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Die Stadt Stendal in der Altmark

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Pfarrkirche St Marien in Stendal
Pfarrkirche St Marien in der Stadt Stendal


Die Stadt Stendal ist erster Halt unserer Sommer Reise durch die Altmark in Sachsen-Anhalt. Stendal gehört zu den Hansestädten der Altmark. Deswegen interessiert sie uns besonders. Hansestädte faszinieren uns seit unserer Reise nach Stralsund. Wir waren neugierig darauf, was in Stendal aus der Hansezeit zu sehen ist. Viel Zeit bleibt uns allerdings nicht für die Stadt, werden wir doch an diesem Tag von einem TV-Team des MDR begleitet. Wir sind hier anlässlich unserer Einladung durch die LEADER Aktionsgruppe Uchte-Tanger-Elbe, die Region als #AltmarkBlogger kennen zu lernen. Die Altmark will bekannt werden und ihre touristischen Attraktionen zeigen. Dazu gehört auch die Hansestadt Stendal.

Backsteingotik in der Stadt Stendal

Wir fahren zum Winckelmann Platz in Stendal. Einige alte Stadttore stehen noch. Eines davon passieren wir auf unserer Fahrt in die Stadt. Direkt vor uns erhebt sich die St. Marienkirche mit ihren beiden spitzen Kirchtürmen. Die Kirche ist erstmals 1283 erwähnt worden. Im 15. Jahrhundert wird sie in ihrer heutigen Form geweiht. Sie diente als Ratskirche der Hansekaufleute und ist damit eines der Bauwerke, die für uns besonders interessant sind.

 

Der Altarraum in der Pfarrkirche St Marien
Der Altarraum in der Pfarrkirche St Marien

 

Auf unserem Rundgang durch das Stadtzentrum können wir auch einen kurzen Blick ins Kircheninnere werfen. Dort beeindruckt uns besonders die Chorschranke aus dem 15. Jahrhundert. Diese trennt den Altarraum vom Gebetsraum für die Gemeinde. Aus dieser Zeit stammt außerdem die sehenswerte Kanzel.

 

Kanzel in der Pfarrkirche St Marien
Kanzel in der Pfarrkirche St Marien

 

Am Winckelmann Platz verschaffen wir uns anschließend einen Überblick über die Stadt an einem Modell. Daran kann man außerdem gut die mittelalterliche Anordnung der Wohnbezirke und Gassen erkennen.

 

Modell der Stadt Stendal
Modell der Stadt Stendal

 

Johann Joachim Winckelmann – der berühmteste Sohn der Stadt

Gleich neben dem Modell der Stadt erhebt sich die Statue von Johann Joachim Winckelmann. Der Sohn eines Stendaler Schusters zeigte schon früh, dass er zu Höherem berufen war. Obwohl er aus einfachen Verhältnissen stammte, gelang ihm eine außergewöhnliche Karriere. Winckelmann stieg mit Fleiß und Zielstrebigkeit auf zum wichtigsten Kunstgelehrten seiner Zeit. Er gilt als Gründer der neueren deutschen Kunstgeschichte und der klassischen Archäologie. In dieser Funktion führte sein Weg ihn sogar bis nach Rom. Dort vertraute man ihm die Antikensammlung der Stadt an.

 

Johann Joachim Winkelmann aus Stendal
Johann Joachim Winckelmann aus Stendal

 

Weniger rühmlich war dann allerdings das Ende dieses einflussreichen Mannes. Nach vielen Jahren in Rom machte er sich auf den Weg zurück nach Stendal. Bereits in Wien jedoch beschloss er, seine Reise nicht zu vollenden und kehrte wieder um, um an die Stadt am Tiber zurückzukehren. Bei einem Zwischenstopp in Triest fiel er schließlich einem Mordanschlag zum Opfer, dessen Hintergründe bis heute ungeklärt sind. Die Idee für das Winckelmann Denkmal in Stendal hatte niemand Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe, der schon 1826 den Stadtoberen vorschlug, ihrem wichtigsten Sohn der Stadt ein Denkmal zu errichten. Das sollte jedoch noch bis ins 20. Jahrhundert dauern. Heute gibt es in Stendal außerdem ein Museum, das ihm gewidmet ist.

 

Der Marktplatz der Stadt
Der Marktplatz der Stadt

 

Der Marktplatz von Stendal

Den Marktplatz von Stendal erreichen wir in wenigen Schritten auf der anderen Seite der St. Marien Kirche. Dort steht außerdem das Rathaus der Stadt. Auch dieses Gebäude zeugt von der wirtschaftlichen Blüte zur Zeit der Hanse. Der ältere Teil des Rathauses ist ein Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Später erweiterte man das Gebäude und veränderte den Anbau im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance. Die beiden Gebäudeteile dominieren heute den Marktplatz von Stendal.

 

Die Rolandstatue in Stendal
Die Rolandstatue in Stendal

 

Rolandstatue – Symbol für Rechte und Freiheiten mittelalterlicher Städte

Vor dem Backsteingebäude des Stendaler Rathauses steht eine Statue des Roland. Dabei handelt es sich um eine Kopie der Originalstatue aus dem Jahr 1525. Dieser Roland ist als Ritter dargestellt und hält ein Schwert als Zeichen seiner Macht in der einen Hand. Die andere hält ein Schild, auf dem der brandenburgische Adler abgebildet ist.

 

Frisch gerösteter Kaffee im Kaffeekult
Frisch gerösteter Kaffee im Kaffeehaus Kaffeekult

 

Shops und Cafés für Genießer am Marktplatz der Stadt Stendal

Gleich vorweg: Restaurants und Cafés sind in der Altmark dünn gesät. Das liegt daran, dass nach der Wende viele Menschen aus der Region weggezogen sind auf der Suche nach besser bezahlten Jobs. Wenige sind zurück gekehrt. Stattdessen kamen Unternehmer aus dem Westen, die sich hier ein eigenes Geschäft aufbauen. So ist auch der Besitzer des Kaffeehauses Kaffeekult kein Einheimischer, wie er uns erzählt. Sein Café befindet sich im historischen Backsteinbau des Rathauses und wirkt urgemütlich mit seinem mittelalterlichen Gewölbe und den golden schimmernden Kaffeebehältern. Diese nehmen eine ganze Wand des Cafés ein und verströmen einen betörenden Duft nach frisch geröstetem Kaffee.

 

Hausgemachte Pralinen im Kaffeekult in Stendal
Hausgemachte Pralinen im Kaffeehaus Kaffeekult in der Stadt Stendal

 

Zum Kaffee bekommt man hier nicht nur Kuchen aller Art, sondern auch hausgemachte Pralinen mit fantasievollen Zutaten, wie zum Beispiel Pralinen mit Sanddorn Ganache oder dunkle Schokokugeln, die mit Chili-Orangen-Ganache gefüllt sind. Uns lachen stattdessen jedoch die roten Cassis-Pralinen an, die wir kosten dürfen. Ihre frisch-fruchtige Füllung ist genau das Richtige für den heißen Spät-August-Tag, an dem wir zu Besuch sind.

Auf der anderen Seite des Marktplatzes sehen wir den Weinladen “Der Olivenbaum”, der uns von mehreren unserer Gesprächspartner während dieser Reise empfohlen wurde. Für einen persönlichen Besuch reicht die Zeit allerdings nicht. Stattdessen essen wir am Abend im einzigen haubengekrönten Restaurant der Altmark: dem Restaurant Atrium. Dieses befindet sich nur wenige Schritte von der Kirche St. Marien in der Breite Straße 17. Im hübschen Apfelgarten hinter dem Restaurantgebäude genießen wir schließlich am Abend die Landhausküche, die den Testern von Gault Millau 13 Punkte wert war. Auf jeden Fall eine gute Wahl, wie wir finden.

 

In Petars Video könnt Ihr uns ebenso auf unserer Reise durch die Altmark begleiten. Schaut mal rein! Es lohnt sich auf jeden Fall:

 


Reiseorganisation:

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin Tegel. Von dort geht es mit der Bahn in die Altmark. Alternativ kann man außerdem per Auto oder Rad anreisen.

Mietwagen:

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Unterkünfte in Stendal:

Unterkünfte in Stendal* könnt Ihr über unseren Partner booking.com buchen.

Unsere Unterkünfte in der Altmark:

Gutshof Ottersburg*  Für eine Karte hier klicken
Ottersburger Gutshof 1
Ferienwohnung Schafstall
39517 Ottersburg

Pension Kunsthof Dahrenstedt* Für eine Karte hier klicken
Dahrenstedter Dorfstr. 6
39576 Dahrenstedt

Bismarcksches Landgut Welle (hier gibt es eine Ferienwohnung, in der wir allerdings nicht gewohnt haben) Für eine Karte hier klicken
Weller Dorfstrasse 21 – 25
39576 Stendal OT Welle

Gutshaus Birkholz Für eine Karte hier klicken
Ferienwohnung
Birkholzer Schulstrasse 5
39517 Tangerhütte

Wir schenken Dir 35€ für Deine erste AirBnB Buchung

Du erhältst 35€ Rabatt auf Deine erste AirBnB Buchung, wenn Du über diesen Link buchst. Deine Buchung muss jedoch einen Wert von mindestens 65€ haben ohne AirBnB Gebühren und Steuern.


Quelle: eigene Recherchen vor Ort.

Wir bedanken uns außerdem bei der Leader Aktionsgruppe Uchte-Tanger-Elbe für die freundliche Unterstützung dieser Reise in die Stadt Stendal. Unsere Meinung bleibt jedoch unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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