kann ich nicht beurteilen. Tomaten gab es sicher erst gegen Ende der Hansezeit. Die Auswahl auf unserer Verkostungsplatte ist jedenfalls umfangreich und gut.

 

 

Im Museum De Waag

Frisch gestärkt sind wir bereit, uns im Museum de Waag näher mit der Geschichte der Hanse zu befassen. Das Museum stammt selbst aus jener Zeit. Es diente ursprünglich als Waage und Eich-Inspektion für die Waren, die Kaufleute über die Ijssel zu den Märkten in Deventer brachten. Ab 1386 gab es fünf Jahrmärkte in der Stadt verteilt übers ganze Jahr. Damit die Kaufleute fair miteinander handelten, kontrollierten Inspektoren die Maße und Inhalte der Handelswaren. Nur so konnte ein fairer Handel garantiert werden. Für die Stadt war dies ein profitables Geschäft, verdiente sie doch an jeder Unze, die auf den Markt gebracht wurde.

Wissenswertes über die Hanse

Heute beschäftigt sich das Museum de Waag (Karte) mit der Geschichte der Stadt. Dieses bietet Wechselausstellungen und eine Ausstellung über die Hansezeit. Auf einer Karte sehen wir den Handelsbereich der Hanse. Dieser reichte von den holländischen und deutschen Hansestädten bis hinauf nach Bergen in Norwegen, nach Birka in Schweden und in die Ostregionen der Ostsee. Ein Handelsverbund, der sichere Handelsbeziehungen bot. In Vitrinen sehen wir, welche Waren die Handelsschiffe transportierten. Ein Modell einer Kogge zeigt, wie stabil diese Handelsschiffe waren. Groß waren sie nicht. Aber sie verteilten Waren über einen großen Handelsraum. Städte entlang der Nord- und Ostsee verdanken ihren Reichtum den Kaufleuten der Hanse.

 

 

Honigkuchen wie im Mittelalter zum Kaffee

Nach so viel Geschichte haben wir eine Pause verdient. Am Marktplatz befindet sich der Deventer Koekwinkel (Karte). Hier gibt es eine Kuchenspezialität, die schon die Hansekaufleute kannten: Honigkuchen. Der Deventer Honigkuchen war sogar durch die Gilde geschützt. Niemand außerhalb der Stadt durfte ihn im Mittelalter backen. Man kennt zwar die Zutaten: Honig, Roggenmehl, Wasser und Gewürze. Das Geheimnis lag jedoch in der Gewürzmischung. Nicht einmal der Bäcker wusste, welche Gewürze darin enthalten waren. Ob das heute noch so ist, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall schmeckt der Honigkuchen nach Weihnachten. Er wird mit Butter bestrichen und schmeckt sehr würzig.

Von unserem Platz im Café aus beobachten wir, wie die Schlange im Laden immer länger wird. Offenbar sind wir nicht die Einzigen, die diesen Kuchen mögen. Im Deventer Koekwinkel holen sich viele Leute Nachschub für ihren Kuchenvorrat.

 

 

Was geschieht auf dem Marktplatz von Deventer?

Während wir unseren Tee trinken, fällt uns auf, dass sich junge Leute auf dem Marktplatz sammeln. Sie kommen aus allen Ecken und Seitenstraßen. Es sieht so aus, als ob eine Veranstaltung stattfindet. Ankündigungen hatten wir jedoch nirgendwo entdeckt. Und tatsächlich! Plötzlich fangen alle Jugendlichen an zu tanzen und zu singen. Wir sind Zeugen eines Flash Mobs mitten in Deventer! Gut gelaunt ziehen die Millenials zum Wilhelmina Brunnen und stecken uns mit ihrer guten Laune an. Unseren Einkaufsbummel durch Deventer vergessen wir. Lieber lauschen wir den jungen Holländern, wie sie den Sommer feiern. Das ist Lebensfreude pur!

Bummel durch Deventer

Mit einem kulinarischen Highlight beschließen wir unseren Besuch in Deventer. Wir sind eingeladen im Gourmet-Restaurant Boas (Karte). Auf dem Weg dorthin kommen wir doch noch zu unserem Bummel vorbei an Läden, deren Schaufensterauslagen viel versprechen. Die meisten schließen jedoch gerade. Daher bleibt uns nur, die Wohn-Dekos und Souvenirs durchs Fenster zu bewundern. Der Flash Mob war’s wert. Einen solchen sieht man nicht jeden Tag. Mitbringsel bekommen wir auch noch anderswo.

 

 

Den Abend genießen im Gourmet-Restaurant Boas

Im Restaurant Boas erwartet man uns schon. An diesem lauen Sommerabend wählen wir einen der Tische im Freien. Dort können wir die Leute beobachten, die durch die Kopfsteinpflaster-Straße spazieren. Wir erleben ein Abendessen im besten französischen Restaurant der Niederlande. Auch der Guide Michelin zeichnet das Restaurant aus. Wir sind gespannt. Peter van Emde Boas, der Eigentümer des Restaurants und ein großartiger Gastgeber, serviert uns ein außergewöhnliches Sechs-Gänge-Menü.

Die farbigen Menüs im Restaurant Boas

Wir sind eingeladen zu einem “Menu Rouge”, einem “Roten Menü”. 2019 bietet das Restaurant Boas saisonale Vier- bis Sechs-Gänge-Menüs an, die je nach Jahreszeit in der Farbe der Speisen variieren. Begann man im Frühjahr mit dem “Menu Vert”, dem Grünen Menü, gab es zur Spargelzeit das “Menu Blanc”, das Weiße Menü. Wir sind im Sommer da, zur Zeit des Roten Menüs. Inzwischen ist der Herbst ins Land gezogen, und das Menü bei Boas hat die Farbe Orange. Es ist erstaunlich, welche geschmacklichen Höhenflüge man farblich miteinander kombinieren kann. Das Essen bei Boas begeistert uns.

 

 

Ein Gastgeber, der Seinesgleichen sucht

Noch mehr beeindruckt uns die Gastfreundschaft, mit der wir im Restaurant Boas empfangen werden. Wir haben im Laufe unserer Reisen ja schon einige Gourmet-Restaurants kennen gelernt. Selten war jedoch eines dabei, in dem wir uns rundum so wohlgefühlt haben wie bei Boas. Die Bereitwilligkeit von Peter van Emde Boas, uns jedes Gericht im Detail zu erklären, und sich Zeit zu nehmen für unsere Fragen, ist beispielhaft. Er erzählt von seiner Ausbildung im Elsass, und wie er sein Restaurant in diesem mittelalterlichen Gebäude in der Walstraat in Deventer übernommen hat. Er begleitet unsere kulinarischen Genüsse mit passenden Weinen und einem Port, den er mit Finesse präsentiert.

Was für ein Highlight nach einer rundum gelungenen Reise durch die Hansestädte in Holland! Herzlichen Dank dafür.

 



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Die Hansestädte in Holland sind schöne Städte in Holland

Die fünf Städte auf unserem Roadtrip durch die Hansestädte in Holland zählen wir alle zu den schönen Städten, die wir in den Niederlanden kennen gelernt haben. Und nicht nur das: es gibt dort viele Orte und Erlebnisse, an denen man sie genießen kann. Sei es bei schönen Ausblicken, in den Altstädten, bei gutem Essen oder gar in Gourmet-Restaurants wie Boas in Deventer. Wir haben viel erlebt und entdeckt auf unserer Rundreise von Harderwijk über Elburg, Hasselt und Kampen nach Deventer. Jede dieser Städte hat ihren eigenen Charme. Jede bietet Erlebnisse für Genießer und Slow Traveller.


Reiseorganisation

Anreise in die Hansestädte in Holland

KLM und Lufthansa fliegen nach Amsterdam. Von dort nimmst Du Dir am besten ein Auto, denn nur so bist zu flexibel genug, um die Ortschaften der Region näher kennen zu lernen. Wir sind mit dem eigenen Auto aus dem südlichen Bayern angereist. Für die Fahrt nahmen wir uns zwei Tage Zeit mit einer Zwischenübernachtung auf der mehr als 1000 km langen Strecke. So ließ sich die Anreise problemlos bewältigen.

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Unterkünfte in der Region der Hansestädte in Holland

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Schöne Städte in Holland
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Quelle für Schöne Städte in Holland : eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Das Andere Holland für die freundliche Unterstützung dieser Reise. Unsere Meinung bleibt jedoch unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

Fotos © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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