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Stift Lilienfeld Wandern – Muckenkogel & Klosteralm

Stift Lilienfeld Wandern im Stiftspark
Stift Lilienfeld Wandern im Stiftspark

Bei Stift Lilienfeld Wandern

Wir waren bei Stift Lilienfeld wandern. Die Umgebung des Zisterzienserklosters lädt dazu ein. So sehr, dass sogar wir als Wandermuffel wandern gehen. Bei einem Spaziergang durch den Stiftspark und einer Wanderung auf dem Muckenkogel zur Klosteralm besuchen wir die Umgebung des Zisterzienserstifts in Niederösterreich.

 

Knorrige alte Bäume im Stiftspark
Knorrige alte Bäume im Stiftspark

 

Ein Spaziergang im Stiftspark

Bereits der Stiftspark in Nähe des Zisterzienserklosters lädt zu einem Spaziergang ein. Hier hat Abt Ambros Becziczka im 19. Jahrhundert den früheren Tiergarten in einen Park mit exotischen Bäumen umwandeln lassen. Dafür ließ er Jahr für Jahr neue Bäume und Sträucher aus aller Welt importieren. Unter den Pflanzen des Parks findet man einen kalifornischen Mammutbaum ebenso wie einen Gingkobaum. Ich entdecke eine Sitkafichte und Douglasie, die ich aus Alaska kenne. Im Unterholz sehe ich Magnolien und sogar einen Tulpenbaum, wie sie in Afrika wachsen. Gewächse wie einen japanischen Katsurabaum oder einen Maulbeerbaum findest Du hier ebenso wie Hartriegelgewächse. Dazu gehört der Dirndlstrauch, der im Frühjahr hübsch blüht. Ein Spaziergang durch diesen Berghang ist wie ein Gang durch die exotischen Gewächse der Welt.

 

Petar im Stiftspark von Lilienfeld
Petar im Stiftspark von Lilienfeld

 

Spazierwege winden sich in Serpentinen den Berg hinauf. Dazwischen gibt’s immer wieder Plätze, die zu einer Pause einladen. Auf halber Höhe steht ein Tempel am Berghang, und am höchsten Punkt des Parks wacht ein pagodenartiger Pavillon über das Parkgelände. Diese Gebäude sind Zeichen des Exotismus, der in der Wahl der Pflanzen ebenso zum Ausdruck kommt. Trotzdem vermittelt der Park nicht den Eindruck einer künstlich angelegten Anlage. Vielmehr wirkt er mit seinen verschlungenen Wegen wie ein natürlich gewachsener Wald.

 

 

Mit dem Sessellift auf den Muckenkogel

Von Lilienfeld kannst Du den Gipfel des Muckenkogel zu Fuß oder mit dem Sessellift erreichen. Wir wählen die Fahrt mit dem Sessellift. Zum einen, weil wir nicht gerne bergauf wandern, zum anderen, weil auch die Fahrt mit dem Sessellift ein Abenteuer für sich darstellt. Hier fahren wir in Einzelsesseln am Berghang nach oben. Eine Mutprobe für Leute mit Höhenangst. Die Fahrt geht vorbei an Felswänden. Ab und zu erhasche ich einen Blick auf den Wanderweg, der unterhalb des Lifts durch den Wald führt. An einer Lichtung beobachte ich sogar ein Reh beim Äsen. Wenn Du zu Fuß auf den Berg gehen willst, dann findest Du hier eine Wegbeschreibung für die Wanderung auf den Muckenkogel.

 

Über Almwiesen zur Klosteralm von Stift Lilienfeld
Stift Lilienfeld wandern zur Klosteralm

 

Der Hausberg von Lilienfeld hat eine Höhe von 1248 Metern. Von oben hast Du Ausblicke auf den Wienerwald, das Traisental und Stift Lilienfeld. Bei gutem Wetter hat man einen Blick auf vier Klöster. Stift Göttweig, Stift Lilienfeld, Stift Melk und Stift Herzogenburg. Nach Norden sieht man bis zur Donau. Nach Süden blicken wir in die Alpen. Oben gelangen wir auf ein Hochplateau. Dessen Almen gehören zum Stift Lilienfeld.

 

Klosteralm
Klosteralm

 

Spaziergang zur Klosteralm

Obwohl wir Ende Juni hier sind, ist es auf dem Gipfel des Muckenkogel noch frisch. Der Wind sorgt für kühlere Temperaturen am Gipfel des Muckenkogel als die warmen Frühsommertemperaturen im Tal vermuten lassen. Daher sind wir froh, dass der Weg zur Klosteralm nicht weit ist. Auf dem Weg dorthin gehen wir quer über die Alm. Wer’s bequemer will, wählt den Schotterweg. Dieser führt von der Bergstation des Sessellifts den Berg hinunter zur Alm.

Die Klosteralm gibt es schon seit dem frühen Mittelalter. Damals wurde es als Grangie bewirtschaftet. Dabei handelt es sich einen bewirtschafteten Gutskomplex. Diese waren häufig in Zisterzienserklöstern anzutreffen. Im Mittelalter erhielten die Zisterzienser oft Land geschenkt. Dieses übergaben sie Laienbrüdern zur Bewirtschaftung. Unterstützung erhielten diese vom Klostergesinde und Lohnarbeitern. Sie waren jedoch dem Abt oder Cellerar des Klosters gegenüber verantwortlich für den Betrieb des Grundes.

 

Deftige Fleischknödel auf Sauerkraut
Deftige Fleischknödel auf Sauerkraut

 

Mittagessen in der Klosteralm

Heute ist die Klosteralm verpachtet und bietet Wanderern und Skifahrern eine urige Hütte als Raststation an. Ein umfangreiches Speiseangebot erwartet den Gast beim Betreten der Alm. Auf einer Schiefertafel ist das Speiseangebot aufgelistet. Die Auswahl ist beachtlich. Neben Suppen gibt’s von Eintopfgerichten wie Erdäpfelgulasch und Specklinsen mit Semmelknödel bis hin zu Geselchtem und einem Schweinebraten mit Knödel alles, was das Wandererherz begehrt. Die Preise sind günstig. Für eine Suppe zahlt man 2,80 Euro. Das teuerste Hauptgericht, der Klosteralmteller mit Schweinsbraten, Geselchtem, Kraut, Fleischknödel, Semmelknödel und Würstl, kostet gerade mal 12 Euro. Vegetarier können Eierschwammerlsauce mit Semmelknödel wählen.

 

Praktisch für die Wanderung

 

Mögliche Wanderungen am Muckenkogel:

  • Auf dem Mathias Zdarsky-Panoramaweg gehst Du auf einem Rundweg von der Bergstation des Sesselliftes zurück zur Bergstation. Der Weg führt über Muckenkogel und Hinteralm über Schwarzwald und Klosteralm. Dauer: ca. 2,5 Stunden
  • Der Mathias Zdarsky-Erfinderweg zeigt Dir die wichtigsten Erfindungen des Ski-Pioniers auf einem Rundweg. Dauer: ca. 1 Stunde
  • Der Wasserfallweg geht von der Bergstation zur Klosteralpe und zur Lilienfelder Hütte. Von dort folgst Du Waldwegen zum Kleinen und zum Großen Wasserfall. Der Weg endet an der Talstation des Sessellifts. Dauer: ca. 2 Stunden
  • Auf dem Wasserfallsteig gehst Du an der Talstation des Sesselliftes Lilienfeld los. Du folgst der blauen Wegmarkierung. Gehzeit: 1,5 Std.; Streckenlänge: ca. 1,5 km; Der Weg endet an der Lilienfelderhütte.
  • Der Jägersteig beginnt an der Lindenbrunntalbrücke und geht zur Bahnstation Freiland. Gehzeit: 3 Stunden. Von dort kannst Du dem Mathias Zdarsky-Rundwanderweg folgen. Gehzeit individuell verschieden. Wegmarkierung: gelb; Streckenlänge: ca. 1,4 km
  • Der Pater Exinger Weg beginnt an der Kreuzung Friedhofsgasse/Höhenstraße. Er geht ins Stille Tal. Wegmarkierung: gelb. Gehzeit: 40-50 Min.. Streckenlänge: ca. 2 km
  • Der Mathias Zdarsky-Rundwanderweg beginnt und endet am Bezirksheimatmuseum Lilienfeld. Wegmarkierung: rot. Gehzeit: 11 Stunden. Streckenlänge: 15 km

 

 

Wir jedoch fahren mit dem Sessellift wieder ins Tal. Dieses Mal blicken wir nicht auf die Felsen und den Wald. Dem Tal zugewandt fahren wir mit dem Sessellift hinunter. Dabei eröffnet sich uns ein Ausblick auf Stift Lilienfeld.


Reiseorganisation

Anreise mit Flugzeug und / oder Auto

Der nächstgelegene Flughafen ist Wien. Von dort reist man mit dem Auto an. Anreisezeit von Wien nach Lilienfeld ist etwa 1 Stunde. Von München fährt man 4 Stunden, von Salzburg sowie von Graz etwa 2,5 Stunden.

Mietwagen:

Günstige Mietwagen – hier buchen!*

Unterkunft:

Buche hier Deine Unterkunft Lilienfeld*. Außerdem ist die Übernachtung im Stift möglich. Anmeldung über diese Email: pforte@stift-lilienfeld.at


Stift Lilienfeld Wandern
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Wir bedanken uns bei Klösterreich für die Einladung ins Stift Lilienfeld.

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Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Videos: © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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Monika Fuchs und Petar Fuchs sind die Herausgeber des Slow Travel und Genuss Reiseblogs TravelWorldOnline Traveller. Sie veröffentlichen dieses Blog seit 2005.

Ihre Themen sind

Monika Fuchs ist Autorin und Fotografin des Blogs und schreibt als freie Journalistin für die ZEIT ONLINE und Reisemagazine wie 360° Kanada, 360° USA, touristik aktuell, etc. Außerdem verfasst sie Reiseführer über Destinationen und Genuss Reiseziele in aller Welt. Petar Fuchs produziert die Videos auf diesem Blog sowie auf YouTube.

Weitere Informationen über Monika und Petar Fuchs.

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